(openPR) In zwei Monaten fällt der Startschuss für das neunte Wenger Patagonian Expedition Race. Die Route 2011 führt die Teilnehmer durch das größte zusammenhängende Eisfeld der Erde außerhalb der Polregionen im chilenischen Patagonien. Einmal mehr erwarten die Veranstalter zahlreiche internationale Teams, die sich zu Fuß, auf dem Bike oder mit dem Kajak durch die einzigartige Wildnis Patagoniens kämpfen.
Bereits beim letzten Event im Februar 2010 nahmen 15 Teams aus 14 Ländern teil, darunter Spitzenteams wie die britischen Adventure Race World Champions Helly Hansen-Prunesco. Für das kommende Jahr hoffen die Veranstalter, noch mehr Nationen für das Rennen gewinnen zu können. Ein deutsches Team fehlt bislang noch in dem hochklassig aufgestellten internationalen Teilnehmerfeld. Die Chancen, einen der begehrten Plätze für das Rennen zu ergattern, stehen also gut. Was einen erwartet, darüber sprachen wir mit dem früheren Duathlon-Weltmeister Marc Pschebizin, der im Februar 2010 zusammen mit Melanie Hohenester, Thoralf Berg und Pierre Eyen das Abenteuer Patagonien wagte und sich tief beeindruckt zeigte:
Hallo Marc, warum sollte man Deiner Meinung nach am Wenger Patagonian Expedition Race teilnehmen?
Marc Pschebizin: „Das Patagonian Expedition Race bietet eine einmalige Herausforderung an einem der schönsten Plätze der Welt. Man lernt körperliche und mentale Grenzen kennen und macht eine Erfahrung, die einem niemand mehr nehmen kann.“
Welches Standing hat das Wenger Patagonian Expedition Race im Vergleich zu anderen Abenteuerrennen?
„Für mich hat das Patagonian Expedition Race ein sehr hohes Standing aufgrund der extremen Bedingungen und seines wilden Charakters. Das ist einzigartig auf der Welt. Man durchlebt ein echtes Abenteuer. So etwas gibt es im dicht besiedelten Europa nicht.“
Was würdest Du jemandem empfehlen, der sich nicht sicher ist, ob er an dem Rennen teilnehmen soll?
„Ich glaube, es ist ratsam, sich ausgiebig über das Rennen zu informieren und mit jemandem zu sprechen, der schon mal dabei war, damit man nicht mit der falschen Erwartungshaltung an ein solches Rennen rangeht. Das Patagonian Expedition Race ist anders als andere Abenteuerrennen. Die Natur, die unberechenbare Witterung, und die Wildnis in Patagonien erfordern eine spezielle Vorbereitung und ein spezielles Training. Bei dem Rennen handelt es sich nicht um eine 08/15-Veranstaltung, da geht es richtig ans Eingemachte. Man lernt Extreme kennen, aber man macht auch eine unglaubliche Erfahrung. Deshalb sollte man vor allen Dingen gut informiert sein, was einen erwartet und dann seine Entscheidung fällen.“
Welchen Tipp würdest Du Teilnehmern geben, die bisher noch nicht an Rennen in solch entlegenen Gebieten teilgenommen haben?
„Die Teilnehmer sollten auf jeden Fall jemanden dabei haben, der gute Kenntnisse im Navigieren besitzt. Aufgrund der extremen Abgeschiedenheit und dem Umstand, dass die Karten in einem solchen Gebiet nicht dem Standard entsprechen, den man gewöhnt ist, kommt der Orientierung im Gelände eine besondere Bedeutung zu, und man sollte mit Kompass und den vorhandenen Karten umgehen können. Zudem ist es ratsam, aufgrund der extremen Bedingungen im Zweifelsfall etwas mehr Gepäck einzuplanen. Beispielsweise würde ich empfehlen, eine leichte Isomatte und einen etwas dickeren Schlafsack mitzunehmen. Die 500 Gramm bedeuten mehr Erholung und damit auch mehr Energie für den nächsten Tag, das lohnt sich. Auch andere Teams, mit denen ich gesprochen habe, würden bei einer erneuten Teilnahme lieber zuviel als zuwenig Gepäck mitnehmen.“
Was hat die Teilnahme insgesamt für Dich gekostet – war es teuer?
„Wir sind insgesamt für Material, Flüge etc. auf etwa 15.000 Euro für die gesamte Mannschaft gekommen. Aber der größte Teil wurde durch Sponsoren abgedeckt, so dass wir fast nichts drauflegen mussten.“
Was waren Deine Highlights bei Deiner Teilnahme?
„Die extreme Abgelegenheit, die extreme Wildnis und die einmalige Landschaft in Patagonien waren ein absolutes Highlight. Ich glaube, für das gesamte Team war es eine tolle Erfahrung, fern jeglicher Zivilisation auf sich alleine gestellt in einer solchen Wildnis unterwegs zu sein. Natürlich war es auch ein Highlight, nach all den Strapazen endlich im Ziel anzukommen und zu wissen, dass man es geschafft hat.“









