(openPR) Der Stavropoleos-Chor gehört zu den besten rumänischen Choral-Ensembles für sakrale Musik, die seit rund 20 Jahren die Musiktradition der Ostkirchen auch international vertreten. Mit byzantinischen Chorälen und Weihnachtshymnen gibt nun der Stavropoleos-Chor aus Bukarest sein München-Debüt am 28. November in der griechischen Allerheiligenkirche und stimmt so auf die Adventszeit ein. Das Benefizkonzert ist der Errichtung eines Rumänisch-Orthodoxen Kirchenzentrums in München gewidmet, und steht unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm. Neben dem Auftritt in München gastiert der Bukarester Chor auf Einladung der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa auch in Heidelberg (26. November) und Tübingen (27. November).
„Die Byzantinische Musik ist Teil unserer religiösen und kulturellen Identität“, erklärt Sofian von Kronstadt, Weihbischof der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie, „und die große rumänische Gemeinde aus München möchte sich gerne damit vorstellen und ihren Beitrag in der vorweihnachtlichen Zeit leisten.“ Ähnlich der Gregorianischen Musik im Abendland ist die Byzantinische Musik ein fester Bestandsteil der Heiligen Liturgie der osteuropäischen Kirchen. Sie ist dem liturgischen Text fest verbunden, braucht keine instrumentale Untermalung und folgt einer homophonen Gesangslinie. Das Notensystem basiert auf dem antiken griechischen System, das im Vergleich zum modernen westlichen System nicht die einzelnen Noten und deren Dauer bezeichnet, sondern die Anfangsnote sowie die bestimmte Höhe zu den Nachfolgenden und zu deren Beziehung darstellt. Eine einzige Stimme gibt die Melodie an und eine weitere Hintergrundstimme unterstreicht die Hauptnoten und begleitet das Lied. Das gewährt den Sängern eine gewisse Freiheit der Interpretation und verleiht dem Lied einen tiefen Meditationscharakter. Die Tradition dieser sakralen Musik geht zurück auf die Riten der christlichen Gemeinschaften griechischer Herkunft in den ersten drei Jahrhunderten. Ihr Verbreitungsgebiet entspricht der historischen Entwicklung des Christentums vor und nach der Kirchenspaltung von 1054 und der Christianisierung der Völkerstämme durch die Apostel. So wird heute byzantinische Musik vor allem in Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Serbien und Russland gesungen. Ihr Name leitet sich vom griechischen ????????[?] – Byzantio(n) – ab, die Bezeichnung für das Byzantinische oder Oströmische Reich.
Der 15-köpfige Stavropoleos-Chor besteht aus Studenten der Musikhochschule Bukarest sowie aus Theologen und Laien, die in der Byzantinischen Musik ausgebildet sind. Mit der Gründung 1993 im Stavropoleos Kloster in Bukarest (gr. stavro – Kreuz und polis – Stadt) leitete das Ensemble, unter der Leitung des Erzdiakons Dr. Gabriel Constantin Oprea, die Wiedergeburt dieser sakralen Musik im postkommunistischen Rumänien ein und etablierte sich rasch zum internationalen Botschafter Byzantinischer Musik. Es folgten erfolgreiche Gastauftritte im Ausland u. a. im Boston College, USA, im Europäischen Parlament in Brüssel und sogar in Japan, wo der Stavropoleos-Chor bei der EXPO 2005 Rumänien repräsentierte, sowie Konzerttourneen bei wichtigen Festivals für geistliche Musik wie „Glas Pecerski“, in Kiew in der Ukraine und „Gaude Mater“, in Czestochowa, Polen.
Stavropoleos-Chor: München-Debüt mit Benefizkonzert
Sonntag, 28. November 2010, 19.00 Uhr, griechische Allerheiligenkirche,
Ungererstr. 131, 80805 München, Eintritt 25 €
Programm:
„Ti ipermaho“ (Dir, der für uns kämpfenden Heerführerin)
Polieleos (Lied zur Ehre der Gottesmutter)
Troparion „Nasacatoare de Dumnezeu, Fecioara” (Freue dich, Gottesgebärerin, Maria)
Psalm 102 (gesungen in der orthodoxen Göttlichen Liturgie)
Axion „Cuvine-se cu adevarat“ (Wahrhaft würdig und recht ist es)
Megalinaria vom Trostkanon zur Gottesmutter
Troparion zu Ehren der Heiligen Brancoveanu-Märtyrer
Weihnachtslied „Cel far’ de-nceput” (Der Anfanglose)
Sternlied „Trei Crai de la Rasarit” (Drei Könige)
Sternlied „Steaua spre Rasarit” (Der Stern im Orient)
Kommunionvers „Gustati si vedeti ca bun este Domnul“ (Kostet und seht, wie gut der Herr ist)
Stavropoleos-Chor
Erzdiakon Dr. Gabriel Constantin Oprea, Leitung










