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Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1

18.11.201017:16 UhrSport
Bild: Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1
Spielerberater Dr. Thomas Steeger: Der DFB geht nicht konsequent gegen illegale Spielervermittler vor. (Foto: Rolf Köppen)
Spielerberater Dr. Thomas Steeger: Der DFB geht nicht konsequent gegen illegale Spielervermittler vor. (Foto: Rolf Köppen)

(openPR) Die FIFA kommt einfach nicht zur Ruhe. Erst geraten zwei Mitglieder des FIFA- Exekutivekomitees in Verdacht, im Zuge der WM-Vergabe 2022 ihre Stimmen gegen Bares angeboten zu haben, und dann deckt das Kicker-Sportmagazin Ende Oktober 2010 auch noch einen handfesten Skandal rund um die DFB-Spielervermittlerprüfung auf: So sollen Lizenzanwärter die Antworten vorab über einen Mittelsmann aus der Spielerberaterbranche „kaufen“ können. Die undichte Stelle ist aber möglicherweise ganz woanders zu suchen … Als lizenzierter Spielerberater ärgert sich der Duisburger Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Thomas Steeger darüber, dass trotz der offensichtlichen verbandsinternen Probleme nach wie vor zumeist die Spielervermittler als alleinige Sündenböcke abgestempelt werden. >>



Duisburg/NRW – „Die FIFA hat ja schon vor rund einem Jahr angekündigt, den Spielervermittlermarkt komplett deregulieren zu wollen. Der damit verbundene Verzicht auf die Lizenzvergabe scheint angesichts der jüngsten Vorfälle jetzt weiter forciert zu werden“, sagt Dr. Thomas Steeger, dessen Duisburger Agentur Dr. Steeger Sportmanagement unter anderem den Freiburger Bundesliga-Keeper Simon Pouplin, Bröndby-IF-Goalgetter Ousman Jallow und Trainerveteran Horst Köppel betreut. Und tatsächlich: Aktuellen Medienberichten zufolge will die FIFA bereits im kommenden Jahr das Lizenzierungsverfahren in seiner derzeitigen Form kippen. „Das ist, als würde der Führerschein deswegen abgeschafft, weil zu viele Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs sind“, wundert sich Lizenzbefürworter Steeger.

Bisher war es so, dass nur lizenzierte Spielervermittler, Rechtsanwälte sowie Geschwister, Ehegatten und Elternteile der Spieler Verträge zwischen den von ihnen vertretenen Sportlern und Vereinen aushandeln und unterzeichnen durften. Alles andere ist bis dato unzulässig und kann vom jeweiligen Nationalverband mit empfindlichen Geldstrafen, Punktabzug oder Lizenzentzug für den Verein geahndet werden. „Umso besorgniserregender ist da natürlich, dass bei der Spielervermittlerprüfung augenscheinlich betrogen werden kann. Da aber die FIFA die Prüfungsaufgaben mitsamt Lösungen bereits eine Woche vor dem Prüfungstermin an die Nationalverbände verschickt, steht zu befürchten, dass die undichte Stelle letztlich im eigenen Haus zu suchen ist“, meint Steeger und spielt damit auf die seit jeher virulenten Bestechlichkeits- und Korruptionsvorwürfe gegenüber Verbandsfunktionären an.

SÜNDENBOCK FÜR VERBANDSVERSÄUMNISSE

Es sieht also alles danach aus, als habe die FIFA die eigenen Reihen weiterhin nicht im Griff. Doch statt seriösen Spielerberatern in diesem ganzen unerfreulichen Durcheinander auch einmal gezielt den Rücken zu stärken, werde seine Branche unisono und entsprechend undifferenziert für nahezu alle Missstände der modernen Fußballwirtschaft medial zur Verantwortung gezogen, zeigt sich Steeger von seinem Verband enttäuscht. „Wir dienen als Sündenbock für alles und jeden und werden laufend mit den Schwarzen Schafen der Branche in einen Topf geschmissen!“ Und dies sei insofern scheinheilig, als es letztlich nur von den vielen verbandsinternen Problemen ablenke.

Besonders bitter stößt Steeger dabei auf, dass Sanktionsmöglichkeiten gegenüber Vereinen, die ganz offen mit illegalen Vermittlern arbeiten, nicht ausgeschöpft werden: „Bekanntlich wurden und werden viele Verträge am geltenden Reglement vorbei ausgehandelt, während die Verbände tatenlos zusehen“, kritisiert er. So etwa im Jahr 2007: Nachdem eine Dortmunder Spielervermittleragentur bei dem von ihr initiierten Transfer des Spielers Ardijan Djokaj zur TUS Koblenz kurzerhand von einem unlizenzierten Vermittler ausgebootet wurde, versuchte sie die ausstehende Provisionszahlung im Folgejahr gerichtlich einzuklagen. Der DFB hielt sich dezent zurück und stand der durch ihn selbst lizenzierten Agentur nicht helfend zur Seite. Zumindest nicht öffentlich. Und genau darauf wäre es angekommen, findet Steeger, der aufgrund solcher Versäumnisse zusehends an der Glaubwürdigkeit von FIFA und DFB zweifelt.

DAS EIGENE SYSTEM SUKZESSIVE UNTERHÖHLT

„Für mich ist ganz klar, dass auf diese Weise das Lizenzsystem für Spielervermittler sukzessive unterhöhlt wurde. Oder anders ausgedrückt: Die FIFA und ihre nachgeschalteten nationalen Organe haben scheinbar nichts unternommen, um die eigentlich sehr gute Idee flächendeckend im Sinne der Vereine und Sportler durchzusetzen“, konstatiert Steeger. Denn eins sei klar: Vereine und Sportler sind im Milliardengeschäft Fußball heute mehr denn je auf eine faire Beratung angewiesen. Sollten also im Vorfeld des unmittelbar bevorstehenden FIFA-Rückziehers keine zugkräftigen nationalen Lizenzregelungen gefunden werden, wird zwielichtigen Geschäftemachern die Türe noch weiter aufgestoßen, prognostiziert Steeger.

Das sieht wohl auch DFB-Direktor Helmut Sandrock so: „Grundsätzlich tritt der DFB in Abstimmung mit der Liga dafür ein, nur Vermittler mit einer Lizenz anzuerkennen. Die Lizenzierung dient dabei vor allem den Spielern. Sie werden dadurch von jemandem vertreten, der versichert ist, ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt und eine Grundqualifizierung nachgewiesen hat“, hieß es Ende Oktober 2010 von seiner Seite. Aus Steegers Sicht ist dies trotz aller Skepsis ein durchaus positives Signal – wurde die Spielervermittlerlizenz Mitte der 1990er doch überhaupt erst eingeführt, um eine größere Trennschärfe zwischen legaler und illegaler Beratung zu gewährleisten. Wenn sich hierbei allerdings nichts tun sollte, so erwägt der Doktor der Rechte weiterhin, schon bald eine Klage zum unbefristeten Erhalt seiner ordentlich erworbenen DFB-Lizenz einzureichen.

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