(openPR) Wer das Wort Hexe hört, denkt an „Mittelalter“, „Hexenverbrennung“ oder oft auch an schwarze Magie. Leider ist in der Bevölkerung das Wissen um die Arbeit und das Leben der Hexen vor dem Mittelalter und in der Neuzeit so gut wie gar nicht verbreitet.
Allein schon das Wort wird selten verstanden. Es ist nicht ganz geklärt, woher es kommt, doch sehr wahrscheinlich ist es eine Ableitung des Wortes „Hagazussa“ – ZaunhockerIn. Als Bedeutung kommt zweierlei in Betracht. Zuerst gilt die Person, die am Zaun hockt und Kräuter schneidet als Hexe, die zweite Bedeutung ist ein Hinweis auf den Wechsel zwischen der materiellen, sichtbaren und der immateriellen, unsichtbaren Welt.
Diese Männer und Frauen haben vermittelt zwischen der Natur und den Naturgesetzen und den Menschen. So haben sie beispielsweise den Naturkreislauf erklärt, um Ackerbau und Viehzucht möglichst effektiv werden zu lassen. Die Hexen waren Vermittler. Sie vermittelten zwischen den Naturgewalten und den Menschen, hierfür benutzten sie Bilder von Götterfiguren u.ä. Diese Tätigkeit, Vermittlung zwischen Schöpfung und Mensch, übernehmen heute die Theologen.
Die Vermittlung zwischen dem eigenen Gefühlsleben und den Anforderungen im Außen, also Trauerbewältigung, Entwicklungspsychologie etc. vermitteln heute die Psychologen.
Und die Hexen heilten mit verschiedenen Mitteln und Praktiken. Genau die Arbeit der früheren Hexen wurde in der Neuzeit kommerzialisiert und leider aufgeteilt in die Bereiche Theologie, Psychologie und Medizin. Hierin liegt das Risiko, dass die Ganzheitlichkeit des Menschen nicht gebührend beachtet wird. Stefanie Glaschke, Autorin zahlreicher Bücher, hat mit ihrem Angebot hexenvonheute den Versuch unternommen, moderne Hexen wieder mitten in die Gesellschaft zu stellen. Nach dem Theologiestudium und der psychologischen Ausbildung hat sie begonnen, das alte Wissen zu ergründen und zu erforschen. Sie will den Begriff „Hexe“ vom Mittelalterstaub befreien. In Zeiten wie diesen, in denen Menschen angstgeprägt und isoliert leben, sind Vermittler und Vermittlerinnen wieder notwendig. Es bedarf des „Zaunhockens“, nicht der Verwaltung. Hexen heute, moderne Hexen sind nötig, und es wird Zeit, dass der Begriff die Achtung erfährt, die er verdient. Der Internetauftritt der Stefanie Glaschke beginnt:
„Deshalb dreht sich hier alles um weiße Magie - und zwar darum, wie wir modernen Menschen in unserer Welt wahre Hexen sein können. Hexenvonheute sucht den Weg der Weisen, der fortschrittlichen, der modernen Menschen, die in allen Zeiten leidenschaftlich ihr Werk verrichtet haben, ohne wenn und aber, ohne Hierarchien und ohne dabei zu jammern.
Wir versuchen die Spuren derer zu finden, die Seelsorger, Heiler und Lebensberater waren, bevor diese menschlichen Aufgaben kommerzialisiert wurden und halten uns an den Leitsatz:
„Magie ist der Wille, sein eigenes Bewusstsein so zu erweitern, dass ein eigenverantwortliches, kreatives Leben in Harmonie mit sich selbst und der Umgebung verwirklicht wird.“ (Stefanie Glaschke) - 435 Wörter













