(openPR) Heike Dierks Wallenhorst/Osnabrück. Die Zukunft beginnt jetzt: Das Unternehmen Kaffee Partner mit bisherigem Stammsitz in Wallenhorst wird in den kommenden Monaten auf dem Gelände der einst von den Briten genutzten Winkelhausenkaserne in Osnabrück seine neue Zentrale errichten. Der Umzug ist für Ende 2011 geplant. Am Montag, 15. November, setzten Oberbürgermeister Boris Pistorius, Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes und die Geschäfts¬lei¬tung von Kaffee Partner, Dr. Andreas Ost und Dipl.-Kfm. Michael Koch als Bauherren den ersten Spatenstich.
Damit beginnt die Umsetzung des ehrgeizigen, 20 Millionen Euro teuren Großprojekts zur Nachnutzung des einstigen Militärareals an der Römeresch¬straße. Im vergangenen halben Jahr haben auf dem Kasernengelände die Abrissbagger den Ton angegeben. Dem Unternehmen stehen insgesamt 10,6 Hektar zur Verfügung. Im ersten Bauabschnitt soll auf rund einem Viertel der Fläche innerhalb eines Jahres ein futuristisches Gebäude für 300 Mitarbeiter entstehen. Bei Bedarf kann später angebaut werden. Die weiteren 200 Beschäftigten des Unternehmens sind bundesweit als Servicetechniker und Systemberater im Außendienst tätig.
Der Umzug soll zwischen Weihnachten und Silvester 2011 über die Bühne gehen. Doch womöglich ziehen nicht gleich alle Abteilungen mit nach Osnabrück. Die Unternehmens-leitung überlegt, je nach weiterem Nutzungskonzept den jetzigen Sitz für Teilbereiche weiter zu nutzen.
Der geplante Gebäudekomplex erstreckt sich über 160 Meter entlang der Römereschstraße. Ein Hingucker ist der terrassenförmig angelegte, vierstöckige Verwaltungsbau auf einer Fläche von rund 4.800 Quadratmetern. Im flacheren, länglichen Gebäudeteil wird auf 5.000 Quadrat-metern das Lager mit 2.700 Paletten-Stellplätzen untergebracht. Von hier aus schickt das aufstrebende Unternehmen bald täglich rund 1.000 Sendungen mit Kaffee, Kakao & Co. an die Kunden. Mehrere Waren-Eingangs- und -Ausgangstore sollen für reibungslose Abläufe sorgen.
Der Neubau ist nötig geworden, weil Kaffee Partner weiter expandieren möchte und am alten Standort an der Robert-Bosch-Straße in Wallenhorst bereits aus allen Nähten platzt. „Hier geht arbeitsplatztechnisch nichts mehr. Im Moment können wir niemanden mehr einstellen“, beschreibt Bauherr und geschäftsführender Gesellschafter Michael Koch die aktuelle Situation. Im Laufe der Jahre sei immer wieder angebaut und zuletzt sogar Bürocontainer auf dem Hof dazugestellt worden, um das Personal unterzubringen. Weil nicht mehr genug Lagerraum vorhanden war, mussten drei Hallen anderer Firmen angemietet werden.
Der Wechsel in die Hasestadt ermöglicht Kaffee Partner eine räumliche und personelle Erweiterung. In der neuen Umgebung mit den Stadtteilen Haste, Eversburg und Dodesheide vor den Hallentoren und der Nähe zu Uni und Fachhochschule lasse sich optimal neues Personal zum Beispiel halbtags für die Telefonberatung rekrutieren, so Bauherr Dr. Andreas Ost. Die neuen Beschäftigten müssen natürlich auch untergebracht werden: Allein im ersten Teilbereich, dessen Bebauung nun beginnt, haben die Kaffeespezialisten bereits dreimal so viel Platz wie zuvor in Wallenhorst. Überdies werden ausreichend Parkplätze angelegt.
Im Zentrum des Verwaltungstraktes soll ein großes Forum als Begegnungsstätte für Besucher und Angestellte errichtet werden. „Hier werden wir zum Beispiel Wissenswertes rund um den Kaffee vermitteln und Kundenbewirtungs-Seminare durchführen“, erklärt Dr. Ost. Neben den Kunden des Hauses können daran auch Interessierte teilnehmen. Ein Bistro ist angeschlossen, in dem es leckere Kaffeespezialitäten und Snacks gibt. Darüber hinaus werden verschiedene Besprechungsbereiche eingerichtet.
Und auch die Produkt-Ausstellung darf sich ausdehnen. In Show-Räumen wird die neue Gerätegeneration effektvoll präsentiert. Sie besticht durch pure Eleganz. Automaten wie der schwarze „Ultima Duo“ mit Touchscreen sind von Top-Designern aus dem Hause Sieger Design entworfen worden. Den Schmuckstücken ist die eigentliche Funktion kaum noch anzusehen. „Der Faktor Design spielt eine immer größere Rolle für das Wohlfühl-Ambiente im Büro“, erläutert Dr. Ost einen wichtigen Teil der Unternehmensphilosophie.
Die 1935 erbaute Kaserne wurde nach dem Offizier Wilhelm Winkelhausen (1860 – 1914) benannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren dort Zwangsarbeiter untergebracht. Später übernahmen die Briten die Kaserne. Sie sind im Dezember 2008 abgezogen. Die Stadtwerke kauften der Bundesanstalt für Immobilienauf¬gaben 27,5 Hektar des Geländes ab und veräußerten einen großen Teil davon an Kaffee Partner.











