(openPR) Dem schwierigen Marktumfeld im Deutschen Einzelhandel hat sich der Fotomarkt entzogen. Mit Wachstumsraten des Umsatzes zwischen 2,90 und 6,03 Prozent hat sich der Gesamt-Markt seit 1999 permanent positiv entwickelt. Ende 2004 lagen die Umsätze von Fotoprodukten im engeren Sinne (Digitalkameras, Wechselobjektive, Elektronenblitzgeräte, Dia-Projektoren, Filme inkl. Fotofinishing und Zubehör) in Deutschland bei 4,7 Mrd. EUR (+ 4%). Ergänzt um Umsätze der peripheren Imagingprodukte wie Drucker, Scanner, Inkjet-Papiere, Patronen, Memory Cards und Aufnahmemedien sowie neue Dienstleistungen von mindestens 4,7 Mrd. EUR wurde die Traummarke von 10 Mrd. € fast erreicht.
Dennoch muss der Markt völlig neu definiert werden. Die digitale Technik macht Drucker, Speicherkarten, Handykameras und sogar das Internet zu einem für den Fotofachhandel nicht mehr wegzudenkenden Geschäftsfeld. Gleichzeitig sind Fotoartikel für eine immer größer werdende Zahl von Vertriebsformen, die mit dem klassischen Fotofachhandel ehemals nichts zu tun hatten, zum beliebten Umsatz- und Kundenbringer geworden. Die klassischen Fotofachgeschäfte, von denen 2003 noch 3.940 existierten, decken den Fotomarkt seit langem nicht mehr alleine ab. Sie profitieren zwar vom Marktwachstum, müssen aber in einigen Teilbereichen schmerzliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Vor allem die traditionellen Märkte sind rückläufig. Das Geschäft mit Bildern - als auch der Verkauf herkömmlicher analoger Kleinbild-, Sofortbild- oder Spiegelreflexkameras - verzeichnet Umsatzrückgänge. Gleichzeitig sind die Margen im boomenden digitalen Kamerageschäft eng. Die kleinen, inhabergeführten Fotogeschäfte haben es wegen des Konkurrenzkampfs mit einer wachsenden Vielzahl von Wettbewerbern besonders schwer. Kauf- & Warenhäuser, Elektro-Fachgeschäfte, Elektro-Fachmärkte, Computer Shops und Systemhäuser wollen vom wachsenden Kuchen profitieren und setzen wie die klassischen Foto-Fachgeschäfte auf attraktiven Dienstleistungen rund um Beratung, Service sowie Finanzierung. Zusätzlich haben Großvertriebsformen Kostenvorteile. Verbrauchermärkte, Lebensmitteleinzelhändler, Drogeriemärkte und Discounter können Teile des Fachhandel-Sortiments deshalb zu Niedrigstpreisen anbieten. Digitalkameras standen im Zeichen der „Schnäppchen-Schiene“ und der Lebensmitteldiscounter.







