(openPR) Vom 13. November 2010 bis 23. Januar 2011 präsentiert die CARICATURA – Galerie für Komische Kunst im KulturBahnhof Kassel das kongeniale Bild-Text-Gespann Michael Sowa und Axel Hacke mit der Ausstellung „Der weiße Neger Wumbaba“. Der Ausstellungstitel zitiert den gleichnamigen gemeinsamen großen Bucherfolg der beiden Künstler. „Der weiße Neger Wumbaba“ – mit über einer Million verkauften Exemplaren ist „das kleine Handbuch des Verhörens“ ein Bestseller und eines der erfolgreichsten Bücher Axel Hackes, dem mittlerweile zwei Fortsetzungen folgten.
Die Bildwelten zu Hackes Texten schafft der Berliner Maler Michael Sowa. Er gehört zu den herausragenden Malern im Genre der Komischen Kunst. Bekanntheit erlangte Sowa aber auch durch den Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (2001), in dem einige seiner Werke zu sehen waren.
Sowas beliebteste Motive sind Tiere, vor allem Schweine. Eine fliegende „Autobahnsau" etwa oder Zugschweine, die sich auf Telegraphendrähten sammeln. Der Reiz seiner Bilder liegt in der Verbindung von altmeisterlicher Maltechnik und komischem Inhalt.
Die Idee zu einem „Handbuch des Verhörens“ kam Axel Hacke, nachdem er in seiner Kolumne „Das Beste aus meinem Leben“ im Magazin der Süddeutschen Zeitung etwas zum Thema geschrieben hatte und sich in der Folge vor Zusendungen Gleichgesinnter nicht mehr retten konnte. Er kam zu dem Schluss, dass kaum ein Mensch je einen Liedtext richtig verstehe und diese wohl überhaupt nur dazu da seien, „den Menschen Material zu liefern, damit ihre Phantasie wirken kann“.
Die Kolumne, in der Hacke seit 1997 (seit 2008 unter dem Titel „Das Beste aus aller Welt“) das Leben als Mann umzingelt von Alltag, Frau und Kindern sowie dem sprechenden Kühlschrank Bosch, schildert, erschien bereits 2003 ebenfalls in Buchform – im Kunstmann Verlag wie auch alle anderen gemeinsamen Produktionen. Hierfür, wie auch für „Wortstoffhof“ (2008), eine Sammlung von Sprachgeschichten, lieferte Michael Sowa den Coverentwurf. Im Jahr 2007 war die Kolumne Grundlage für eine achtteilige ARD-Fernsehserie.
In der Wumbaba-Trilogie kulminiert die Zusammenarbeit zwischen Axel Hacke und Michael Sowa, die bereits 1993 mit „Der kleine König Dezember“ begann. Es folgten „Hackes kleines Tierleben“ (1995) sowie „Ein Bär namens Sonntag“ (2001) ehe eben im Jahre 2004 Wumbaba das Licht der Welt erblickte. Insgesamt entstanden elf gemeinsame Bücher.
Ein weiterer gemeinsamer Erfolg war die Neuauflage von Hackes Buch „Der kleine Erziehungsberater“ im Jahr 2006. In diesem finden sich Texte aus seiner ersten gleichnamigen Kolumne in der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 1990. Das Buch wurde seither über eine Million Mal verkauft und stand zwei Jahre lang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
Für gut zwei Monate verwandelt sich die CARICATURA Galerie in ein Kabinett der Seltsamkeiten wie dem Erdbeerschorsch (Erzbischof), dem Scharlachwürstchen (Czardasfürstin) und den Brusttätowierten (Prostituierten), aber auch solchen aus den anderen Büchern des Duo Infernale. In einem Querschnitt aus dem gemeinsamen Werk finden sich Prálinek, der wundersame kleinen Roboter, der kleine König Dezember, ein Bär namens Sonntag und weitere märchenhafte Wesen.
Die Kasseler Sparkasse übernimmt den Eintritt für die ersten 30 Schulklassen.
Ausstellungsdauer: 13. November 2010 bis 23. Januar 2011
Öffnungszeiten: Do, Fr 14 bis 20 Uhr und Sa, So, feiertags 12 bis 20 Uhr.
Ort: CARICATURA – Galerie für Komische Kunst, Rainer-Dierichs-Platz 1, Kassel
Eintritt: 3 Euro
Öffentliche Führung: Jeden Sonntag um 15 Uhr
Biografie Axel Hacke
1956 in Braunschweig geboren,
Studium in Göttingen und München,
Deutsche Journalistenschule München,
1981 bis 2000 Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung,
zunächst als Sportreporter, danach als politischer Kommentator,
seit 2000 freiberuflicher Kolumnist und Schriftsteller,
1996 Kinderhörspielpreis des MDR für „Der kleine König Dezember“.
Biografie Michael Sowa
1945 in Berlin geboren, lebt und arbeitet in Berlin,
Kunstpädagogik-Studium,
seit 1975 freier Maler und Zeichner,
veröffentlicht u. a. im Satiremagazin Titanic,
zahlreiche Illustrationen für Bücher und Buchcover
1995 mit dem Olaf-Gulbransson-Preis ausgezeichnet. 2004 Berliner Buchpreis für „Prinz Tamino“
2009 Ausstellungen in Tokyo, Kyoto und Yokohama
Gemeinsame Bücher im Verlag Antje Kunstmann
Die Wumbaba-Trilogie: Limitierte Sonderausgabe im Schuber, 2010
Wumbabas Vermächtnis, 2009
Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück, 2007
Der weiße Neger Wumbaba, 2004
Alle Jahre schon wieder, 2009
Wortstoffhof, 2008
Der kleine Erziehungsberater, 2006
Der kleine König Dezember, 2006
Ein Bär namens Sonntag, 2006
Prálinek: Eine Weihnachtsgeschichte, 2005
Das Beste aus meinem Leben, 2003
Hackes kleines Tierleben, 2000
Übersetzungen ins Englische, Französische, Japanische, Koreanische, Spanische, Chinesische, Dänische, Portugiesische, Holländische, Italienische, Thailändische, Norwegische, Tschechische, Polnische, Hebräische und Litauische













