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Software von Sterling Commerce erleichtert Reform des brasilianischen Zahlungssystems

04.11.201016:37 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Das brasilianische Interbankenzahlungssystem CIP (Câmara Interbancária de Pagamentos) setzt Sterling Managed File Transfer zur Automatisierung der Zahlungsabwicklung und Standardisierung der Prozesse ein.

Amsterdam – 27. Oktober 2010 – Auf der Fachmesse Sibos gab Sterling Commerce, ein Unternehmen der IBM (NYSE:IBM), bekannt, dass das brasilianische Interbankenzahlungssystem CIP, Sterling Managed File Transfer (MFT) erfolgreich implementiert hat. CIP verfolgt die Zielsetzung, Brasilien zum Finanzzentrum Lateinamerikas zu machen und setzt Sterling Managed File Transfer (MFT) seit einiger Zeit als sichere, skalierbare und zuverlässige Plattform für die elektronische Darstellung von Rechnungen ein.



Außerdem kann das CIP mit Sterling MFT seinen Mitgliedern DDA (Débito Direto Autorizado) anbieten. DDA ist eine elektronische Lösung, die für reibungslose Abrechnungs- und Rechnungstransaktionen zwischen Bankkunden in Brasilien entwickelt wurde.

In Brasilien wurde seit den Neunzigern stark in IT und Systemautomatisierung investiert, um auf diese Weise eine länger als 10 Jahre dauernde Periode galoppierender Inflation zu überwinden. Bei seiner Gründung im Jahr 2001 leitete CIP eine Reform des brasilianischen Systems für die Zahlungsabwicklung ein und errichtete eine Infrastruktur, die als Basis für die Entwicklung des DDA-Systems diente. Seit der Einführung von DDA im Oktober 2009 sind bereits mehr als 153 Millionen elektronische DDA-Rechnungen über die Sterling MFT-Plattform verarbeitet worden.

DDA stellt ein standardisiertes Zahlungsformular bereit, das für die Erfassung von B2B (Business-to-Business)- und B2C (Business-to-Consumer)-Abrechnungen und Rechnungen genutzt wird. Als technische Grundlage für das DDA-System vertraut CIP auf Sterling MFT als bewährt kostengünstige und sichere Plattform für die Übertragung aufgabenkritischer Dokumente und die Unterstützung eines hochvolumigen Datendurchsatzes. Das Marktpotenzial für DDA wird auf über 3 Milliarden Rechnungen pro Jahr beziffert, die bislang noch im Papierformat übermittelt werden. Durch die Standardisierung kann die Dauer der Zahlungsabwicklung von bisher acht auf zwei Tage reduziert werden.

CIP entschied sich auch deswegen für Sterling MFT, weil diese Lösung die in der Kommunikation der Banken, des CIP und der brasilianischen Zentralbank über ihre privaten Netze am häufigsten genutzten Verschlüsselungsverfahren unterstützt. Ein weiterer ausschlaggebender Aspekt war für CIP die Fähigkeit von Sterling MFT, die Sicherheit der Übertragung sowie die nahtlose Integration in vorhandene CIP-Anwendungen zu garantieren, weil sich so das Betrugsrisiko reduziert und ein schnellerer und einfacherer Dateiaustausch zwischen den Banken möglich ist. Außerdem ermöglicht die Plattform durch ihre hohe Ausfallsicherheit einen unbeaufsichtigten Betrieb rund um die Uhr. Zusätzlich bietet die Lösung einen vollständigen Audit-Trail aller Datenbewegungen.

„Durch die durchgängige Automatisierung der Zahlungsprozesse innerhalb der Banken-Community hat CIP eine Schlüsselfunktion für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Brasiliens Wirtschaft“, kommentiert Jim Gahagan, Global Financial Services Executive bei Sterling Commerce. „Gesteigerte Agilität und mehr sicherere Transaktionen durch CIP kommen dem brasilianische Zahlungssystem zugute und sorgen für ein niedrigeres Betrugsrisiko und einer schnelleren Zahlungsabwicklung. Diese Verbesserungen helfen dabei, Brasilien in Lateinamerika als Wirtschaftszentrum aufzustellen und setzen mit Best-Practice-Verfahren für Zahlungstransfersysteme weltweit Maßstäbe."

„Wir denken, dass DDA auch in anderen Ländern und Rechtssystemen implementiert werden könnte, denn das System bietet eine Reihe von Vorteilen für alle Beteiligten – große Unternehmen, kleine Händler, Verbraucher und Banken“, führt Joaquim K. Kavakama aus, CEO des CIP. „Mit Hilfe von Sterling Commerce konnten wir DDA als nationalen Standard etablieren. Als nächsten Schritt sehen wir die Weiterentwicklung von DDA zu einem international ausgerichteten System für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und damit als Instrument für das Zukunftswachstum des CIP an.“

CIP ist ein Vorstandsmitglied der International Payments Framework Association (IPFA), eines Verbands, der sich für die Standardisierung des Zahlungsaustauschs auf internationaler Ebene einsetzt, um die Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen zu erleichtern. CIP ist eine Non-Profit-Organisation mit einem Zusammenschluss von 42 Mitgliedsbanken, die durch ihre Aktivitäten zur Reduzierung der systemeigenen Risiken innerhalb des gesamten brasilianischen Bankensektors beigetragen hat. Im Jahr 2009 betrug das Transaktionsvolumen von CIP 1,8 Milliarden mit einem Wert von 6,2 Billionen brasilianischen Real.

Sterling Commerce präsentiert seine Lösungen auf der Sibos 2010 in Amsterdam am Stand C216.

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