(openPR) Chris aus Tirol hat mit dem Spot noch eine Rechnung offen: „Früher oder später mach´ ich´ s!“ Aber erst einmal verzichtet er auf das road gap, einen irrwitzigen Sprung mit dem Snowboard, den Hügel hinab über eine Landstraße und dann weiter den Abhang hinunter.
Zu stark ist das ungute Gefühl im Bauch, zu groß die Sorge, auf die Leitplanke zu stürzen. Eine Woche zuvor war ein Freund bei einem ähnlichen Versuch schwer verunglückt. Chris ist einer der acht Sportler, die Regisseur Dee Dee Wallauer in seinem Film RIDE ON II portraitiert; neben einem weiteren Snowboarder zwei Skater, einen Surfer und drei Freestyle-Motocross-Fahrer. Deren atemberaubende Akrobatik am Motorrad, kopfüber in zehn Meter Höhe durch die Luft fliegend, lässt Evel Knievel übrigens aussehen wie ein Greenhorn auf dem Verkehrsübungsplatz. Dennoch ist der Film meilenweit entfernt von den üblichen, Testosteron triefenden Extremsportclips, wie man sie aus dem Privatfernsehen kennt. In ruhigen und entspannten Gesprächen mit den Protagonisten, die meisten jenseits der 30, ist Respekt und bisweilen auch ein sympathisches Zögern gegenüber ihren oftmals lebensgefährlichen Aktionen spürbar. Mit „Still fun, but a lot of pain.” beschreibt der Skater Duncan sein Befinden nach einer Session in einem leeren Swimming Pool. In diesen Momenten transzendiert der Film (den zu Unrecht so genannten) Fun-Sport zu einer Action-Reflexion über das Setzen, Einhalten und Überwinden von Grenzen.
Der Film endet mit einer schönen Reminiszenz an MORNING OF THE EARTH, Albert Falzons poetischem Meisterwerk aus den 70ern. Clayton, der Surfer aus Bali, reitet die Wellen von Uluwatu, die durch Falzons Film zum Mythos wurden.
Website: http://www.wallauerpictures.de
Starring: Duncan Houlton, Tom Wolny, Tobi Immler, Fabian “Fab” Bauersachs, Moritz Redenbacher, Martin Broich, Chris “Cab” Percival , Clayton Barr
Directed By: Dee Dee Wallauer
Awards: Official collection "exground filmfest 2010"
Plot Outline: RIDE ON II











