(openPR) Wenn’s um die Entscheidung beim Ehenamen geht, so scheint die jahrhundertealte Tradition zur Übernahme des Nachnamens des Bräutigams weiterhin die beliebteste Wahl unter Brautleuten zu sein: Denn auch heute entscheiden sich deutsche Brautpaare in mehr als 80% der Fälle für den Nachnamen des Bräutigams als Ehe- bzw. Familienname. Diese und weitere interessante Tatsachen ergab unsere kürzlich erhobene Umfrage zur Wahl des Ehenamens unter 500 Bräuten auf unserem Hochzeitsportal www.Brautpunkt.de.
Sind deutsche Brautpaare in der Frage des Ehenamens einfach sehr traditionsbewusst oder gibt es weitere gute Gründe für die Wahl des Bräutigam-Namens? Ein Blick ins Brautpunkt-Forum beim Thema "Seinen Nachname übernehmen vs. eigenen behalten" gibt Aufschluss und liefert zusätzliche Erklärungen. So ist für viele Brautpunkt-Bräute der Namenswechsel ein eigentliches Bekenntnis zum zukünftigen Ehemann, ein Neuanfang in die neue Lebensphase der Ehe. Zudem ist es vielen wichtig, nicht nur die Liebe zum Partner, sondern auch den Namen zu teilen – gerade auch im Hinblick auf gemeinsame Kinder, die den gleichen Namen tragen sollen. Der etwas lästige Papierkram zur Änderung der persönlichen Dokumente wie Personalausweis, Führerschein wird dabei einfach als notwendig angesehen – denn einen der beiden Brautleute trifft es ja so oder. So schreibt eine Braut im Forum: „Auch wenn das Stress bedeutet mit Perso abändern usw., aber ich werde glücklich darüber sein. Dann weiß ich auch offiziell dass ich zu ihm gehöre!“
Andererseits gibt es auch ganz praktische Gründe für die „Abgabe des Nachnamens“ wie zum Beispiel ein nicht so schön klingender oder auch ein komplizierter, wenig bekannter Name, der stets am Telefon buchstabiert werden muss. Auch Uneinigkeiten mit der Familie oder aber die Herkunft eines Nachnamens (z.B. der Name des nicht-leiblichen Stiefvaters) tragen dazu bei, dass die Eheschließung als gute Gelegenheit angesehen wird, um einen ungeliebten Namen auf praktische Weise „los zu werden“.
Aber natürlich gibt es auch triftige Gründe für die Minderheit derjenigen Bräute, die ihren Nachnamen unter allen Umständen behalten möchten. Gründe dafür sind meistens „ein vom Aussterben bedrohter“, seltener oder traditionsreicher Nachname. In einigen Fällen nimmt der Bräutigam auch den Namen der Braut an, da die Kinder aus einer früheren Beziehung wie die Mutter heißen, und dies auch in Zukunft so bleiben soll. Ein spezifischer Grund könnte zudem der Beibehalt des Brautnamens sein, wenn ein Geschäft unter diesem Namen übernommen und weitergeführt werden soll.
So könnte man meinen, dass Doppelnamen sich großer Beliebtheit erfreuen, da ein Brautpaar so ja beide Namen weiterhin tragen kann. Denn einige Bräute führen als Grund auf, sich nicht ganz von ihrem Namen bzw. ihrer bisherigen Identität trennen zu wollen oder zu können. Aber wie die Umfrage zeigt ist dies nicht besonders oft der Fall. Interessanterweise bleiben Doppelnamen in Deutschland weiterhin die große Ausnahme. Lediglich ein Zehntel der Paare entscheiden sich für einen Namen, bei dem entweder die Frau einen Doppelnamen trägt (in 7,2% der Fälle), beide dies tun (1%) oder aber noch seltener der Mann dies tut (0,8%). Die Gründe dafür sind sicherlich auch die Familienplanung, denn die wenigsten der Paare möchten, dass die Kinder nicht den gleichen Namen tragen wie beide Elternteile. Eine amüsante Gegebenheit ist dazu im Brautpunkt-Forum zu lesen. Die Tochter kommentiert vor der Hochzeit ihrer Mutter (eine Brautpunkt-Userin) in Bezug auf deren Annahme des Familiennamens auf lustige Weise: "Na Mama, bist Du schon aufgeregt? Ab morgen gehörst Du zu uns!"
Unsere identische Umfrage auf unseren weiteren Portalen www.Fairelanoce.fr (Frankreich) und www.Finalstitch.co.uk (England) hat übrigens ergeben, dass sich deutsche Brautpaare im europäischen Vergleich am wenigsten für einen Doppelnamen entscheiden. In Frankreich ist dies beispielsweise mehr als doppelt so häufig der Fall. Dafür aber nehmen beispielsweise deutsche Männer viel öfter vollständig den Namen der Braut an (in 7.2% der Fälle) als französische (1.8%) oder britische (3.3%) Männer. Im Großen und Ganzen ist ein neuer Nachname für viele Brautleute überhaupt nicht eine Qual, sondern sogar eine wahre Freude!













