(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Industrie in Europa brummt wieder, was sich an einer stärkeren Auftragslage bemerkbar macht. Die Aktienmärkte hörten dies mit Freude und weil andere Nachrichten Mangelware waren, dockten auch die Rohölpreise an diese Entwicklung an. Das brachte für deutsche Heizölkunden leichte Aufschläge mit sich. Dennoch sind die Preise relativ günstig. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt meistenteils, dass die Preise von nun an steigen können.
Da maßgebliche Wirtschaftsdaten heute Mangelware sind, orientierten sich die Ölpreise – wie so oft, an den Aktienkursen. Diese kletterten vor allem in Europa aufgrund stark gestiegener Auftragseingänge in der Industrie und zogen so die Rohölnotierungen um rund 1 US-Dollar mit nach oben.
Für Mut und Phantasie bei den Anlegern dürften auch die Aussichten von China und Indien gesorgt haben. Das Reich der Mitte verbrauchte im September 8,768 Millionen Barrel am Tag – zwar etwas weniger als erwartet, nicht destotrotz rund 10 Prozent des weltweiten, täglichen Ölverbrauchs. Zudem wurde bekannt, dass die Chinesen sich an einem riesigen Ölfeld in Ghana beteiligen, um ihren wachsenden Öldurst zu stillen. Indien will weg von der heimischen Kohle, weil diese spätestens in 45 Jahren aufgebraucht ist. Im Subkontinent möchte man verstärkt Gas und Öl importieren, was jedoch aufgrund der geografischen und politischen Lage schwierig ist. Die Inder wollen deswegen ihre guten Beziehungen zu Saudi-Arabien ausbauen und denken zudem über mehrere Pipelineprojekte mit den ölreicheren Nachbarn nach.
Für Heizölverbraucher in Deutschland änderte sich heute wenig. Die Preise folgten moderat den internationalen Entwicklungen. BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau ermittelte 67,56 Euro als bundesdurchschnittlichen Preis für die 100-Liter-Partie Heizöl EL (bei einer Gesamtmenge von 3.000 Litern). Das sind 24 Cent mehr als am Freitag. Zum Vergleich: Vor einem Jahr kostete die gleiche Menge 60,75 Euro, 2008 waren es 75,06 Euro und 2007 vergleichbare 65,92 Euro.
Außer 2008, als sich die Rohölpreise im Sommer auf einem Allzeithoch befanden und mit ihnen die Heizölnotierungen bis zum Jahresende um rund 24 Euro absanken, stiegen die Preise bis zum Ausklingen der Heizperiode im folgenden März/April immer kontinuierlich an – 2007 um rund 13 Euro und 2009 um 4 Euro. Da die bisherigen Verläufe von 2010 noch am ehesten mit diesen beiden Jahren zu vergleichen sind, ist auch derzeit mit einem Ansteigen zu rechnen. Heizölverbraucher sollten sich also jetzt eindecken und nicht auf fallende Preise hoffen. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.










