(openPR) Richtig dichten ist schon eine Kunst für sich: Zumindest, wenn Dichtungen aus den gleichen Rohstoffen bestehen und ähnliche Eigenschaften aufweisen, kann die Entscheidung schwerfallen – wie etwa bei Moosgummi und Zellkautschuk. Dichtungsspezialist REXIO ( rexio.de ) klärt auf, was bei der Auswahl zu beachten und welches Dichtungsmaterial für welche Zwecke optimal geeignet ist.
„Gerade was Moosgummi und Zellkautschuk anbelangt, tun sich selbst Experten manchmal schwer“, erläutert Jürgen Zimehl, Geschäftsführer von REXIO. „Diese Materialien werden zudem oft miteinander verwechselt oder falsch bezeichnet, was die Sache nicht einfacher macht.“ Dabei sei es im Grunde ganz einfach, sich über die Unterschiede und die Anwendungsmöglichkeiten klar zu werden...
Materialstruktur bestimmt Einsatzbereich
Gemeinsam ist Moosgummi und Zellkautschuk, dass sie aus denselben Rohstoffen bestehen, häufig aus EPDM, CR, NR, NBR oder SBR. Durch differierende Herstellungsverfahren unterscheidet sich jedoch die Materialstruktur grundlegend: Während Moosgummi überwiegend offene Zellen aufweist und eine dichte, robuste und elastische Außenhaut hat, besteht Zellkautschuk aus geschlossenen Zellen und eine Außenhaut fehlt.
„Durch die Außenhaut sind Moosgummi-Dichtungen vor Fremdeinwirkungen zwar grundsätzlich besser geschützt“, erklärt Zimehl, „wird die Oberfläche aber beschädigt, kann sich Moosgummi durch die Kapillarwirkung der offenen Zellen mit Flüssigkeit vollsaugen.“ Bei Zellkautschuk mit seiner porösen Struktur, aber geschlossenen Zellen, bestehe diese Gefahr hingegen nicht – solche Dichtungen seien daher praktisch luft- und wasserdicht.
„Wo mit Abrieb und Einwirkungen von außen zu rechnen ist, ist Moosgummi aufgrund der festen Außenhaut in jedem Fall die bessere Wahl“, rät Zimehl. „Bei rauen Oberflächen und feinen Dichtungen hingegen ist Zellkautschuk mitunter besser geeignet, denn dieses Material passt sich besonders gut an Unebenheiten an und benötigt weniger Anpressdruck. Eine Kompression über 50 Prozent sollte indes bei beiden Dichtungsarten vermieden werden, um die Materialstruktur nicht zu beschädigen.“












