(openPR) GERSTETTEN, 18.10.2010. Die ÖDP-Gemeinderatsfraktion äußerte in der letzten Gemeinderatssitzung große Besorgnis über die stark ansteigende Kostenentwicklung beim Bau der Abwasserfernleitung nach Heidenheim. ÖDP-Gemeinderat Gerd Eckhardt erneuerte zu Beginn der Gemeinderatssitzung seinen Antrag wonach die aktuelle Gesamtkostenfortschreibung endlich veröffentlicht und diskutiert werden müsse.
In seinem Plädoyer brachte Gerd Eckhardt wenig Verständnis für die erst jetzt bekannt gewordene Kostenexplosion bei den Pumpen und der Elektrotechnik zum Ausdruck: "Ursprünglich waren für dieses Gewerk 1,9 Mio. Euro veranschlagt, im Juli 2010 stiegen die kalkulierten Kosten auf 2,5 Mio. Euro und jetzt sind wir dann bei 3,1 Mio. Euro." Aufgrund kurzer Abschreibungszeiträume für Pumpen und Technik schlagen sich, nach Meinung Eckhardts, gerade Kostensteigerungen in diesen Bereichen vermehrt in den Abwassergebühren nieder.
"Was kommt da noch alles auf uns zu?" Mit diesen Worten pflichtete Dr. Otto-Stephan Mühleck seinem ÖDP Fraktionskollegen bei und richtete seine Kritik vor allem in Richtung Landratsamt. Wenn das Landratsamt, so der ÖDP-Fraktionsvorsitzende, mit seiner zusätzlichen Forderung nach einer Abluftanlage weitere Kosten produziere, sei dies ein Unding, schließlich hätten dem Amt schon frühzeitig sämtliche Unterlagen und Planwerke vorgelegen. Dr. Mühleck im Anschluss an die Gemeinderatssitzung: "Das Bürgerbegehren zur Abwasserfernleitung wurde im Jahr 2009 vom Landratsamt abgelehnt, weil angeblich ein Kostendeckungsvorschlag gefehlt habe. Ich denke es wird Zeit, dass die Gesamtkostensituation auf den Tisch kommt und das Landratsamt und die Gemeinde ebenfalls in einem Kostendeckungsvorschlag offen legen, wie sie die Mehrkosten für die Variante nach Mergelstetten aufbringen wollen".













