(openPR) Das Kunstmuseum gehört zu eines der interessantesten Museen in der Rhein-Sieg-Region.
Das Erich Wilker Museum in Lohmar vermittelt in einem außergewöhnlichen Kunsthaus ein grundlegend neues Sinnbild und Verständnis von Kunst, von Sinn- und Lebensfindung in einer Zeit, die noch immer von der Postmoderne und den ideologischen Auflösungserscheinungen des 19. Jahrhunderts bestimmt wird. Das Erich Wilker Museum dokumentiert ein anderes Verständnis von Wirklichkeit und Verantwortung, von der Selbstbestimmung des Menschen, von den zentralen Fragen in unserer Zeit und Existenz. Dem Besucher wird eine neue “bildliche” Schnittstelle und Perspektive, ein neues Weltbild vermittelt, von den frühen Anfängen menschlicher Bildkunst bis zur Moderne unserer Zeit, insbesondere Werke von Joseph Beuys und Erich Wilker.
In einer weiteren Sonderausstellung zeigt das Erich Wilker Museum das heute nahezu unbekannte Frühwerk postmoderner Bildkunst in Deutschland. Das Jugendwerk (1947-1954) und die NADA-Periode (1959-1962) von Erich Wilker werden im Erich Wilker Museum erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Entgegen der weit verbreiteten Darstellung der sogenannten „Neuen Wilden” nimmt Erich Wilker viele Varianten der heute renommierten Kunst stilistisch um Jahrzehnte vorweg und muss als der Wegbereiter postmoderner Bildkunst in Deutschland genannt werden. Für den 19jährigen waren diese Studien eine notwendige Phase der Restauration und Rückbesinnung, um nach der gegenstandslosen Bildkunst wieder zu einem Dialog mit der Wirklichkeit zu finden. Im Gegensatz zu den Neuen Wilden, die bis heute an dem Variieren postmoderner Kunst festhalten, verzichtet Erich Wilker auf jede monumentale und malerische Aufwertung. Mit der KONZEPT-Periode 1966 bis 1970 überwindet er erstmals das Verständnis postmoderner Bildvorstellung und begründet ein grundlegend neues Darstellungsprinzip von Wirklichkeit.
Aus Protest gegen den zu seiner Zeit bestimmenden Zeitgeist entstehen zwischen 1986 und 1987 einige großformatige Bilder, in denen Erich Wilker seine Enttäuschung, den Mangel an Objektivität und Sachverstand der kulturschaffenden Institutionen, Galerien und Museen zum Ausdruck bringt.
Mit diesen für Erich Wilker ungewöhnlich großformatigen, zumeist dunkel gehaltenen Bildern, die durch ihre schnelle, expressive Malweise und Betonung der Farbe an sein Jugendwerk erinnern, vollzieht er ganz bewusst einen stilistischen Rückgriff, um auf den inneren Gehalt der Postmoderne hinzuweisen. Die stilistischen Grobheiten, der schnelle, unkonzentrierte und willkürliche Strich, die Ungenauigkeiten und Fratzenbilder symbolisieren das politische Zerrbild seiner Zeit, das in der Opportunität, dem Schockieren und der Zerstörung von traditionellen Werten ein Leitbild für eine Kultur- und Spaßgesellschaft gefunden hat.













