(openPR) Seit einigen Jahren findet in den westlichen Industriestaaten eine kontinuierlich wachsende Rückbesinnung auf traditionelle Werte statt. Werte wie Familie und Herkunft gewinnen an Bedeutung. Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit sind wieder gefragt. Konservative und grüne Parteien bekommen Zuwachs. Der Ruf nach einer intakten Umwelt wird immer lauter. Zu diesem Trend gibt es - wie sollte es auch anders sein - eine stetig wachsende Zielgruppe: Die LOHAS.
LOHAS steht für "Lifestyle of Health and Sustainability". Nach verschiedenen Studien gehören ca. 30% der Bevölkerung der westlichen Welt diesem Megatrend an. Es handelt sich eigentlich um unterschiedlichste Zielgruppen, die bisher von ihrem Konsumverhalten unvereinbar schienen. Lohas wollen Gesundheit und Einklang mit der Natur - aber ohne Verzicht auf Luxus. Lohas wollen gesunde Ernährung - aber einfach und mit Geschmack. Lohas suchen umweltfreundliche Autos - aber schnell und komfortabel sollten sie sein. Lohas wollen mit regenerativen Energien heizen - aber dabei nicht auf Wohnkomfort verzichten. Hier entsteht eine Konsumentengruppe, die verstärkt Wert auf Marken und Produkte legen, die für Authentizität, Transparenz und Qualität stehen. Lohas passen in keine Generationenschublade und lassen sich keinem eindeutigen sozialen Milieu zuordnen.
Green Business - Green Responsibility - Green Communication.
Nachhaltigkeit, ein Begriff, der schon vor hundert Jahren beim Ackerbau und in der Forstwirtschaft auftauchte wird mehr und mehr zum Kernbegriff. Wir haben einen Wendepunkt erreicht, an dem wir selbst entscheiden werden ob und wie folgende Generationen auf diesem Planeten existieren werden. Viel zu lange schienen die Begriffe Ökonomie und Ökologie widersprüchlich und die Verfechter der Prioritäten Umwelt und Wirtschaft betrachteten sich als Gegner. Diese Sichtweise ist nun endgültig überholt. Die Verbraucher und Märkte der Zukunft fordern nachhaltiges Denken und Handeln von uns allen. Diese neue Denkweise, dieser demografische Wandel bei den Werten eröffnet ungeahnte neue Perspektiven. Die Märkte in den Industrieländern sind faktisch gesättigt. Wir haben eigentlich alles, genügend Luxus, Autos, Häuser, etc. Aber unsere Produkte entsprechen nicht unseren Anforderungen. Branchen wie die Lebensmittelindustrie, die Bauwirtschaft, die Gebäudetechnik, die Automobilindustrie und viele mehr haben milliardenschwere Märkte vor sich, wenn es darum geht Produkte mit neuen Technologien zu versehen. Der gesamte Gebäudebestand wird energetisch modernisiert werden müssen, ökonomische Antriebstechnologien für Automobile werden die Herzen und Geldbeutel der Verbraucher öffnen und die Lebensmittelindustrie wird dann boomen, wenn die Produkte natürlich, gesund, schmackhaft und komfortabel sind.
Hier öffnen sich neue Märkte, die aus dem natürlichen Bedürfnis der Verbraucher entstehen. Unternehmen, deren Philosophie selbstverständlich auf Nachhaltigkeit, mit Blick auf die Menschen und ihre Umwelt ausgerichtet ist, also die "Green Business" betreiben und kommunizieren, werden langfristig zu den Gewinnern gehören. Die Unternehmen, die diesen Wandel ignorieren oder "Green Washing" betreiben, also sich nach außen "Grün" darstellen, aber nicht danach handeln, werden schnell entlarvt und das Verbrauchervertrauen und somit ihre Kunden verlieren.
Vertrauen erntet nur die authentische Marke.
Die "Green Communication" beinhaltet also mehr als ein ÖKO-Label auf der Wasser einsparenden Armatur oder etwa die Verwendung von chlorfrei gebleichtem Papier. Hierzu gehört eine glaubwürdige Unternehmensphilosophie, die durchgängig den Begriff "Nachhaltigkeit" lebt – von der Geschäftsführung bis zum Pförtner. Hierzu gehören Produktzyklen von der Entwicklung bis zur Entsorgung, die Positionierung und die Formulierung der Kernaussagen (USPs), Sponsoring-Aktivitäten, der eigene Fuhrpark und vieles mehr.
Umwelttechnologien und Anbieter regenerativer Energiekonzepte gehören schon heute zu den Gewinnern von morgen. Anbieter von gesunden und authentischen Lebensmitteln boomen und die Hybridautos der Asiaten sind auf dem besten Weg die deutsche Vormachtstellung im Automobilbau zu kippen. Die Kommunikation für "Green Business" Unternehmen muss auf einem Fundament der selbstverständlichen Nachhaltigkeit den Nutzen der neuen Produkte darstellen.
Unternehmen und Marken, die nachhaltig kommunizieren und sich langfristig erfolgreich positionieren wollen, werden eine "grüne Philosophie" durchgängig entwickeln, leben und kommunizieren müssen. Dies gilt nicht nur für die Hersteller und Vertreiber von direkten "Umweltprodukten" wie Energie, Lebensmittel, etc. Die Akzeptanz eines Produktes steht in direkter Abhängigkeit zu der Positionierung des Unternehmens. Es gilt also eine nachhaltige und Umwelt- sowie menschenfreundliche Ausrichtung des gesamten Unternehmens sowie der Produktzyklen vom Einkauf des Rohmaterials bis zur Entsorgung zu vermitteln. Das schafft Sympathie und Vertrauen bei den Verbrauchern. Langfristig werden Unternehmen, die sich darüber hinweg setzen von den Märkten und den Verbrauchern abgestraft.
Die Kommunikation solcher Unternehmen oder Marken muss natürlich genauso den Erwartungen an Authentizität, nutzenorientierte Information und Verbrauchernähe entsprechen. Hohle Werbephrasen und leere Versprechungen, so genanntes "Green Washing" ist in Zukunft keine Erfolgsformel. Mehr denn je will der Verbraucher eine echte Beziehung zu seinem Produkt und dessen Herkunft.












