(openPR) Die 2. Ausgabe des „Europe Blues Train Festivals“ startet am 19. Oktober in Berlin. Das Festival schafft eine Begegnung zwischen Musikern aus verschiedenen europäischen Ländern, die alle ihren eigenen Stil innerhalb des Genres „Blues” gefunden haben, geprägt von ihrer eigenen Kultur
Der Blues Train startet wie im letzten Jahr in seiner Homebase Berlin und stellt in einer Reihe von Konzerten Blues-Protagonisten aus Tschechien und Berlin vor. Danach reist er weiter nach Prag, wo in der Palac Akropolis Berliner Künstler einen Blues-Train-Abend gestalten. Integriert in bedeutende tschechische Festivals treffen einige Künstler der Blues-Train-2009 Edition einander wieder: Lubos Andrst und Jesse Ballard gastieren mit ihren Bands am gleichen Abend beim „Festival of Swing Music“ im Kulturhaus der Tschechischen Eisenbahner in Prag sowie im nordtschechischen Städtchen Horice im Rahmen der „Jazz-Nights-Horice“. Mit Nitra in der Slowakei hat der Train 2010 das 3. Europäische Land erreicht.
Initiator des EUROPE BLUES TRAIN FESTIVALS ist Joe Kucera, Musiker und langjähriger Künstlerischer Leiter des Berliner JazzMeetings. Der Saxophonist aus Prag, der in Berlin seine neue Heimat gefunden hat, ist in beiden Metropolen zu Hause. Er kennt die Musik, die Künstler, die Szenen von Berlin und Prag, die Besonderheiten von Musik und Ausdruck, und es ist ihm ein aufrichtiges Anliegen, Begegnung und Austausch herzustellen – persönlich und musikalisch. In der Umsetzung wird er unterstützt von der Berliner Künstler- und Event-Agentur art.e.m von Birgit Bogner und dem internationalen Kunstverein pro arte vivendi.
Das Europe Blues Train Festival will auf ein interessantes Phänomen aufmerksam machen: nicht nur in den USA, auch in Europa hat der Blues in jedem Staat, in jeder Stadt ein anderes Gesicht, ist geprägt durch die Mentalitäten der Musiker, aber auch die Einflüsse oder Restriktionen der Regime und der vorhandenen oder fehlenden Medien. Auch andere Stilrichtungen wirken auf die Blues-Train-Interpreten.
Das Publikum erlebt den Gitarristen Charlie Eitner, der von der Rockmusik zum Blues kam, und wie er sich von seinem Kollegen Nick Katzman unterscheidet, der das gleiche Instrument spielt, aber die klassische Blues-Auffassung bedient. Vielleicht stellt sich auch die Experten-Frage, ob es hier um Chicago-, Delta- oder andere Blues-Arten geht.
Das Festival verschiedene Pianisten vor: der eine, Jirí Polydor, hat durch die Liebe zum Jazz der Swing Ära auch den Blues entdeckt; der andere, Martin Kratochvíl, der schon in den 1970er Jahren die tschechische Musikszene mit Free-Jazz beeinflusste, ist heute als Komponist sowie Interpret der modernen Jazz-Musik sehr geschätzt. Er hat sogar einige erfolgreiche Blues-Projekte initiiert. Trotz des gemeinsamen Nenners „Blues“ gibt es in der Spielweise der beiden gewisse Unterschiede.
Es gibt noch viele solcher Beispiele während des EUROPE BLUES TRAIN FESTIVALS. Ein aufmerksamer Konzertbesucher wird sie entdecken und verstehen, ein anderer fühlen. Ein Dritter wird tolerieren, dass sein Lieblings-Sänger, den er beim Festival-Konzert hören will, an diesem Abend nur Blues singt. Übrigens, auch darum geht es bei diesem Festival: um Verstand, Gefühl und Toleranz.
Nat Adderley, herausragender Jazztrompeter, aber auch gelegentlicher Blues-Sänger, hat die verschiedenen Blues-Arten aus der Sicht eines Afro-Amerikanes einmal so beschrieben:
Es gibt drei Arten von Blues:
1) Den „Ich habe mein ganzes Geld verloren“-Blues
2) Den „Meine Frau hat mich verlassen“-Blues
3) Und den „Meine Frau hat mich verlassen und das ganze Geld mitgenommen“-Blues
Das Europe Blues-Train-Festival versteht sich als Impuls für eine intensive Fortsetzung und Erweiterung der interkulturellen Begegnungen innerhalb Europas. Für die kommenden Jahre ist die Vernetzung mit weiteren europäischen Metropolen geplant – allen voran Wien, Bratislava, Budapest, London und Paris.
Offizielle Festival-Homepage: www.blues-train-festival.eu
Veranstalter:
BLUES TRAIN FESTIVAL
Vertreten durch
art.e.m artists & event management, www.artem-berlin.de und
Pro arte vivendi – Internationaler Kunstverein e.V., www.proartevivendi.de
Künstlerischer Leiter:
Joe Kucera, www.joe-kucera.com
Das Programm:
Di, 19.10.2010, 19 h
Botschaft der Tschechischen Republik Berlin
Eröffnungskonzert für geladene Gäste
Nick Katzman (g) - solo (Berlin/New York)
Jirí Polydor Trio (CZ)
Jürgen Stephan Trio (Berlin)
Mi 20.10.2010, 20 h
Petruskirche Lichterfelde
SIDNEY‘S BLUES - Tribute to Sidney Bechet (Berlin)
JIRI POLYDOR SEXTETT feat. Jan Smigmator (voc) (CZ)
Do, 21.10.2010, 21 h
Kunstfabrik Schlot
Nick Katzman Acoustic Blues (Berlin/NY)
JAZZ Q feat. Martin Kratochvil (CZ)
Fr, 22.10.2010, 20 h
Kunsthaus WABE
George Kay Band (CZ/CH) Outlaw Blues - Rhythm'n'Blues / BluesRock
ORIENTATION (Berlin / Türkei / Iran) Nu Oriental
Sa 23.10.2010, 20 h
Kunsthaus WABE
Stan the Man (CZ) - Bohemian Blues Band
Charlie Eitner & Just Friends (D) feat. Pascal von Wroblewsky. Special Guest Pete Wyoming Bender
Adressen:
Botschaft der Tschechischen Republik Berlin
Wilhelmstr. 44, 10117 Berlin
Petruskirche Lichterfelde
S25, S-Bhf. Lichterfelde-Ost; Bus 117, 184, 284, M11, X11
Oberhofer Platz, 12209 Berlin Lichterfelde
Kunstfabrik Schlot
Chausseestraße 18 (Edisonhöfe), 10115 Berlin
Kunsthaus WABE
Danziger Straße 101, 10405 Berlin












