(openPR) Was gab es in diesem Jahr schon für sorgenvolle Mienen in den Reihen der Nordamerika-Veranstalter.
Im Frühsommer, als der Eurokurs durch die Griechenland-Krise ins Bodenlose zu fallen schien, sahen einige deutsche Einkäufer düstere Wolken auf den USA-Urlaub zukommen.Bei Wechselkursen teilweise unterhalb der 1,2O Dollar-Marke war von einem erschreckenden Trend die Rede, der für einen viel teureren Winterurlaub 2011 sorgen werde.
Urlaub auf Nummer sicher...
Dass dies letztlich doch nicht so gekommen ist und die Veranstalter nach eigenem Bekunden sogar "vielversprechend" in die Wintersaison gestartet sind, hat mehrere Gründe. Zunächst einmal sind sie mit Blick auf den auf weichenden Euro natürlich auf Nummer sicher gegangen: Wir haben den Dollar zu einem besseren Kurs gesichert, um große Schwankungen abzufedern, sagt TUI-Manager Steffen Boehnke. Und dann hat sich die Europa-Währung im Laufe des Sommers ja zumindest ein wenig wieder berappelt. Preiserhöhungen für Urlaubsreisen sind so wenn überhaupt, moderat ausgefallen.Wohlgemerkt: wenn überhaupt. TUI und die Nobeltochter Airtours jeden falls haben das Vorjahresniveau nach eigener Darstellung nicht verlassen, bei den Rewe-Marken Dertour und Meier`s Weltreisen gibt es sogar Abschläge. Nordamerika ist fünf Prozent günstiger geworden", berichtet Meier`s-Manager Mike Lehmann, und Per Illian, bei Dertour für USA und Kanada verantwortlich, empfiehlt: Jetzt Urlaub 2011 buchen!
Kann Uncle Sam dem Wintergeschäft nun also doch getrost entgegenblicken? Nicht ganz. Denn zu den heftigen Währungskapriolen haben sich in den letzten Monaten weitere unliebsame Themen wie die Ölpest im Golf von Mexiko sowie die Diskussion um die jetzt im Eiltempo eingeführte Einreisegebühr gesellt. "Beides dürfte Auswirkungen auf das Buchungsverhalten von Urlaubern haben", liefert Claudia Henze-Dynio von Thomas Cook eine Erklärung für den aus Sicht von Neckermann und Thomas Cook Reisen eher verhaltenen Start in die Wintersaison.
Besonders die intensive Medienberichterstattung über die Umweltkatastrophe mit ölverschmierten Seevögeln und Teerklumpen an den Stränden der südlichen Bundesstaaten scheinen die
USA-Urlaubswilligen doch merklich verunsichert zu haben - obwohl diese Bilder insbesondere in den Touristenhochburgen Floridas mit der Realität meist wenig zu tun hatten. Dass die Veranstalter darauf reagieren müssen, ist keine Frage. Auch für Johannes Reinders nicht, der bei FTI erst kürzlich neuer Produkt-Manager für Nordamerika-Urlaub geworden ist: Diesem Thema werden wir in nächster Zeit besondere Aufmerksamkeit widmen." Denkbar seien zum Beispiel kurzfristige Preisaktionen für den Sunshine State Florida.
Kanada holt im Winter auf... -immer mehr Urlauber-
Weiteres Ungemach könnte den Amerikanern von ihrem nördlichen Nachbarn drohen. Mit dem Schwung der vergangenen Olympiade im Rücken schickt sich Kanada diesen Winter nämlich an, das nordamerikanische Skireisengeschäft ordentlich aufzumischen. Schon in Juli hat Tilo Kranse-Dünow, Chef des Spezialisten Canusa, eine "deutlich höhere Nachfrage" von Skifahrern und Snowboadern nach Winterurlaub vermeldet, jetzt zeichnet sich aber auch bei Dertour oder dem kleinen Mitbewerber Explorer Fernreisen ein spürbarer Trend zugunsten des Ahorn-Landes ab. Schade eigentlich, dass die Canadian Tourism Commission ihre Tourismuswerber in Deutschland gerade jetzt auf die Straße setzt.









