(openPR) Der Markt für Autoreinigung ergibt sich direkt aus der Anzahl an zugelassenen Fahrzeugen und kann eingeteilt werden in SB-Reinigung und automatisierte Reinigung. Da Autowäsche auf privaten (bereits) und öffentlichen Flächen (zunehmend) verboten ist, gibt es eine deutliche Zuwachsrate bei Autowaschanlagen. Bei diesen ist zwischen automatisierten und SB-Anlagen zu unterscheiden. Das gesamte Umsatzvolumen in Deutschland kann auf ca. 1,5 Mrd. EUR geschätzt werden. Davon haben Tankstellen den größten Anteil, obwohl die Anzahl unabhängiger Waschparks wächst. Die zukünftige Entwicklung ist vor allem von der Konsolidierungsphase bei den Tankstellen abhängig, wo sich der Fokus angesichts veränderter Marktlage weg vom traditionellen Geschäftsbild „Kraftstoffverkauf und Shop“ und hin zu margenstarken und teilweise konjunkturresistenten Feldern wie das der gewerblichen Autowäsche verlagert.
Fahrzeugwäsche ist ein sehr dynamischer Markt, der in den nächsten Jahren ein deutlich positiveres Wachstum als die gesamte Wirtschaft vollziehen wird. Nach Angaben des
Verbandes der Automobilindustrie beläuft sich der derzeitige Bestand von Privat- und Nutzfahrzeugen auf 44,3 Millionen Zulassungen; die Zahl der Neuzulassungen (3,591 Mio.) für Privat-PKW hat bereits im November 2009 ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht. Ein erheblicher Zuwachs, der sich auch auf den Automobilservicesektor auswirken wird. Die Autopflege bietet hierbei neben Autoreparaturen und Zubehörverkauf ein großes Potential, das sich nach Branchenschätzungen jährlich um bis zu 8,7% (250 Millionen Euro) erhöhen wird. Gerade Waschanlagen zur Selbstbedienung erfreuen sich in diesem Segment immer größerer Beliebtheit. Glaubt man den Zahlen des ADAC, so geben die Deutschen im Jahr 1,5 Milliarden Euro für die Reinigung und die Pflege ihres Fahrzeugs aus.
Davon entfallen rund 30 % auf die SB-Wäsche, 45 % auf Waschstraßen und die restlichen 25 % auf Portalanlagen. Autofahrer waschen zwar ihre Autos öfters an SB-Anlagen (50 % aller Wäschen), doch der Waschpreis ist dort niedriger als in der Waschstraße. Weitere Untersuchungen des Waschanlagenanbieters WashTec haben ergeben, dass für 44 Prozent der Befragten die Fahrzeugpflege „sehr wichtig“ sei, jedes Privatauto im Durchschnitt siebenmal pro Jahr gewaschen wird und ca. 20 Prozent ihr Auto zweimal im Monat und öfters waschen. Dies ergibt ein Waschvolumen von 235 Millionen Waschvorgängen per annum. Bedenkt man zudem, dass laut Befragung zwei Drittel der Autofahrer bei entsprechenden Angeboten bereit wären, mehr Geld in die Fahrzeugpflege zu investieren, bedeutet dies, dass die positiven Beispiele für innovative Leistungsangebote und Kundenansprache in der Branche noch entscheidend ausgeweitet werden können. Das (Umsatz)-Potenzial für die Autopflege ist noch lange nicht ausgereizt.
Gegenüber herkömmlichen automatischen Waschanlagen werden SB-Waschanlagen einen noch deutlicheren Zuwachs in einem sich positiv entwickelnden Gesamtmarkt vollziehen. Vor allem das generelle Verbot Fahrzeuge auf der Straße zu waschen und die Nachfrage nach Spezialprodukten zur Autopflege, führen dazu, dass kommerzielle, den Umweltschutzstandards entsprechende, Einrichtungen von Fahrzeugbesitzern aufgesucht werden, die vorher nicht zu deren Kunden gehörten.
InTro ist die Abkürzung für individuelle Trocknung und ist kein Autopflegeutensil in Form eines Handtuchs (resp. Towel), Mikrofasertuchs oder eines Leders, denn genau dies soll - mit einer simplen Umrüstung - an den SB-(oder Handwasch-) Boxen umgangen werden.
Die Idee ist aus den alltäglichen Erfahrungen im Umgang mit Kunden von Portal- und SB-Waschanlagen entstanden, mit denen ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Geschäftsführer von zwei „blauen“ Tankstellen zu tun hatte. Ein Problem, welches mir immer wieder begegnete, war eine unzureichende Trocknung und die damit verbundene unvollständige Reinigung von PKWs an SB-Waschstationen.
In dieser Hinsicht befassen sich die InTro Trocknungssysteme mit einer Vorrichtung zur manuellen, druckluftbasierten Trocknung, welche Nässe von der Oberfläche von Fahrzeugen unter der Zuhilfenahme von chemischer Trockenhilfe entfernt.
Um Fleckenbildung („Kalkflecken“ infolge von Wasserrückständen) - verursacht durch Schmutz oder andere Materialien, die sich in den Wassertröpfchen befinden - zu verhindern, ist es wünschenswert, das überschüssige Wasser vom Fahrzeug zu entfernen. Viele automatisierte Autowaschanlagen beinhalten eine automatische Trockenstation, die die Nässe von der Fahrzeugoberfläche entfernt, sobald das Fahrzeug unter den Trockner gefahren wird. Üblicherweise ist diese Form der automatischen Trocknung an einem Portal im Trockenbereich angebracht. Nachdem das Fahrzeug gewaschen wurde, passiert es das Trocknungssystem, wo Hochdruckluft quer über das Fahrzeug geblasen wird und somit die Nässe von der Oberfläche entfernt. Entscheidendes Kriterium dieser Routine ist der Einsatz von chemischer Trockenhilfe. Der Wasserfilm, d.h., die Oberfläche der Wassermoleküle reißt auf, und die dabei entstehenden Wassertropfen werden im Luftstrom weggeblasen. Das Fahrzeug trocknet fleckenfrei, und der Lack wird gleichzeitig vor einer vorzeitigen Verwitterung geschützt.
Obwohl sich druckluftbasierte Trocknungsvorrichtungen für Fahrzeugoberflächen seit Jahren in den Waschanlagen etabliert haben, existiert nichts vergleichbares für den SB-Bereich. Derzeit muss auf Trockentücher, Fensterleder oder ähnliches zurückgegriffen werden, wenn das Fahrzeug manuell von Nässe an der Oberfläche befreit werden soll. Dieses manuelle Aufwischen der Nässe von der Oberfläche ist eine zeitraubende und mühselige Aufgabe.
Bisherige bekannte Konstruktionen befassen sich ausschließlich mit einer reinen Luftstromtrocknung resp. den dafür erforderlichen Düsen. Diese Vorrichtungen erfüllen zwar wichtige Kriterien wie Luftausgangsgeschwindigkeit (240 km/h für gewachste Oberflächen, 560 km/h für unbehandelte Oberflächen) und Druckversorgung (7-12m³), lassen aber im Gegenzug die wichtige Komponente der chemischen Trockenhilfe außer Acht. Zusätzlich haftet ihnen der Makel an, dass bei besonderer Sonneneinstrahlung das Fahrzeug selbstständig trocknet und somit eine Fleckenbildung begünstigt. Die chemische Trockenhilfe verhindert ein solches knappes Zeitfenster für die Trocknung.
Diese Aufgabe wird wie folgt gelöst: In der o.g. Innovation wird das Fahrzeug – entweder nach einer unvollständigen Trocknung in der automatischen Waschanlage oder nach der manuellen Wäsche – im SB-Bereich manuell mit Hochdruckluft getrocknet, indem zuerst die chemische Trockenhilfe über die zu trocknenden Oberflächen des Fahrzeuges mit einer Sprühlanze aufgesprüht wird. Anschließend wird über die gleiche Düse mittels Hochdruckluft die Nässe und die Trockenhilfe abgeblasen.
Die erreichten Vorteile sind insbesondere in der Genauigkeit und der Effizienz der manuellen Trocknung zu sehen, da selbst geometrisch problematische Zonen des Fahrzeugs (z.B. Spoiler, Rückspiegel, Radfelgen, Aussparungen an Heck und Front u.ä.) erreicht werden können, die durch die automatische Fahrzeugtrocknung übergangen wurden. Ferner wird mit der Innovation eine zeitsparende und bequeme Methode geschaffen, die dem Bediener von SB-Waschanlagen endlich die Möglichkeit bietet, sein Fahrzeug nach der Hochdruckreinigung zu trocknen, um eventuell anschließend mit der manuellen Konservierung der Oberfläche zu beginnen. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit, die Trockenchemie mit der Konservierung zu kombinieren, d.h., der Endverbraucher kann wählen, ob er nur die reine Trocknung oder diese durch Wachs ergänzen möchte. Der Prozess des Auftragens und Abblasens bleibt der gleiche, da in der Wachschemie die Trockenhilfe bereits enthalten ist.
Weiter ist die Vorrichtung überall sofort in bestehende SB-Waschanlagen integrierbar, da für die Hochdruckluft benötigte Kompressoren in den SB-Boxen bereits vorhanden sind. Zudem ist die chemische Trockenhilfe an jeder Autowaschanlage vorrätig, da diese auch in der automatischen Waschanlage zum Einsatz kommt.








