(openPR) Holger Schmidt stellt in seinem Artikel "Verbände entdecken Social Media nur langsam" in FAZ.NET vom 28.September 2010 die heutige Situation bundesdeutscher Wirtschaftsverbände zur Nutzung der Social Media dar und belegt dies sehr anschaulich mit den Umfrageergebnissen des Softwareunternehmens Intraworlds unter 331 Vorständen und Geschäftsführern deutscher Verbände.
Unternehmensübergreifende intensive Zusammenarbeit, wie es ein B2B-Netzwerk mit dem Ziel Innovations- und Absatzförderung sowie Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit begreift, findet sich in dem Bewußtsein der Verbände noch nicht ausreichend wieder. Die geplanten Inhalte im Bereich der Internetaktivitäten adressieren eher das Informationsbedürfnis der Verbandsmitglieder, mit dem sich nur ein Teil der drängenden unternehmerischen Aufgabenstellungen lösen läßt. Der überwiegende andere Teil wird so nicht abgedeckt, denn dafür sind Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen notwendig, die wesentlich intensiver und verbindlicher sind. Hierfür könnten Verbände die Rolle des Anstifters, Motivators und Organisators für Ihre Mitglieder übernehmen. Das wäre ein wirklich wichtiger, zukunftsgerichteter (Wert-) Beitrag für die Verbands-Mitglieder mit hoher Bindungskraft und Attraktivität.
Die schwache Nutzung von Web 2.0 -Anwendungen wie Chats, Wikis, Blogs, etc. in der Verbandsarbeit offenbart die Potenziale deutscher Verbände hinsichtlich ihres Mitgliederdialoges, der immer weniger in persönlichen Gesprächen anläßlich der klassischen Verbandstreffen abläuft, aber keinen wachsenden Ausgleich durch die Nutzung digitaler Medien erfährt. Dies erklärt sicherlich einen Teil des Mitgliederschwundes, unter dem viele Verbände zu leiden haben. Diese Entwicklung läßt sich nur aufhalten und umkehren, wenn Unternehmen attraktive Dienstleistungsangebote ihrer Verbände unterbreitet werden, die dem heutigen Standard des B2B-Networkens entsprechen, das eben digitale Social Media einsetzt.
Worauf kommt es den Unternehmen in ihrer Kommunikation mit Kollegen aus anderen Unternehmen und ihren Verbänden denn heute an? Auf schnelle, schlanke Kommunikation und vor allem auf einen lateralen Austausch mit Rückmeldungen und Diskussion, wie er heute in Chats und Foren ermöglicht wird. Unternehmen setzen immer stärker auf Werkzeuge wie Twitter, Youtube, Facebook, etc. und bereiten ihre Botschaften multimedial für Kunden und Kooperationspartner auf. Die Möglichkeit, das Kundenfeedback aufzunehmen, ist nur einer von vielen anderen wichtigen Aspekten der Marktrückkopplung. Auch für kundenbindende Dienstleistungen der Verbände sehen wir viele erfolgversprechende Ansatzpunkte, die beiden Seiten Kosten ersparen und gleichzeitig die Dialogqualität um ein Vielfaches erhöhen.
Für aufwändige Präsenzveranstaltungen auf langatmigen Verbandstagungen stehen den Mitgliedern zunehmend weder Zeit noch Geld zur Verfügung und eine wirkungsvolle Zusammenarbeit an gemeinsamen wichtigen Themen erfordert ohnehin den Einsatz von Social Media Tools, die genau dies in effizienten Prozessen ermöglichen. Unternehmensübergreifende Zusammenarbeit verlangt eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit unter Wettbewerbsdruck und damit eine stringente Abarbeitung unter den beteiligten Partnern: dies läßt sich nur mit Kollaborations-Werkzeugen bewältigen, wie sie im professionellen B2B-Networking eingesetzt werden.
Die Feststellung von Holger Schmidt , die Verbände hinkten (..) den Anwendungen der neuen Medien in Unternehmen weit hinterher, kann nur als Weckruf für die Verbände verstanden werden, ihren Mitgliedern endlich den Mehrwert an Kommunikation und professioneller B2B-Netzwerkarbeit zukommen zu lassen, mit dem ein Bestehen im rauhen Wettbewerb erst möglich wird. Mit einer attraktiven Dienstleistung für B2B-Networking läßt sich der Mitgliederschwund für die Verbände wirkungsvoll verhindern.













