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Studie zeigt: Jugend braucht ein besseres Image

29.09.201012:05 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Gemeinden bauen bei Jugendfragen verstärkt auf professionelle Unterstützung durch die Fachhochschule St. Pölten

St. Pölten, 29.09.2010 - Bei Themen der Jugendpolitik fragen immer mehr ländliche Gemeinden den wissenschaftlichen Input der Fachhochschule St. Pölten an, deren SozialraumforscherInnen auf dieses Gebiet spezialisiert sind. So wurde von der FH zuletzt die Lebenswelt der Jugend in der Gemeinde Loosdorf analysiert und untersucht, wie ein möglicher Ausbau des Jugendzentrums aussehen soll. Dass zu einer erfolgreichen Jugendpolitik auch die Arbeit an einem positiveren Image der Jugend gehört, empfehlen die ForscherInnen immer wieder. Denn mit ihren Studien erheben sie nicht nur die allgemeine Situation, sondern geben auch konkrete Empfehlungen für die Jugendarbeit. Eine Kombination, die Anklang findet und aktuell auch von der Gemeinde Mistelbach für die zukünftige Planung im Bereich der Jugendarbeit genutzt wird.




Alkohol, Vandalenakte und Raufereien: Der Jugend eilt oft ein schlechter Ruf voraus. Jugendarbeit in den Gemeinden ist daher ein Gebot der Stunde. Da jedoch gerade der ländliche Raum im Moment mit massiven Umbrüchen konfrontiert ist – sowohl kulturell als auch arbeitsmarktpolitisch und demografisch – sind EntscheidungsträgerInnen oft verunsichert, was langfristig das Beste für Jugend und Gemeinde ist. Wissenschaftlich fundierte Problemanalysen geben diesen im Wandel begriffenen Gemeinden eine professionelle Entscheidungshilfe.

Diese Entscheidungshilfe bietet die Sozialraumforschung der Fachhochschule St. Pölten. So analysieren die ForscherInnen im Auftrag von Gemeinden die Lebenswelt der Jugendlichen – wie z. B. soeben in Loosdorf. Hier wurde untersucht, welche Wünsche und Probleme die BürgerInnen zwischen zwölf und 23 Jahren haben und wie sie einem möglichen Ausbau des Jugendzentrums gegenüber stehen würden. In die Analyse flossen folgende Fragen ein: Wo halten sich die Jugendlichen im öffentlichen Raum auf? Gibt es Gruppierungen? Gibt es Suchtgefährdungen? Wie sieht die Jugendarbeit in der Gemeinde aus? Mit der Beantwortung von Fragen wie diesen werden neue Erkenntnisse gewonnen und konkrete Empfehlungen ausgesprochen. Dabei wird immer wieder eines deutlich: Für die erfolgreiche Jugendarbeit muss eine Gemeinde selbst auch Lobbyismus für Jugendfragen betreiben.

Wissen schafft Lösungen
Die SozialraumforscherInnen der Fachhochschule St. Pölten sind spezialisiert auf das Thema Jugendliche in ländlichen Sozialräumen. Eine Qualifikation, die auch verstärkt nachgefragt wird, wie Dr. Manuela Brandstetter vom Ilse Arlt-Institut bestätigt: "Gerade im ländlichen Raum besteht ein zunehmender Bedarf nach wissenschaftlichen Analysen. Denn hier sind aufgrund des sektoralen Strukturwandels die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger mit ganz vielen für sie neuen Dynamiken konfrontiert, wie beispielsweise Migration oder Jugendarbeitslosigkeit. Von uns erwarten sie zum einen neue Erkenntnisse über ihre Gemeinde im Allgemeinen und zum anderen Empfehlungen im Konkreten." So wurden in Loosdorf die Jugend und ihre Lebenswelt auf die Frage zu einem Ausbau des Jugendzentrums unter die Lupe genommen.

Image-Kampagne als Jugendarbeit
Dank der Studie hat die niederösterreichische Gemeinde nun neue Erkenntnisse gewonnen, wo sich die Jugendlichen im öffentlichen Raum bewegen und wie sie ihre Freizeit gestalten. Im Konkreten stellte sich heraus, dass sie sich mit ihrer Gemeinde sehr stark identifizieren. Es zeigte sich deutlich, dass die jungen LoosdorferInnen ihr Jugendzentrum gerne besuchen und ein Ausbau zielführend wäre. Jugendbeteiligung wie im Loosdorfer Jugendparlament wird forciert und von GemeinderätInnen und auch von den Jugendlichen selbst sehr geschätzt. Neben diesen konkreten Antworten liefert die Sozialraumforschung vor allem eine wichtige Erkenntnis: Jugendarbeit bedeutet auch Imagearbeit und eine unmittelbare politische Beteiligung der Jugendlichen selbst. Denn bei den Forschungsarbeiten in den Gemeinden stellt Dr. Brandstetter immer wieder fest, dass Skandalberichte über Jugendliche schnell zum Bild der "Problemjugend" führen: "Öffentliche Meinungsbildung ist hier notwendig, um mediale Bad-News zu entkräften. Denn die Skandalisierung von Einzelfällen lässt viele glauben, dass es sich nur um die Spitze des Eisberges handelt. Verallgemeinerungen bewirken eine verzerrte Sicht und werfen auch ein schlechtes Bild auf die Jugend und damit auch auf jene Institutionen, in denen sich Jugendliche bewegen. Um das zu vermeiden, muss Jugendarbeit dazu beitragen, die Jugend in all ihren Facetten, Widersprüchen und ihrer Individualität darzustellen."

Die Grundlage für Studienergebnisse in der Sozialraumforschung bietet ein qualitativer Methodenmix. ExpertInneninterviews, Gruppendiskussionen, strukturierte Raumbegehungen, Autofotografien, Beobachtungsprotokolle, Befragungen und Tiefeninterviews liefern ein fundiertes Bild über die Lebenswelten der Jugendlichen vor Ort. Eine Analyse, die von Gemeinden immer öfter gewünscht wird. Denn nach Loosdorf wartet nun schon Mistelbach als nächste niederösterreichische Gemeinde auf konkrete Empfehlungen der SpezialistInnen von der FH St. Pölten. Der verstärkte Bedarf nach Studien dieser Art zeigt, dass viele EntscheidungsträgerInnen eine wichtige Voraussetzung für eine Vertrauensbasis zwischen Jugend und Gemeinde bereits mitbringen: den Willen, auf ihre jungen BürgerInnen einzugehen.


Pressetext zum Download verfügbar unter: http://www.fhstp.ac.at/ueberuns/presse/presseaussendungen

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