(openPR) Wie hoch sind derzeit die Ausgaben für die Organisation einer Hochzeit in Deutschland? Laut einer Umfrage des Magazins „Hochzeit“ aus dem Jahr 2007 betrug das durchschnittliche Hochzeitsbudget damals knapp € 15.000. Wir aber wollten es genau wissen, was sich die Brautpaare aktuell ihren schönsten Tag kosten lassen. Wir haben dazu die Bräute auf unserem Hochzeitsportal www.Brautpunkt.de gefragt, wie viel sie und ihr Zukünftiger für die Hochzeit ausgeben. Die 500 Antworten zu unserer Hochzeitsbudget-Umfrage zeigen ein erstaunliches Ergebnis: Die Brautpaare greifen mit einem durchschnittlichen Budget von knapp € 8.000 für die Organisation ihrer Hochzeit weit weniger tief in die Tasche als allgemein angenommen.
Wird heute generell einfach weniger für eine Hochzeit ausgegeben als noch vor ein paar Jahren? Oder woher kommt dieser scheinbare Trend hin zum Sparen an der eigenen Hochzeit? Denn wie die Grafik zeigt, geben rund die Hälfte der teilnehmenden Bräute auf Brautpunkt.de an, deutlich weniger als die durchschnittliche Summe von € 8.000 für ihre Hochzeit ausgeben zu wollen bzw. ausgegeben zu haben. Hierbei sind zwar die Kosten für die Flitterwochen nicht mit eingerechnet, aber auch so bleibt eine große Diskrepanz, die es zu klären gilt.
Es kommt ein leichter Verdacht auf, dass Hochzeits-Agenturen und Anbieter von Hochzeitsdienstleistungen wohl teilweise Hochzeitsbudgets nennen, die weit über der Realität liegen. Einige Brautpaare vertrauen diesen Experten und nehmen so an, dass der Schnitt tatsächlich so hoch liegt und man mit Ausgaben in dieser Höhe rechnen muss.
Wie unser Umfrageergebnis nun zeigt, ist jedoch für ein Drittel der Bräute die 5.000-Euro-Marke bereits die finanzielle Schallmauer. In dieses Budget müssen ihr Brautkleid und sein Anzug, die Schuhe und Accessoires, die Trauringe, der Fotograf sowie die Unterhaltung für die Gäste allesamt reinpassen. Darüber hinaus haben eine spezielle Location, eine Live-Band, aufwändige Hochzeits-Deko oder Geschenke für die Hochzeitsgäste das Potenzial, das Budget arg zu belasten.
Die Bräute auf Brautpunkt nutzen jedoch die vielseitigen Möglichkeiten, die ihnen das Internet heute bietet, und halten so die Kosten relativ niedrig. So tauschen sie sich aus und erhalten auf einfache Weise wertvolle Ratschläge und Inspirationen zu einer kostengünstigen Hochzeitsplanung. So trifft man im Brautpunkt-Forum auf viele tolle Spartipps und auf kreative Ideen, um das Budget möglichst niedrig zu halten. Einige Bräute verzichten auch gut und gerne auf ein paar Neuanschaffungen im Haushalt, wenn damit verhindert werden kann, dass die Hochzeit aus finanziellen Gründen um Monate oder gar um ein Jahr verschoben werden muss. Auch entscheidet sich das Paar meist dafür, eher ein paar Freunde und Bekannte mehr an die Hochzeit einzuladen, anstatt ihr Hochzeitsbudget mit teurem Firlefanz zu strapazieren.
Das relativ niedrige Hochzeitsbudget der Brautpunkt-Userinnen ist zudem auch auf das hohe persönliche Engagement der Bräute bei der Vorbereitung zurückzuführen, denn viele stecken sehr viel Zeit und Energie in die Planung ihrer Traumhochzeit – ob bei der Suche nach günstigen Artikeln im Internet oder auch bei der „Eigenproduktionen“ von Artikeln wie die Gestaltung von Einladungskarten, der Tischdeko oder des selbstgebastelten Autoschmucks. So werden effektiv Ausgaben gespart, die ansonsten an Hochzeits-Dienstleister gezahlt würden. Und auch auf die Dienste einer Hochzeitsagentur wird wohl eher selten vertraut. Denn stattdessen werden oft die Familien und der Freundeskreis in die Vorbereitungen mit eingespannt: Ganze Hochzeitstafeln werden von Omas, Müttern und Tanten zubereitet, Bekannte als Hochzeitsfotograf/in oder Kameramann/-frau engagiert oder ein Freund als DJ statt der teuren Live-Band bevorzugt. Hohes Sparpotenzial gibt es auch beim Brautkleid, welches preisgünstig in China bestellt oder zum Beispiel während eines Türkei-Urlaubs preisgünstig nach Maß angefertigt lassen werden kann.
Aber es gibt auch das andere Extrem beim Hochzeits-Budget. In einigen Fällen überschreitet es die magische Grenze von € 15.000 – dies aber nur bei etwas einem Zehntel der Paare. Diese sind bereit viel Geld in die Hand zu nehmen, um beispielsweise ihre große Verwandtschaft aus dem In- und Ausland einzuladen oder aber an einer prestigeträchtigen Location zu feiern.
Wie hoch die Kosten für die Hochzeit wirklich ausfallen hängt aber stark davon ab, ob nur eine standesamtliche, oder auch eine kirchliche Trauung geplant ist, und dementsprechend ein oder auch zwei Feiern finanziert werden müssen. Ein wichtiger Preisunterschied besteht zudem je nachdem, ob die Feier in einem Restaurant oder an einer anderen Location stattfindet. Denn während im Restaurant der Saal zum Feiern meist ohne Aufpreis zur Verfügung steht, können beim Feiern in spezieller Location (z.B. auf einer Burg oder im Zelt im Garten, wo weder Bedienung noch Küche zur Verfügung stehen) aufgrund der Location-Miete und des Aufwandes fürs Catering erhebliche Mehrkosten entstehen.
Das „nationale“ Hochzeitsbudget ist bei jährlich rund 380.000 Hochzeiten in Deutschland auf jeden Fall beachtlich – es liegt bei weit über 3 Milliarden Euro. Deutsche Brautpaare fallen im europäischen Vergleich mit ihrem Budget-Schnitt aber nicht aus dem Rahmen, wie das Ergebnis unserer identischen Umfragen unter 500 französischen und 300 britischen Bräuten zeigt. In ganz Europa scheinen sich Bräute auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen, um ihr hart erspartes Geld zur Planung der Hochzeit am sinnvollsten einzusetzen. Für deutschsprachige Bräute gibt es die besten Tipps zum Hochzeitsbudget im Brautpunkt-Forum.













