(openPR) Traditionen – Eigenschaften – Tipps für den Teegenuss
Hamburg, 16. September 2010. Zu Beginn der kalten Jahreszeit lädt das COLUMBIA Hotel Casino Travemünde zu entspannenden Teezeremonien ein. Christine Dietrich, Restaurantleiterin und Tea-Masterin des Fünf-Sterne-Superior-Hauses, begrüßt Teegenießer und gibt Tipps für die richtige Zubereitung. Das Arrangement „Tea & Time – Genussvolle Auszeit für Teeliebhaber“ enthält neben zwei Übernachtungen und Frühstück unter anderem ein viergängiges Teemenü mit einer Chai-Kokosmilchsuppe, in der Teebaumrinde gegrilltem Lammrückenfilet und Rooibos-Vanille-Eis im Restaurant „Tafelfreuden“. Hinzu kommen eine Teezeremonie mit einem klassischen Afternoon-Tee und einem Glas Champagner sowie besondere Angebote im COLUMBIA beauty & spa. Das Arrangement ist vom 1. Oktober bis 22. Dezember 2010 sowie vom 2. Januar bis 30. April 2011 ab 260 Euro pro Person buchbar.
Landestypische Traditionen
In vielen Ländern ist Tee nicht nur ein Getränk, sondern eine eigene Kultur. Im Laufe der Zeit haben sich hier ganz bestimmte Regeln für den Umgang mit dem Naturprodukt etabliert.
In England ist Milch fester Bestandteil der Teatime und wird nach dem „milk-in-first“-Prinzip zuerst in die Tasse gegeben. Dann wird der aufgebrühte Tee hinzugegossen und je nach Bedarf gesüßt. Schon im vorigen Jahrhundert avancierte der „Afternoon Tea“ zu einem gesellschaftlichen Ereignis, zu dem elegante Kleidung, kostbares Teegeschirr sowie Köstlichkeiten wie Sandgebäck oder die traditionellen Scones, also süße, weiche Teebrötchen, gehörten.
Bis ins Detail ausgefeilt ist die japanische Teezeremonie, abgeleitet vom Zen-Buddhismus. Für diese besonders kunstvolle Form werden spezielles Zubehör und ein grüner Pulvertee, der Matcha, verwendet, der mit einem Teebesen in der Trinkschale dickflüssig geschlagen wird. Jeder Handgriff der Teezeremonie ist genau vorgegeben.
In Ostfriesland gehört die Teezeremonie seit mehr als 300 Jahren zum festen Tagesablauf. Bis zu fünfmal täglich genehmigt sich ein echter Ostfriese seine „Koppkes“ – beispielsweise zum Frühstück den „Elf-Ührtje“. Der Ostfriesentee besteht aus einer Mischung überwiegend nordostindischer Assam-Tees. In die Tasse kommt zunächst ein großes Stück Kandis, Kluntje genannt. Anschließend wird der Tee eingeschenkt und ein wenig „Rohm“ (ungeschlagene Sahne) hinzugegeben – umrühren ist verpönt.
Stärkung von Körper und Geist
Duft, Aroma und Wärme einer Tasse Tee sorgen für Entspannung und Wohlgefühl. Doch wissenschaftliche Studien belegen auch die besonderen gesundheitsfördernden Eigenschaften von Tee. So können die im Tee enthaltenen Polyphenole aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften zum Schutz vor sonnenbedingten Hautschäden wie vorzeitiger Hautalterung beitragen. Dies gilt insbesondere für grünen Tee, der neben Polyphenolen viel Vitamin C besitzt. Dieses ist an der Kollagensynthese beteiligt und hilft bei der Abheilung eines Sonnenbrandes.
Zudem schützt Tee die Zähne – und das gleich doppelt. Das in schwarzem und grünem Tee enthaltene Fluorid stärkt den Zahnschmelz und festigt die Zähne. Mit einem Liter Tee lässt sich bereits ein Großteil des Tagesbedarfs an Fluorid decken. Darüber hinaus hemmen die im Tee enthaltenen Antioxidantien das Bakterienwachstum im Mundraum und tragen somit zum Schutz vor Karies bei.
Tipps für den Teegenuss von Tea-Masterin Christine Dietrich
1. Die Qualität: Teebeutel können qualitativ ebenso hochwertig sein wie lose Blatt- oder Broken-Tees und sind bei vielen Gelegenheiten eine gute Alternative. Die meist in Teebeuteln verwendeten sehr feinen Teepartikel – so genannte Fannings – geben ihre Inhaltsstoffe rasch an das heiße Wasser ab. Daher sind Zubereitung und Ziehdauer wesentlich kürzer. In jedem Fall gilt: Qualität hat ihren Preis. Von allzu günstigen Tees ist Abstand zu nehmen.
2. Die Wassertemperaturen: Schwarzer Tee wird mit sprudelnd kochendem Wasser übergossen. Bei grünem Tee sollte das Wasser auf etwa 65 bis 75 Grad abgekühlt werden, bevor der Tee aufgebrüht wird. Ansonsten kann der Aufguss eine herbe Note entwickeln.
3. Der Aufguss: Lose Teeblätter brauchen Bewegungsfreiheit. Schmale Siebeinsätze oder Teeeier aus Metall sind ungeeignet, da die Blätter hierin nicht ihr volles Aroma entfalten können. Eine Alternative sind große Teesiebe, in dem die Teeblätter frei schwimmen können. Wer eine einzelne Tasse mit losem Tee zubereiten möchte, sollte Teefilter aus Papier verwenden.
4. Die Teekanne: Ob sie aus Glas, Porzellan oder Keramik ist, hat auf die Qualität des Getränks keinen Einfluss. Entscheidend ist die Reinigung: Um den Teegeschmack nicht zu beeinträchtigen, ist die Kanne nur mit heißem Wasser und ohne Spülmittel zu reinigen. Außerdem sollte man sie mit heißem Wasser erwärmen, bevor man den Tee hineingießt.
5. Die Lagerung: Tee ist ein Naturprodukt und sehr empfindlich. Er sollte kühl, trocken und dunkel gelagert werden und nicht neben stark duftenden Lebensmitteln stehen, da diese das Teearoma beeinträchtigen. Spezielle Teedosen, die luftdicht verschlossen werden, sind am besten geeignet. Gut verpackt bleibt der Tee viele Monate frisch.












