(openPR) Mit zwei ganz unterschiedlichen Programmen prägt das Mahler Chamber Orchestra (MCO) die diesjährigen Herbstfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden. Principal Conductor Daniel Harding leitet eine mit Anja Harteros, Ben Heppner und Franco Vassallo hochkarätig besetzte konzertante Vorstellung von Verdis Oper Otello. Diese Produktion geht im Anschluss auf Tournee nach Luxemburg (3. Oktober), Dortmund (6. Oktober) und Paris (9. Oktober).
Einen weiteren Höhepunkt bildet ein Konzert unter der Leitung von Kent Nagano am 2. Oktober in Baden-Baden mit Gustav Mahlers Lied von der Erde sowie der Uraufführung von Toshio Hosokawas Werk Sternlose Nacht. Erstmals in seiner Geschichte hat das MCO, unterstützt von der Ernst von Siemens Musikstiftung, selbst ein Werk in Auftrag gegeben. Als Komponisten wählte das Ensemble Toshio Hosokawa, der 1955 in Hiroshima geboren wurde, in Deutschland studierte und heute in Nagano in Japan lebt.
Am 7. Oktober spielt das MCO mit Brahms Erster und Zweiter Sinfonie den ersten Teil eines Brahms-Zyklus in der Philharmonie Essen. Im Anschluss präsentiert eine kleine Formation mit Solisten des MCO eine besondere Zugabe: bei einem Late Night Konzert interpretieren sie kammermusikalisches Repertoire von Johannes Brahms. Das Brahms-Sinfoniekonzert wird am 10. Oktober in der Alten Oper Frankfurt wiederholt und vom Hessischen Rundfunk aufgezeichnet.
Verdis vorletzte Oper Otello gehört zu den großen Meisterwerken der italienischen Opernliteratur. Mit dem zweimaligen Grammy-Gewinner Ben Heppner (Otello), der griechischstämmigen Sopranistin Anja Harteros (Desdemona) sowie dem Mailänder Franco Vassallo (Jago) konnten internationale Bühnengrößen für die Hauptpartien gewonnen werden. In Dortmund übernimmt mit der bulgarischen Sängerin Krassimira Stoyanova, eine der versiertesten Sängerinnen unserer Zeit, die Rolle der Desdemona, da Anja Harteros ihre Teilnahme an dieser Aufführung aus dispositionellen Gründen absagen musste.
Die Vorstellung in Baden-Baden wird vom WDR Radio aufgezeichnet. In Paris überträgt Radio France, Francemusique am 9. Oktober live aus dem Théatre des Champs-Elysées. Im Anschluss an die Live-Übertragung steht die Oper auf der Website unter www.radiofrance.fr/francemusique 30 Tage als Stream bereit.
Zeitgenössische Musik und Uraufführungen stehen regelmäßig auf dem Programm des MCO. Das Orchester betritt jedoch mit der Uraufführung eines selbst in Auftrag gegebenen Werkes Neuland. Toshio Hosokawas oratorisches Werk mit dem Titel Sternlose Nacht, das neben dem Orchester zwei Solistinnen und einen Chor verlangt, besteht aus neun Sätzen und folgt der Idee eines Jahreszeitenzyklus. In ihn sind wie Zwischenrufe Erinnerungen an menschlich-kulturelle Tragödien einkomponiert: ein Memento an die Zerstörung Dresdens, die im Monat Februar geschah, ein Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hosokawas Geburtsstadt Hiroshima im August. Für die gesungenen Partien wählte der Komponist unter anderem Lyrik von Georg Trakl aus. Dieser Uraufführung wird in der zweiten Konzerthälfte ein Werk des Orchester-Namensgebers Gustav Mahler gegenübergestellt: Das Lied von der Erde.
Ein kurzes Zwischenspiel während der Otello-Tournee führt das MCO in seine NRW-Residenzstadt Essen. Hier beginnt mit Brahms Erster und Zweiter Sinfonie ein Brahms-Zyklus, der im Mai 2011 vollendet wird. Um 19:30 Uhr gibt Daniel Harding gemeinsam mit dem Orchester im Rahmen der Reihe „Die Kunst des Hörens” eine Konzerteinführung. Nach dem Konzert wartet mit dem Late Night Konzert eine besondere Zugabe auf das Essener Publikum: Solisten des MCO geben mit Brahms Streichsextett Nr. 2 einen Einblick in sein kammermusikalisches Schaffen. Die Gäste, die schon das Sinfoniekonzert besucht haben, werden in der Pause zwischen Sinfonie und Kammermusikkonzert zu einem Getränk im Foyer eingeladen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nur das Late Night Konzert zu besuchen (Beginn: 22:20 Uhr). Der Eintritt ist frei.
Druckfähiges Photomaterial finden Sie im Pressebereich der MCO-Website: www.mahler-chamber.eu





