(openPR) "Solidarische Ökonomien - gesellschaftliche Nischen oder gesellschaftsfähige wirtschaftliche Alternative?"
Am Donnerstag, 30. September 2010, um 19.00 Uhr lädt die BEGINE – Treffpunkt und Kultur für Frauen e.V. in der Potsdamerstr. 139, zum Thema "Solidarische Ökonomien - gesellschaftliche Nischen oder gesellschaftsfähige wirtschaftliche Alternativen?" ein. Es diskutieren Elisabeth Voß (Betriebswirtin und Publizistin) und Almuth Nehring-Venus (Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Berlin. Die Veranstaltung ist der Auftakt einer vorerst dreiteiligen Veranstaltungsreihe „Anders Wirtschaften – Anders Leben“.
Solidarische Ökonomien „…sind das nicht die kleinen, verträumten Kollektive in denen mehr diskutiert als gearbeitet wird? Kein Wunder das die auf keinen grünen Zweig kommen!“ So oder so ähnlich mag die Eine oder die Andere über Formen des alternativen Wirtschaftens bei denen nicht die Maximierung von Profiten im Fordergrund stehen, denken. Jedoch auch für traditionell arbeitende kleine und mittlere Unternehmen wie für viele FreiberuflerInnen steht der Kampf ums Überleben an erster Stelle der Tagesordnung. Die InhaberInnen sind froh ihre Existenz sichern zu können und die Betriebe aufrecht zu erhalten. Und längst gehören Begriffe wie „flache Hirarchien, eigenverantwortliches, kreatives Arbeiten“ die einstmals den Alternativbetrieben eigen waren, zu den Managementstrategien profitabel wirtschaftender Großbetriebe und Konzerne. Was ist anders an der Solidarischen Ökonomie? Für welche Branchen kommen Formen Solidarischen Wirtschaftens in Frage? Und welche politischen Strukturen und Rahmenbedingungen sind nötig? Darüber diskutieren Elisabeth Voß und Almuth Nehring-Venus mit dem Publikum.
Was ist eigentlich Solidarische Ökonomie?
In ihrem kürzlich erschienen Büchlein „Wegweiser Solidarische Ökonomie“ gibt Elisabeth Voß einen Überblick über die Vielfalt der Branchen und unterschiedlichste Ansätze anders zu wirtschaften. Es gibt Kommunen und Hausprojekte, selbstverwaltete Betriebe und Kooperationen von Selbstständigen, Genossenschaften, Kulturinitiativen und… Zur Solidarischen Ökonomie gehören auch Verbände, NGOs und soziale Bewegungen, die für eine Wirtschaft eintreten, in der nicht die Gewinnerzielung im Vordergrund steht. Schließlich bleibt die Frage: Warum nicht große Betriebe belegschaftsgeführt wirtschaften können?
Elisabeth Voß
…arbeitet seit Mitte der 1980er Jahre als Betriebswirtin in verschiedenen Projekten der Solidarischen Ökonomie und als Publizistin.
Almuth Nehring-Venus
…ist Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie, Frauen von Berlin. Es zeichnet sie aus, sich nach kreativen Wegen aus wirtschaftlicher Krise zu suchen. Dabei setzt sie u.a. auf Vernetzung.
Ausblick
Weitere Veranstaltungen in der Reihe „Anders Wirtschaften – Anders Leben“ sind: Am 3. November „Brauchen wir eine andere Geld- und Kreditordnung für eine solidarische Wirtschaft?“ Referentinnen: Samirah Kenawi, Autorin des Buchs „Falschgeld – die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit“, Prof. Dr. Marlene Kück, ehemals Bankerin, derzeit Kulturmanagement. Und am 17. Februar 2011, 19:00 h
Risikominimierung oder Existenzsicherung durch Frauen-Solidarische Ökonomie?
Referentinnen: Ricarda Buch, Mitautorin des Buchs „Risicoexistenz Frau“, Sharon Adler, Gründerin und Herausgeberin des Internetportals AVIVA, Katja von der Bey, Geschäftsführerin der Weiberwirtschaft eG. (angefragt)












