(openPR) Am 8. September 2010 ehrte Axel Koschany, geschäftsführender Partner des Essener Architekturbüro Koschany + Zimmer Architekten KZA, im Beisein des Essener Planungsdezerneten Hans-Jürgen Best die Preisträger des studentischen Städtebau-Ideenwettbewerbs ‚Kreative Klasse Ruhr – Rund um den Viehofer Platz in Essen‘. Drei Preise und zwei Anerkennungen gingen an Studierende der Hochschule Bochum sowie den akademischen Nachwuchs der Technischen Universität Dortmund. Die Entwürfe entstanden im Rahmen eines von KZA und der Stadt Essen gemeinsam ausgelobten Wettbewerbs. Anlass war das vom 3. September bis 3. Oktober 2010 stattfindende Festival Kreative Klasse Ruhr, ein Programmbeitrag der Kulturhauptstadt RUHR.2010.
Preisträger
Mit dem ersten Preis wurden drei Architekturstudentinnen der Hochschule Bochum ausgezeichnet. Sandra Eberz, Martina Moga und Maria-Lisa Hülskemper konnten die Jury mit ihrem städtebaulichen Konzept überzeugen. Dieser Entwurf, der, wie alle weiteren Bochumer Einreichungen von Professor Andreas Fritzen betreut wurde, integriert zwei neue zentrale Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität und guter Anbindung an die angrenzenden Viertel. Das Team habe gute städtebauliche Strukturen erarbeitet, typologische Vielfalt gezeigt und letztlich individuelle Lösungsmöglichkeiten dargestellt, so das prominent besetzte Preisgericht. Auch der zweite Preis sowie zwei zusätzlich verliehene Anerkennungen gingen an Studierende der Hochschule Bochum. Ein Team der Technischen Universität Dortmund unter der Betreuung von Frau Professor Christa Reicher konnte sich den dritten Preis sichern.
Wettbewerb
Bereits im März 2010 hatten KZA und die Stadt Essen diesen studentischen Ideenwettbewerb ausgelobt. Bei der Wettbewerbsaufgabe handelt es sich um eine städtebauliche Neuplanung des Areals rund um den Viehofer Platz. Aufgefordert waren Studenten der Universitäten Dortmund, Duisburg-Essen und der Hochschule Bochum. Seit April 2010 entwickelten sie im Rahmen ihres Semesterplans Ideen und Visionen für das bislang stiefmütterlich behandelte Terrain. In Abstimmung mit ihren Betreuern, Professor Andreas Fritzen von der Hochschule Bochum, Frau Professor Christa Reicher von der TU Dortmund und Professor Alexander Schmidt von der Universität Diusburg-Essen, bearbeiteten 17 Gruppen Zukunftsentwürfe für ein neues und nachhaltig gestaltetes Quartier. Die Auslober forderten neue städtebauliche Ideen für das brachliegende Bahnareal und wünschten eine Anbindung der Flächen an die angrenzenden Quartiere. Verkehrsbarrieren sollten überwunden und neue topografische Konzepte entwickelt werden.
Preisgericht
Eine überregional besetzte Jury aus anerkannten Fachleuten und der lokalen Planungsbehörde hatte in ihrer Sitzung am 2. September 2010 über die Verteilung der ersten drei Plätze entschieden. Die Preisrichter regten zudem an, aufgrund der Qualität der Entwürfe, zwei weitere Anerkennungen zu verleihen. Mitglieder des Preisgerichts waren Hans-Jürgen Best, Planungsdezernent der Stadt Essen, Thomas Franke, Leiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt Essen, Georg Arens, Geschäftsführer der EWG Essener Wirtschaftsförderung, die Professoren Oliver Hall und Martin Hölscher von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Jörg Löber von der RWE Service GmbH, Professor Joachim Schultz von der Fachhochschule Münster und Jan Störmer, geschäftsführender Partner der Störmer Murphy and Partners GbR aus Hamburg.
„Wir haben uns sehr gefreut, dass wir eine lokal prominent und gleichsam überregional vertretene Jury für das Preisgericht gewinnen konnten,“ so Axel Koschany, geschäftsführender Partner von KZA und als Auslober des Wettbewerbs ebenfalls Mitglied der Jury.
Die teilweise sehr unterschiedlichen Ansätze der Entwürfe führten zu intensiven und teils kontroversen Diskussionen. Dies im Spannungsbogen zwischen studentischer Freiheit und der Frage der Marktgerechtigkeit einer möglichen Umsetzung. Georg Arens, erfahren in unzähligen vergleichbaren Verfahren und Wettbewerben, drückte aus, was zumindest alle Essener Mitglieder der Jury empfanden: Die Arbeiten zeigten ein Entwicklungspotential für das Areal auf, das man in dieser Qualität nicht erwartet hatte und das unbedingt in die weiteren Überlegungen seitens der Stadt aufgenommen werden sollte. So kündigte auch Hans-Jürgen Best anlässlich der Preisverleihung an, die Entwürfe der Siegerteams am 4. November 2010 dem städtischen Planungsausschuss präsentieren zu wollen.
Kreative Klasse Ruhr
Das Festival Kreative Klasse Ruhr ist eine Aktions- und Kommunikationsplattform für Kreativunternehmen in der Metropole Ruhr. Zum zweiten Mal und vier Wochen lang stehen rund 200 Veranstaltungen in acht Städten auf dem Programm. Alle Details zu beteiligten Unternehmen und Beiträgen sind online unter www.kreativeklasseruhr.de zusammengefasst.
Link für weitere Bilddaten: http://www.kza.de/index.php?f_categoryId=273











