(openPR) Heute hat sich in Magdeburg, unter Beteiligung von Institutionen und Einrichtungen des Bundes und der Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt, ein Beirat gegründet. Dieser soll die Umsetzung des unter Federführung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entwickelten Konzeptes zur Erosionsbekämpfung an der Elbe begleiten. In den vergangenen knapp 150 Jahren hat sich die Elbe auf einem ca. 110 km langen Abschnitt der Elbe südlich der Saalemündung in das Gewässerbett eingetieft. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung will die weitere Eintiefung des Flusses begrenzen. Handlungsgrundlage ist das „Sohlstabilisierungskonzept für die Elbe von Mühlberg bis zur Saalemündung“. Die zur Eindämmung der Erosion beschlossenen Maßnahmen werden die Elbe ökologisch aufwerten, zum Beispiel durch die Wiederanbindung von Flussaltarmen an die Elbe. „Durch die frühzeitige Einbindung von unmittelbar betroffenen Institutionen und Einrichtungen in die Maßnahmenplanung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost sollen die Belange der Schifffahrt, der Wasserwirtschaft, des Hochwasserschutzes und insbesondere des Natur-,
Kultur- und Umweltschutzes gemeinsam identifiziert und zu einem fairen Ausgleich gebracht werden,“ so Thomas Menzel, Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost und Leiter des Beirats, „darüber hinaus soll die Koordinierung der geplanten Vorhaben der Beiratsmitglieder zum Gelingen einer wirkungsvollen Erosionseindämmung an der Elbe beitragen.“
In den Beirat sind neben Vertretern der Umweltministerien der Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt auch Experten aus dem Umweltbundesamt,der Bundesanstalt für Gewässerkunde, der Bundesanstalt für Wasserbau, dem Bundesamt für Naturschutz, dem Biosphärenreservat „Mittelelbe“ und der Kulturstiftung DessauWörlitz berufen. Um zu gewährleisten, dass die geplanten Maßnahmen entlang der sogenannten Erosionsstrecke mit laufenden Renaturierungsvorhaben nichtstaatlicher Einrichtungen abgestimmt und koordiniert werden können, ist als aktiv Handelnder auch die Umweltstiftung WWF Deutschland, Fachbereich Süßwasser, in dem Beirat vertreten. Darüber hinaus spricht der Beirat die Einladung an weitere Umweltverbände aus, sich als Gäste in den Beirat einzubringen.










