(openPR) Die Ortsentwicklung Schierkes beginnt nicht mit einen Spatenstich, sondern mit einem Abriss. Eine der größten Hotelruinen der Gemeinde verschwindet und macht Platz für einen möglichen Neubau.
Mit dem Abriss verbindet Oberbürgermeister Peter Gaffert die Hoffnung, dass die Ortsentwicklung Schierkes in den nächsten 5 Jahren vorangetrieben werden kann. "Schierke 2015" heißt der Entwicklungshorizont, den sich die Verwaltung gesetzt hat um die Revitalisierung des höchstgelegenen Kurorts Sachsen-Anhalts voranzutreiben.
Das Hotel "Wurmbergblick" wurde im Jahr 1890 als Sanatorium "Dr. med. Otto Haug" errichtet und für physikalisch- diätetische Behandlung verschiedener Krankheiten genutzt. Später wurde es zum Hotel umgebaut. Die Hotelanlage gehörte in Schierke viele Jahre zu den repräsentativen und exponierten Erholungs- und Villenbauten und prägte ab 1900 den überregionalen Ruf des exklusiven Kur- und Wintersportortes. Zwischen den Jahren 1890 und 1940 war das Hotel unmittelbar mit dem Beginn des Kurwesens in Schierke verbunden, denn durch seine wechselnden Gestalten und dem Baubestand galt das Gebäude als Zeugnis der Blütezeit des Kurortes.
Seit bereits 20 Jahren steht der Gebäudekomplex nun leer und konnte auf Grund akuter Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden. Bereits von außen war sichtbar, dass tragende Teile wie Dach- und Deckenbalken auf Grund eindringender Bodenfeuchtigkeit einbrachen. Viele Jahre wurde versucht eine Abrissgenehmigung für den Gebäudekomplex zu bekommen. Dies erwies sich jedoch als sehr schwierig, denn seit dem 1991 ist das ehemalige Hotel "Wurmbergblick" (DDR- Zeit "Herrmann Gieseler") mitsamt seiner Parkanlage, in der es eingebettet ist, in das Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen- Anhalt aufgenommen. Erst im November 2008 genehmigte die Untere Denkmalschutzbehörde den Abriss mit der Auflage, dass der Park weiterhin fester Bestandteil des Denkmalschutzverzeichnisses bleibt.
Nach der Eingemeindung Schierkes im Jahr 2009 plante Wernigerode im Haushaltsplan 2010 192 T€ für den Abbruch des Hotels "Wurmbergblick" ein. Mittlerweile ist bekannt, dass dieser Betrag nicht benötigt wird. Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurden die Abbrucharbeiten an die Firma Tollwitzer Recyclingwerke GmbH aus Bad Dürrenberg vergeben. Diese begann mit den Arbeiten am 16.08.2010 und plant 6 Wochen für den kompletten Abriss ein.
"Durch diesen Abriss hat Wernigerode ein erstes Zeichen im Zusammenhang mit der Eingemeindung Schierkes und der Entwicklung des Ortes gesetzt. Lange soll das Grundstück des ehemaligen "Wurmbergblicks" nicht leer stehen. Wir stehen in Verhandlung mit einigen Investoren und hoffen, dass diese ab dem Jahr 2012 ihre Pläne und Projekte in Schierke verwirklichen."
Teile der Bruchsteinmauern werden übrigens geborgen und sollen wiederverwendet werden, so auch die vorhandene Granitverblendung des Hotels. Diese soll für die Umsetzung des Ortsentwicklungskonzeptes von Schierke mit genutzt werden.















