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IFS-Schadendatenbank als Warnsystem

31.08.201017:35 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: IFS-Schadendatenbank als Warnsystem
Ein Defekt im Konvektor hat einen Brand mit hohem Sachschaden verursacht. (Bild: IFS)
Ein Defekt im Konvektor hat einen Brand mit hohem Sachschaden verursacht. (Bild: IFS)

(openPR) Immer wieder werden Rückrufaktionen ausgelöst / Jüngster Fall: Brandgefahr durch Einhell-Konvektoren / Sach- und Personenschäden / „Wenn sich Fälle häufen, werden wir aktiv“

Kiel, im September 2010. Das Kieler Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) begutachtet Jahr für Jahr mehr als tausend Brandschäden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden in der Beratung zu vorbeugendem Brandschutz und im Engagement für die Schadenprävention weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Um Menschen und Sachmittel zu schützen, werden auch immer wieder Rückrufaktionen ausgelöst, wenn bei bestimmten Geräten eine Häufung der Schadensursache festzustellen ist. „Wenn sich Fehlerquellen identifizieren lassen, die sich wiederholen, werden wir oder unsere Auftraggeber aktiv. Dann versuchen wir gemeinsam mit dem Hersteller, zügig auf die Gefahren hinzuweisen“, berichtet Dr. Rolf Voigtländer, der Geschäftsführer des IFS. „Das Problem ist, dass der Handel oft nicht weiß, wie sie die meist anonym kaufenden Kunden erreichen können. So ist es nicht einfach die defekten Geräte zurückzurufen oder vom Markt zu nehmen.“ Im letzten Jahr betraf das beispielsweise eine bestimmte Baureihe von LOEWE-Fernsehern aus den Produktionsjahren 1999 bis 2001. „Je mehr Menschen davon erfahren, desto größer ist die Chance Schäden zu verhindern.“



Beim jüngsten Fall handelte es sich um Heizgeräte – so genannte Konvektoren – der Einhell Germany AG. Die Geräte mit den Typenbezeichnungen „KON 2000“ bzw. „KON 2000 TT“ sind 2004 und 2007 an den Handel ausgeliefert worden und verfügen über eine Heizleistung von 2000 Watt. Es wurde eindeutig festgestellt, dass bei den betroffenen Typen die Gefahr eines Gerätebrandes durch Entzündung von Kunststoffbauteilen und damit das Risiko erheblicher Personen- und Sachschäden besteht (Informationen zur genauen Typbezeichnung und Rückruf unter www.einhell.com).

Der erste begutachtete Brandschaden der Konvektoren ereignete sich im November 2007 in einem Einfamilienhaus. Die Untersuchung des Konvektors im Elektrolabor des IFS ergab, dass der Brand durch eine defekte Klemmverbindung zwischen der Netzanschlussleitung und der geräteinternen Verdrahtung ausgelöst wurde.

Im Oktober 2009 kam es zu einen weiteren Brandschaden. Weil in einem Zweifamilienhaus die Zentralheizung seit längerem defekt war, wurde das ganze Haus mit elektrischen Heizgeräten beheizt, darunter waren auch zwei Konvektoren des Typs „KON 2000“. Die IFS-Experten konnten feststellen, dass es sich um die identische Brandursache handelte, wie im ersten Konvektor-Schadenfall. Menschen kamen nicht zu schaden, der Sachschaden belief sich aber auf über 100.000 Euro. Nach dem dritten, den Konvektoren zuzuordnenden Brand in einem Bürocontainer auf einem Schulgelände im Februar 2010, erfolgte kurz darauf ein Brand mit Todesfolge. Das IFS untersuchte den Fall im Auftrag der Kriminalpolizei gemeinsam mit der zuständigen Dienststelle. Die Untersuchung im IFS-Elektrolabor ergab wiederum, dass der Brand durch den gleichen Defekt der untersuchten Einhell-Konvektoren ausgelöst worden war. „Der Verlust eines Menschenlebens ist das Schlimmste, was passieren kann. Und es sind oft vermeintlich kleine elektrotechnische Defekte, die bei einer fehlerhaften Serie fatale Folgen haben können“, sagt Voigtländer.

Da alle vom IFS in Augenschein genommenen Fälle dokumentiert und ausgewertet werden, machte es die IFS-Schadendatenbank möglich, diese auffällige Schadenhäufung festzustellen. Es wurden weitere Recherchen angestellt und für Transparenz gesorgt. Nach vier Brandschäden durch Konvektoren gleichen Typs der Firma Einhell, bei denen ein hoher sechsstelliger Sachschaden entstanden ist und im Februar 2010 gar ein Mensch ums Leben kam, hat das Unternehmen wegen der Brandgefahr einen Produktrückruf über seinen Internetauftritt und über die europäische Datenbank für Produktsicherheit RAPEX gestartet.

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