(openPR) Das durchschnittliche Heiratsalter Lediger ist in Deutschland seit 1991 für Frauen um drei Jahre (von 26 Jahre auf 29 Jahre in 2003) und für Männer um dreieinhalb Jahre (von 28,5 Jahre auf 32 Jahre in 2003) gestiegen.
Außerdem erhöhte sich das durchschnittliche Alter der Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes in diesem Zeitraum von 26,9 Jahre auf 29,4 Jahre.(Datenbasis: Geburtenstatistik?Quelle: Statistisches Bundesamt)
Es zeichnet sich in diesen Zahlen ein soziales Phänomen des Hinausschiebens von Heirat und Elternschaft ab, das in den vergangenen zwölf Jahren - nach einer zumindest für Westdeutschland bereits vorausgegangenen Steigerung - neue Dimensionen angenommen hat. Das für Deutschland brisante Thema in diesem Zusammenhang ist das Hinauszögern, die Verringerung und letztlich das Aufgeben des Kinderwunsches.
Sowohl für Frauen als auch für Männer steigt das durchschnittliche Alter bei Erstheirat kontinuierlich an . Auffallend ist hierbei, dass der Anstieg des Heiratsalters bei den Männern für den hier betrachteten Zeitraum seit 1991 von 28,5 Jahren auf 32 Jahre deutlich über dem von Frauen (Anstieg von 26,1 auf 29) liegt. Bei Frauen tritt die Heirat heute im Durchschnitt 2,9 Jahre später ein als noch Anfang der 90er-Jahre im Vergleich zu einem Anstieg von 3,5 Jahren bei den Männern in diesem Zeitraum. So betrug das durchschnittliche Heiratsalter lediger westdeutscher Frauen 1970 noch 23 Jahre und lediger Männer 25,6 Jahre (Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsstatistik). Das zeitliche Aufschieben der Heirat ist Teil eines bereits länger andauernden Wandels in Deutschland. Ob der verstärkte Aufschub bei Männern mit einer schwieriger gewordenen Etablierung im Berufsleben zusammenhängt, konnte in der Studie vom Statistischen Bundesamt nicht beantwortet werden. Gründe für eine spätere Heirat können unter anderen sein, dass sich Paare oftmals selbst beruflich verwirklichen wollen und dann den Familienwunsch und auch eine Hochzeit immer öfter hinten anstellen. Entscheidend ist auch eine gesellschaftlicher und kultureller Wandel in den letzten Jahzehnten. Gesellschaftlich ist nicht mehr von Bedeutung ob ein Paar verheiratet ist oder nicht. Diese Soziale Stellung war noch vor 40 Jahren undenkbar. Auch vom Gesetzgeber wird eine Eheähnliche Beziehung nahezu gleichgestellt. Nicht zu vergessen ist das eine romantische Hochzeit ein Menge Geld kosten kann. Also immer mehr Gründe den Schritt später zu gehen um einer langen Beziehung eine Krone aufzusetzen. Denn wie heiß es im Volsmund: ,, Drum prüfe wer sich ewig binde“
Anmerkung: Die Daten für Westdeutschland und Ostdeutschland einschließlich Berlin-Ost werden getrennt nur bis einschließlich 2000 ausgewiesen.?Datenbasis: Geburtenstatistik?Quelle: Statistisches Bundesamt











