(openPR) Berlin, 20. August 2010 – Anlässlich seiner Gesellschafterversammlung am 20. August 2010 feiert dotBERLIN seinen fünften Geburtstag. Nach ersten Ideenskizzen für eine eigene Domainendung für Berlin im Jahr 2004 hatte der Onlinemarketing-Spezialist Dirk Krischenowski im Sommer 2005 gemeinsam mit seinem damaligen Partner Alexander Schubert mit der Gründung der dotBERLIN GmbH & Co. KG die Voraussetzung dafür geschaffen, dass heute ein Unternehmen mit gut 100 Gesellschaftern und Förderern in den Startlöchern steht, sich bei der ICANN (Internet Corporation für Assigned Names and Numbers) um die Einrichtung und den Betrieb der neuen Top-Level-Domain .berlin zu bewerben.
„Wir haben in den vergangenen fünf Jahren sehr viel erreicht, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind“, erklärte Dirk Krischenowski anlässlich des Jubiläums. „Wir wussten damals, dass wir einen langen Atem brauchen würden – allerdings sind wir seinerzeit von etwa drei Jahren ausgegangen, ohne ahnen zu können, welche Überraschungen der ICANN-Prozess mit sich bringen würde. Wir sind jedoch nach wie vor vom Potenzial unserer Ideen und Konzepte für den neuen Namensraum für Berlin überzeugt, zumal diese mittlerweile nicht nur von anderen deutschen Städten und Regionen, sondern auch Metropolen wie New York, Paris oder Tokio aufgegriffen worden sind.“
Die scheinbar einfache Idee: Wenn alleine in Berlin mehr Domainnamen (über 1 Mio.) registriert sind als bei vielen Länder-Top-Level-Domains, warum soll dann diesem Bedarf nicht mit einem eigenen Namensraum Rechnung getragen werden? Unterhalb von .DE sind inzwischen gut 14 Millionen Domains registriert, so dass es für jeden, der eine neue Domain benötigt – etwa bei Neugründungen von Unternehmen – immer schwieriger wird, einen geeigneten Namen zu finden. Diese Idee hat auch die Gesellschafter von dotBERLIN überzeugt, zu denen wichtige Berliner Institutionen wie der Arbeitskreis Berliner Innungen oder die Berlin Tourismus Marketing GmbH, aber auch Hotels, Internetanbieter und Einzelpersonen zählen und das Unternehmen teilweise seit fünf Jahren tatkräftig unterstützen. Auch 2010 konnten mit Air Berlin, tv.berlin, Radio Energy, Hertha BSC und dem Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB) weitere wichtige Unterstützer gewonnen werden.
ICANN hatte im Dezember 2005 formell mit der Entwicklung von Empfehlungen für die Einrichtung neuer generischer Top-Level-Domains begonnen. Die Bewerbung dafür sollte den ersten Zeitplänen zufolge im Jahr 2007 möglich sein; entsprechend erfolgte die Gründung der dotBERLIN GmbH & Co. KG. Ziel war es, innerhalb des vorgebenen Zeitraums eine Gesellschaft aufzubauen, die einen Querschnitt durch die Berliner Gesellschaft und Wirtschaft abbilden sollte. Mit der Einrichtung eines hochkarätig besetzten Beirates Anfang 2006 wurde zudem ein Gremium geschaffen, das dem Team in der Folge mit fundiertem Rat zur Seite stand.
Inzwischen hat dotBERLIN an 16 ICANN-Meetings auf allen Kontinenten teilgenommen und alleine dafür gut 250.000 km zurückgelegt. Auf zahllosen Veranstaltungen insbesondere in Berlin, aber auch auf Einladung in vielen Ländern weltweit wurde das Konzept für eine Stadt-Top-Level-Domain vorgestellt und erfuhr dabei auch eine globale Medienberichterstattung.
Nach fünf Jahren scheint nun die Abgabe der Bewerbung endlich greifbar zu werden: ICANN hat Ende Mai den vierten Entwurf der Ausschreibungsrichtlinien vorgelegt; für fast alle strittigen oder offenen Themen liegen Lösungen vor. Im September wird der Vorstand von ICANN auf einer zweitägigen Sitzung über die Umsetzung der vorliegenden Vorschläge etwa für den Schutz von Markenrechten beraten, so dass Ende 2010 die finalen Ausschreibungsrichtlinien vorgelegt werden könnten. Damit wird auch ein konkretes Datum für den Beginn des Bewerbungsverfahrens verbunden sein, das aus heutiger Sicht im Frühjahr 2011 liegen wird. Die ersten .berlin-Domains könnten damit gegen Ende des Jahres 2011 online gehen.













