(openPR) Während in Deutschland das Pkw-Geschäft schwächelt, wird China zur großen Hoffnung. Beim Pkw-Absatz und im Teile- und Servicegeschäft ist jetzt und zukünftig viel zu gewinnen.
10,3 Mio. neu zugelassene PKW allein in 2009 sprechen für sich und machen China zum größten Autoabsatzland der Welt.
Und es ist noch viel Luft für Absatzsteigerungen. Aktuell liegt die Pkw-Dichte in China bei 45 Pkw pro Tausend Einwohner. Die größte Dichte weist Peking mit 171 Pkw pro Tausend Einwohner auf. Verglichen mit dem Autoland Deutschland, wo 509 Pkw auf Tausend Einwohner kommen, steht China trotz rasanten Wachstums aber noch am Anfang der Entwicklung. Dies ist das Ergebnis einer Marktanalyse, die die Automobilanalysten der abh GmbH und ihrer Beratungstochter BBE Automotive vorgenommen haben.
Fast ausschließlich Fahrzeuge aus einheimischer Produktion wurden für Chinas Strassen neu zugelassen. Lediglich 4% der Pkw wurden importiert. Die Zulassungsstatistik führen Modelle an, die in Europa nahezu unbekannt sind. Den ersten Rang nimmt der F3 von BYD (Build your dream) ein, einer chinesischen Marke, gefolgt vom Yuedong von Beijing Hyundai und dem Lavida Langyi von Shanghai VW.
Neun der zehn bestverkauften Modelle stammen aus Joint Ventures ausländischer Automobilhersteller mit chinesischen Herstellern. „Joint Ventures sind für ausländische Automobilhersteller unerlässlich, um in China Fuß zu fassen. Das gilt bald auch für die verbauten Teile. Auch diese werden zukünftig kraft Gesetz zu hohen Prozentteilen aus chinesischer Fertigung kommen müssen“ erklärt Gerd Heinemann, Geschäftsführer der abh GmbH und verantwortlich für die Studie.
Für ausländische Teilehersteller entsteht hier die große Chance, langfristig am schnell wachsenden Reparatur- und Teilemarkt zu partizipieren. Die Automobilanalysten von abh prognostizieren jährliche Steigerungen des Marktvolumens von mindestens 15%.
Insbesondere für deutsche Unternehmen ergeben sich hier gute Perspektiven, aber auch ernst zu nehmende Risiken. Das größte Risiko für die deutschen Unternehmen besteht im Technologietransfer. Mit den Joint Venture fließt neben Kapital auch Technologie und Know-How in die chinesischen Betriebe. So ist zu befürchten, dass China sich langfristig selbst mit Autos und eigener Technik versorgen wird.




