(openPR) Vom 27. Bis 29.07. fand in Medellin, Kolumbien die jährlich grösste Modemesse Lateinamerikas statt. Ca. 400 Aussteller aus ganz Lateinamerika, davon 60 aus dem Bereich Bademode und Lingerie, haben sich an diesen drei Tagen auf 5 Hallen inkl. Aussenflächen verteilt . Den fast 7.000 kolumbianischen und ca. 1500 internationalen Kunden wurde ein Spektakel geboten wie man es sich nur in Lateinamerika vorstellen kann. Jeder dritte Stand hatte Musik im Salsa Rhytmus im Programm und der Trance Sound aus der Lounge Zone tat dann noch sein Übriges.
Eingeleitet wurde die Messe bereits am 26.07. mit einer Modenschau des jungen und sehr talentierten Designer Esteban Cortazar, der sich bereits in Europa einen Namen gemacht hat und für Ungaro gearbeitet hat.
Der Aufbau der Messe im Bodywear Bereich erinnerte etwas an die Mode City in Paris. Die Grossen der Branche hatten eigene Conceptstände, während die Kleineren, darunter auch einige vielversprechende Designer, in Fertigboxen ihre Kollektionen präsentieren mussten. Der Branchenriese Leonisa hatte es noch nicht einmal nötig einen eigenen Stand zu bauen, sondern stellte junge Studenten vor den Eingangsbereich der Bodywear Halle, die den neuesten Katalog verteilten. Dafür dominierte Leonisa aber den Laufsteg mit eigenen Shows, die weltweit ausgestrahlt wurden.
Bei den Vorstellungen der Kollektionen konnten einige wenige herausragen, darunter waren namhafte lokale Designer wie Maria Luisa Ortiz, die ihr Handwerk in Paris gelernt hat und bereits für Dior und Lacroix gearbeitet hat, als auch alte bekannte wie Ellipse im Lingerie und Bademoden Bereich, die ja auch seit gut einem Jahr in Deutschland vertreten sind. Ellipse stellte seine neue Lingerie und Pijama Kollektion in einem Stand vor, der den eigenen Stores nachempfunden wurde. Vier Models, die eine Mini Modenschau vorführten, sorgten für mächtig Wirbel und einige logistische Komplikationen, denn 4 nationale Fernsehsender und etliche Pressevertreter wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Estivo aus Bogota wollte sich etwas von den anderen Mitbewerbern im Dessous Bereich abheben und zeigte auf seiner Brandwall füllige Models aus dem echten Leben ganz im Stil von Dove. Buonanotte aus Cucuta stellte eine Pijama Kollektion vor, die man in Europa lange suchen kann. Feinste Stoffe und edle Schnitte, darunter auch einige Modelle für werdende Mütter können durchaus mit Feraud und Co. mithalten.
Lateinamerikanischer Kollektionen im Bodywear Bereich sind im Vergleich zu Europa frecher, frischer und zum Teil mehr detailverliebt. Es gibt eigentlich keinen Grund warum die deutsche Frau sich der grauen Schlichtkeit europäischer Hersteller ergeben sollte. Es wäre Wünschenswert, wenn mehr Latinos die nächste 5 elements in Berlin beleben würden und europäische Hersteller aus ihrem Dauerschlaf wecken könnten.












