(openPR) Trotz des Regens schleckten rund 600 Menschen in drei Eisdielen um die Wette. Diese hatten sich zuvor verpflichtet, zwischen 50 und 55 % ihres Umsatzes in Energiespar-Maßnahmen zu investieren. So wurden insgesamt 986 Euro für den Klimaschutz eingenommen. Das meiste Geld für den Klimaschutz nahm dabei das Eiscafé „Il Gelato Italiano“ mit 535 Euro. In den nächsten Wochen folgt die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen in den Eisdielen. Zuvor lassen sich die Schülerinnen und Schüler am Montag, 26. Juli um 20 Uhr, auf der AOK Blade Night für ihren Klimaschutz-Einsatz feiern. Dr. Rudolf Kibler vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit verleiht den jungen Klimahelden dort ihren wohlverdienten Preis.
Um 18 Uhr war die Zeit für den Kassensturz gekommen. Vier Stunden hatten die Schülerinnen und Schüler des Ernst-Mach-, Willi-Graf- und Thomas-Mann-Gymnasiums Zeit, möglichst viele Menschen zum Eiskauf zu bewegen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das „Eis118“ in Sendling investiert 50 % seines Umsatzes in energiesparende Maßnahmen, ebenso das „Venezia“. Ivan Grassi, der Ladenbesitzer des „Il Gelato Italiano“ bot zunächst 55 %. Nach der Aktion war er so begeistert von dem Engagement der Schüler, dass er seinen Einsatz auf 100% erhöhte. Durch das Austauschen der Lichtanlagen und den Wechsel zu Ökostrom können in den nächsten Jahren mehrere hundert Tonnen CO2 pro Jahr in den Eisdielen eingespart werden.
Während des Carrotmobs herrschte unter den 14 Schülerinnen und Schülern der Münchner Gymnasien gute Stimmung. Julian vom Ernst-Mach-Gymnasium war von Beginn an optimistisch: „Bei Carrotmob macht Schule kann man selber aktiv werden, Menschen einbinden und zum Mitmachen bewegen. Die Aktion zeigt, dass jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.“
Seit Mai hatten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Aktionstag vorbereitet. Im Rahmen des Projekts „Carrotmob macht Schule“ von Green City e.V. besuchten die Jugendlichen unterschiedliche Workshops und erfuhren dabei alles Wissenswerte über die Organisation eines Carrotmobs und das Thema Strom und Energie. Für die Suche nach Energielecks in den Eisdielen und für die Berechnungen des eingesparten CO2-Ausstoßes erhielten sie professionelle Hilfe durch einen Energieberater. Mit „Carrotmob macht Schule“ hat Green City e.V. das Thema Klimaschutz für Jugendliche schmackhaft gemacht und sie zum Umweltschutz motiviert.
Das Projekt „Carrotmob macht Schule“ findet im Rahmen der Kampagne „WertvollerLeben“ der Markenträger Umweltbildung.Bayern statt und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gefördert.



