(openPR) „Warum tut denn keiner was? Welche Antworten können Wissenschaft, Politik, Verbraucher und Wirtschaft zu Fragen der Klimakatastrophe liefern?“ Diese hochbrisanten Fragen stellen die Netzwerker von BN2.0, den „jungen Wilden“ vom Bund Naturschutz. Das Netzwerktreffen im Rahmen der Bayerischen Klimawoche findet vom 30. Juli bis 1. August 2010 in Ruhpolding statt.
2007 erschütterten die Klimaberichte des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) die Menschheit. Seitdem werden je nach Interessenslage unterschiedliche Strategien entworfen und Anstrengungen unternommen, um das Weltklima zu retten. Doch mit welchem Erfolg? Die Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 ist gescheitert. In Ruhpolding berichten der international renommierte Klima-Experte Prof. Dr. Hartmut Graßl, Grünen-Bundestagsabgeordneter Dr. Toni Hofreiter, Buchautorin Kathrin Hartmann und Nina Katzemich von LobbyControl über den aktuellen Stand. Informationen aus erster Hand, Zündstoff für Diskussionen und jede Menge Denkanstöße sind damit garantiert. Doch reden allein reicht nicht - BN2.0 lässt wie bei jedem Seminar dem Input der Referenten Aktionen folgen. Beim gemeinsamen Brainstorming gibt’s bewährte Tipps und neue Ideen, wie jeder Einzelne Klimaschutz konkret umsetzen kann. Eingeladen sind alle, die sich über das drängendste Umweltproblem unserer Erde informieren wollen und sich von düsteren Zukunftsprognosen nicht entmutigen lassen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Der Titel des Seminars ist Programm: Wissenschaft, Politik, Verbraucher und Wirtschaft – wer von diesen gesellschaftlichen Kräften trägt erfolgreich zum Klimaschutz bei? Welche Maßnahmen sind effektiv, wo liegen Chancen und wo die Hindernisse? Die internationalen Klimakonferenzen in Kyoto und Kopenhagen haben die Hoffnungen auf restriktive Maßnahmen enttäuscht. Wer kann das Weltklima eigentlich noch beeinflussen?
Rede und Antwort stehen an diesem Wochenende:
Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl, der ursprünglich aus Ramsau in Oberbayern stammt. Prof. Graßl leitete viele Jahre das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und beriet die Bundesregierung zu Fragen des Klimaschutzes. Von 1994 bis 1999 war er Direktor des Weltklimaforschungsprogramms bei der Weltorganisation für Meteorologie in Genf. Graßl warnte bereits in den achtziger Jahren vor den Gefahren des Klimawandels. Der international renommierte Klimaschutz-Experte setzt sich als Berater und Wissenschaftler unermüdlich für den Klimaschutz ein - auf dem Seminar erklärt er auf einer Bergtour die Ursachen und Folgen des Klimawandels aus der Sicht des Forschers. Wie drastisch sich die klimatischen Änderungen auf Umwelt und Natur auswirken, wird dem kritischen Betrachter inmitten der Schönheit eines traumhaften Alpenpanoramas besonders bewusst.
Dr. Toni Hofreiter vertritt seit 2005 für die Grünen im deutschen Bundestag. Er stellt die Möglichkeiten und Grenzen politischen Handelns aus seiner Sicht vor. Der promovierte Biologe ist verkehrspolitischer Sprecher in der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und stellvertretender Sprecher des Fraktions-Arbeitskreises II „Umwelt&Energie, Verbraucher&Agrar, Verkehr&Bau, Tourismus und Sport“.
Kathrin Hartmann, Buchautorin und ehemalige Redakteurin bei Neon, nimmt die Gruppe mit an das „Ende der Märchenstunde“. Sie stellt in ihrem gleichnamigen Buch die Frage nach der Macht der Verbraucher. Können Verbraucher Konzerne zu ökologisch und ethisch korrektem Wirtschaften zwingen, indem sie Bioprodukte und Öko-T-Shirts kaufen? Kann sogenannter strategischer Konsum die Welt verändern? Der Buchtitel deutet die Antwort bereits an, und die Aussagen der Autorin dürften beim Publikum heftige und kontroverse Diskussionen auslösen.
Nina Katzemich, Diplom-Politologin bei LobbyControl, berichtet, wie die Wirtschaft den Klimawandel für sich entdeckt und nutzt: Sie deckt „greenwashing“ als Unternehmensstrategie auf. Der gemeinnützige Verein LobbyControl hat sich zum Ziel gesetzt, über Machtstrukturen und Einflussstrategien in Deutschland und der EU aufzuklären. Nina Katzemich spricht über ihre Erfahrungen mit EU-Lobbyismus in Brüssel.
Klimaschutz ist nicht nur die Sache von Parteien und Vereinen, sondern geht auch jeden Einzelnen an. Die Seminarteilnehmer können ihren ökologischen Fußabdruck erstellen und bekommen eine Vorstellung von ihrem persönlichen Einfluss auf die Umwelt - der Gewinner darf sich über den goldgrünen Gummistiefel als Preis freuen. Welchen Beitrag zum Klimaschutz kann jeder Einzelne von uns leisten? In moderierten Gruppen werden Lösungen ausgearbeitet und Ideen gesammelt für Maßnahmen, die sich im Alltag umsetzen lassen.
Dieses Themenwochenende setzt die Projektreihe „5 x Wissen, Vernetzung, Umsetzung“ fort, die das Netzwerk BN2.0 zusammen mit dem Bildungswerk des Bund Naturschutz organisiert. Die beiden folgenden Wochenenden finden zu den Themen Landwirtschaft und zukunftsfähiges Deutschland statt. Mit dem Projekt möchte BN2.0 junge Erwachsene, die sich für „grüne“ Themen interessieren, bayernweit vernetzen.
Weitere Informationen zu Anmeldung, Organisation und Kosten:
www.bn-zweinull.de
Ansprechpartner:
Thomas Frey,
Lustgartenstr. 3, 87509 Immenstadt
Tel: 0160/ 95501313
Lioba Degenfelder,
Mercystr. 29, 85051 Ingolstadt,
Tel. 0176/ 23366714
Ulli Sacher-Ley,
BN-Bildungswerk Regensburg,
Tel. 0941/ 29720-42
Presseinfos:
Susanne Hollmayer,
Am Baumgraben 12, 84174 Eching
Tel. 0170/ 1641454









