(openPR) Aktueller Individual-Reiseführer in die Stadt der Expo 2010 – Zahlreiche praktische Reisetipps von einem echten Shanghai-Kenner. Mit chinesischen Schriftzeichen bei den Ortsnamen.
In den goldenen 1920er- und 1930er- Jahren galt Shanghai als „Paris des Ostens“ und „Hure des Orients“, wo Abenteurer ihr Glück und Missionare ihren Albtraum fanden. Nach Jahrzehnten im kommunistischen Dornröschenschlaf und mit dem Aufbruch Chinas in ein neues Zeitalter erlebt auch die Stadt am Huangpu-Fluss ein wirtschaftliches Wachstum, wie es die Welt bisher kaum gesehen hat. Als Krönung beherbergt die Metropole seit Mai die Expo 2010. Neben allem Fortschritt existiert in Shanghai aber hinter der Fassade immer noch eine Parallelwelt aus Wanderarbeitern, Tempeln und alten Gassen mit kleinen Backsteinhäusern und traditionellem Gemeinschaftsleben. In Shanghai lässt sich beides entdecken – das 19. und das 21. Jahrhundert.
Das neue Reisehandbuch „Shanghai mit Suzhou & Hangzhou“ aus dem Iwanowski Reisebuchverlag wurde von dem China-Experten Joachim Rau geschrieben, der seit 2007 in der Stadt wohnt. An Shanghai faszinieren ihn die turbulente Geschichte der Stadt und der unerschütterliche Optimismus der Bewohner, das 21. Jahrhundert entscheidend mitzuprägen. Vor allem die zahlreichen praktischen Reisetipps, bei denen der Leser spürt, dass sie von einem echten Shanghai-Fachmann stammen, sowie die chinesischen Schriftzeichen bei allen Orts- und Straßennamen sind für die Reisenden unentbehrlich.
Vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 findet die Expo im Süden Shanghais an den Ufern des Huangpu statt und soll mit rund 200 Teilnehmerstaaten und 70 Millionen erwarteten Besuchern die größte Weltausstellung der Geschichte werden. Dieses Großereignis rangiert mit seinem ökonomischen und sozialen Einfluss nur hinter den Olympischen Spielen und der Fußballweltmeisterschaft.
Shanghai hat es sich einiges kosten lassen, der Welt seine beste Seite zu zeigen. Sieben neue U-Bahnlinien kamen seit 2007 zu den bestehenden fünf hinzu, und einige Stadtgebiete wurden komplett neu gestaltet. Eine ausführliche Reportage widmet sich der Expo, den Ausstellern und die Bedeutung des Events für die Stadt.
Essen zählt zu den Hauptgenüssen in Shanghai. Daher erklärt Joachim Rau Reisenden und vor allem Geschäftsleuten, die Tischsitten: An Chinas Tafeln geht es ungezwungen zu, selbst Rülpsen ist erlaubt und wird mit voller Inbrunst vorgeführt. Der Vorteil dieser lässigen Sitten: Chinesen sind kaum mit grobem Fehlverhalten der Langnasen zu erschrecken. Trotzdem sind einige Regeln zu beachten, um keine hochgezogenen Augenbraunen zu riskieren. Dazu gehört zunächst – wen wundert es – dass mit Stäbchen gegessen wird und Messer und Gabel selbst in Mittelklasserestaurants nicht immer erhältlich sind. Mit Stäbchen sollte weder auf jemanden gezeigt werden, noch sollte man sie senkrecht in den Reis stecken, da dies an die Räucherstäbchen in buddhistischen Tempeln erinnert, mit denen der Toten gedacht wird. Auch das „Kulinarische Gruselkabinett“ wird ausführlich erläutert: Von behaarten Krebsen über Wasserkäfer bis hin zu Schlangen, Skorpionen und Schweinehirnen wird das Spektrum der chinesischen Spezialitäten amüsant, dabei kenntnisreich vorgestellt.
Dem allgemeinen Reiseteil – bestehend aus Infos zu Geschichte, Kultur und Religion folgen Allgemeine Tipps von A–Z. Ein separates Kapitel listet empfehlenswerte Unterkünfte auf – von einfach bis zur Luxusklasse. Die Grünen Seiten informieren über die Kosten eines Shanghai-Aufenthalts. Im umfangreichen Reiseteil werden alle wesentlichen Sehenswürdigkeiten mit Vorschlägen zu Spaziergängen durch Shanghai vorgestellt. In den 19 Detailkarten sind die Tourenbeschreibungen sowie die Sehenswürdigkeiten, die Hotels und Restaurants eingezeichnet, was die Orientierung vor Ort sehr erleichtert.
Elf Infokästen erläutern viele unbekannte Aspekte Shanghais – von den Auswirkungen der chinesischen Ein-Kind-Politik über die Geschichte der Juden in Shanghai bis hin zum „roten Shanghai“ – den kommunistischen Wirkungsstätten wie Museen, Ausstellungen oder dem ehemaligen Wohnhaus von Mao Zedong.
Wer einmal dem Städtetrubel entfliehen möchte, der findet in dem Kapitel „Ausflüge“ zahlreiche Hinweise, darunter die sogenannten Wasserstädte und Suzhou, die „Stadt der Gärten“ und Hangzhou, die „Stadt am berühmten Westsee“.
Der Autor Joachim Rau ist promovierter Wirtschaftsingenieur und lebt seit 2007 in Shanghai, wo er seitdem die unermüdlichen Bauarbeiten verfolgt. Für die Recherche zu diesem Reiseführer zog er mit neuem Blick durch die Straßen der Stadt, entdeckte alte Lieblingsplätze ein zweites Mal und viele Orte neu, besonders in den vergessenen Stadtvierteln nördlich des Suzhou-Flusses.
Iwanowski’s Reisehandbuch Shanghai mit Suzhou & Hangzhou
1. Auflage 2010, 288 Seiten, broschiert. Durchgehend farbig mit mehr als 150 Fotos, 21 Detailkarten und Grafiken, 43 gelbe Seiten praktische Reisetipps, 4 grüne Seiten Preisinformationen, Register.
ISBN 978-3-933041-96-8













