(openPR) Das muss doch auch anders gehen, dachte sich Entwicklungsleiter Stefan Grosskopf beim Anblick eines nur mässig beleuchteten Handys. Damit war der Startschuss für das Projekt «Schnappscheibe mit LED» bei der Kleiner GmbH Stanztechnik gefallen. Bis die Entwicklung dann fertig war, ging aber noch einige Zeit ins Land.
Wo liegen die Vorteile dieser Schnappscheibe mit LED? Die flache Bauweise, so Stefan Grosskopf, ist besonders gut für Folientastaturen geeignet. Auch die Medizintechnik mit ihren hohen Anforderungen ist ein Zielmarkt für dieses Produkt. Da keine zusätzlichen Bauteile erforderlich sind, bleibt die Bauhöhe deutlich unter allen bisherigen Lösungen. Der Montageprozess wird wesentlich einfacher, da nur eine einseitige Bestückung erforderlich ist. Die Lichtsituation ist beliebig wählbar und auf jede Umgebung anpassbar. Zudem gibt diese Schnappscheibe eine deutlich bessere Ausleuchtung her als alle bisherigen Lösungen.
Aufgabenstellung
Begonnen hat die Entwicklung mit einer einfarbigen LED, mittlerweile ist die Kleiner GmbH im Vierfarbbereich angekommen, wobei beide Lösungen ihre Berechtigung haben. Stand der Technik war zu dem Zeitpunkt eine Schnappscheibe mit Loch, durch welches Licht durchgestrahlt wurde. Nachteile waren die geringe Lichtausbeute, der komplizierte Aufbau und die hohen Kosten. Bereits nach kurzer Zeit zeigten sich die ersten Schwierigkeiten. So stellte sich die Frage, ob farbige LED oder LED-Chips aufgebracht werden sollten. Bei farbigen LED waren die Entwickler auf einen starren Abstrahlwinkel festgelegt, bei den LED-Chips war dieser flexibel. Dann zeigte sich, dass die Dämpfung der flexiblen Isolation, die auch als Linse dient, schwierig war. Zudem drohte ein Ablösen der Stromzuführung und es musste vermieden werden, dass die Schnappscheibe in der Mitte eine Schnappbewegung macht, da dadurch möglicherweise die LED beschädigt oder die Stromversorgung unterbrochen würde. Dieses Problem wurde mittels einer neutralen Zone, die die Schnappbewegung nicht mitmacht, behoben.
Entwicklungspartner
Mittlerweile sind diese Problemstellungen gelöst. Entscheidend hierfür war die enge Kooperation mit mehreren Partnern. So unterstützte die Firma Schweizer Asetronics AG die Entwickler von Kleiner bei der Auswahl der richtigen LED. Die Altatec Microtechnologies AG übernahm als Spezialistin für die Entwicklung und Herstellung innovativer und hochwertiger Mikroelektronik-Lösungen die Bestückungsplanung und die Auslegung der Optiken. Die in Neuwied ansässige Lohmann GmbH & Co. KG zeichnete sich indes für die Entwicklung und für die Lieferung der richtigen Klebefolien verantwortlich. Der Galvanikspezialist IMO steuerte die vergoldete, bondbare Edelstahloberfläche bei. Diese garantiert der Schnappscheibe eine sichere Betätigung von einer Million Schaltzyklen, eine Haltbarkeit von zehn Jahren und eine Leuchtdauer von 25 000 Stunden.
Marktaussichten
Entwicklungsleiter Stefan Grosskopf ist sehr zuversichtlich, dass er gemeinsam mit diesen Partnern die letzten Schritte zügig umsetzen wird. «Wir müssen uns beeilen», führt er weiter aus, «wir haben bereits verbindliche Anfragen über zweistellige Millionen Stückzahlen. Der Markt wartet auf unser Produkt und wir werden es marktreif machen.» Er weist auch nochmals auf die vielseitige Einsetzbarkeit hin: «Mögliche Märkte sind alle Schalter, ob im Auto, in der Medizintechnik oder in der Haushaltstechnik.» Kundenspezifische Sonderentwicklungen in jeglicher Form sind möglich und eine Entwicklungszeit von drei Monaten bis zu den ersten Musterteilen hält er für machbar.













