(openPR) Amsterdam, 28.06.2010 - Trotz anhaltender Wirtschaftskrise hat die Non-Profit-Organisation MADE-BY das Jahr 2009 erfolgreich abgeschlossen: sechs neue Modemarken konnten gewonnen und ein weiteres Büro in England eröffnet werden. Es wurden außerdem wieder zahlreiche Verbesserungen in den Entwicklungsländern umgesetzt. Gemeinsam mit MADE-BY realisierten die Mitgliedsmarken die festgelegten Nachhaltigkeitsziele. Nachzulesen ist dies im aktuellen Jahresbericht, der gerade veröffentlicht wurde.
Die Multi-Stakeholder-Organisation stellte auch 2009 ein großes Interesse der Textil- und Bekleidungsbranche an nachhaltigen Themen fest, dennoch waren die Folgen der Wirtschaftskrise spürbar. Dies hatte wiederum Auswirkungen auf das Wachstum von MADE-BY: Im ersten Halbjahr zeichnete sich eine deutlich langsamere Geschäftsentwicklung ab, erst in der zweiten Hälfte wurde der Markt dynamischer und es wurden neue Kooperationen geschlossen.
Die Zahl der MADE-BY Mitgliedsmarken stieg um sechs, auf nun insgesamt 33 Brands. Neue Mitglieder sind die englische Marke KuSan, La Siesta und Greenality aus Deutschland, das Private Label Fair in Style des belgischen Einzelhändlers JBC sowie Mud Jeans und Falcon aus den Niederlanden. Daneben realisierte die Organisation zwei Kooperationen auf Projektbasis. Die im Jahr 2008 gemeinsam mit Organic Exchange erfolgreich eingeführte Seminarreihe „The case for sustainable fashion“ wurde 2009 fortgesetzt. Die Veranstaltungen in Düsseldorf, London und Interlaken besuchten mehr als zweihundert Fachleute aus der Textil- und Bekleidungsbranche. Aufgrund der hohen Nachfrage eröffnete die Organisation Anfang des Jahres ihr drittes Büro in London, neben den bereits bestehenden in Amsterdam und Freiburg.
Nachhaltige Resultate
Gemeinsam mit dem entwicklungspolitischen Partner Solidaridad realisierte MADE-BY im letzten Jahr Umweltprojekte mit 15 Färbereien in Bangladesch, um den Einsatz von Wasser und Energie zu reduzieren. Weiterhin arbeiteten die beiden Organisationen daran die Arbeitsbedingungen von Farmern und Fabrikarbeitern in China, Indien, Uganda, Tansania, Bangladesch und Nepal zu verbessern. Mehr als 12.000 Biobaumwollanbauer und über 33.000 Arbeiter wurden auf diese Weise unterstützt.
Auch für das Jahr 2009 wurden die Fortschritte der MADE-BY Partnerbrands im Bereich Nachhaltigkeit anhand von jährlichen Scorecards dokumentiert. Eine derartige Beurteilung erhält jede Marke, die über den kompletten Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember des Jahres Mitglied ist. Im Jahr 2009 waren dies 24 Modemarken. Neu ist die Einführung einer Overall Scorecard, in der die Verbesserungen aller MADE-BY-Mitgliedsmarken zusammengefasst werden. Das Ergebnis: Über drei Millionen Kleidungsstücke wurden in sozial zertifizierten Fabriken produziert, für 2,6 Millionen wurden umweltfreundliche Materialien verwendet. Dies entspricht einem Anstieg von 117 Prozent bei der Einhaltung von Sozialstandards und einem Plus von 152 Prozent beim Einsatz umweltfreundlicher Materialien gegenüber dem Vorjahr. Eine Zunahme konnte vor allem bei der Verwendung von Biobaumwolle verzeichnet werden. Die Scorecards werden sowohl im Jahresbericht der Organisation als auch auf der MADE-BY Homepage veröffentlicht und sind somit für Jeden transparent.












