(openPR) Kupferzell, 25.06.2010:
Maximum Machines, Hersteller von Auslagesystemen für die graphische Industrie, stellt mit seinem neuentwickelten PCS – PowerControlSystem ein innovatives Konzept vor, das völlig neue Ansätze in der Organisation der Qualitätssicherung in der Druckweiterverarbeitung ermöglicht. Erstmals lassen sich in Bogenpressen für Falzmaschinen die Produktionsparameter kontrollieren.
Die erste automatische Bogenpresse arbeitet im Gegensatz zu allen bekannten Bogenpressen, die mit voreingestellter, fixer, Preßkraft arbeiten, mit einer über Eingabe am Bedienpult voreinstellbaren Preßkraft. Nun ist es möglich, die Preßkraft produktbezogen über Parametereingabe zu definieren. Bei fixer Voreinstellung ist es für den Bediener im Falzprozeß nicht möglich, die Preßkraft exakt und reproduzierbar einzustellen. Lediglich eine Grobjustierung ist möglich und nur sehr zeitaufwendig durchführbar. Anzeigen werden nicht angeboten. Eine Prozeßdefinition ist damit nicht möglich.
Da alle Systeme gegen Federpakete arbeiten, ist noch dazu die aufgebrachte Preßkraft von der Produktdicke direkt abhängig. Ein dünnes Produkt wird wenig gepreßt, ein dickes Produkt entsprechend stärker. Dies führt zu einer permanenten Fehleinstellung der Presse, die Ergebnisse sind in den meisten Fällen suboptimal.
Die Spaltweite wird bei bisherigen Pressen über das Beilegen von Produkt reguliert. Der einlaufende Falzbogen muß die Preßwalzen auseinander drücken, was bei nicht korrekter Beilage zu erhöhter Faltenbildung und damit zu Qualitätsproblemen führt. Eine Reproduzierbarkeit ist damit so gut wie ausgeschlossen. Das Ziel einer optimalen Planlage ist somit nicht erreichbar.
Mit dem neuen PCS kontrolliert MM sämtliche relevanten Parameter. Sowohl die Preßkraft wird für jedes Preßwalzenpaar kontrolliert als auch die Spaltweite wird entsprechend der Produktdicke justiert. Die Eingabe erfolgt über das Bedienpanel an der Maschine. Die SPS berechnet die exakte Einstellung und steuert die Bewegung. Sämtliche Einstellungen werden abgespeichert und sind damit für Wiederholaufträge nutzbar.
Der neu eröffnete Weg bietet nun die Möglichkeit, über die während der Produktion eingestellten Parameter Protokoll zu führen, eine schnelle und sichere Einstellung der Bogenpressen sicherzustellen und Auswertungen über Fehlerursachen besser interpretieren zu können. Welche QS wäre hierüber nicht erfreut. Anstelle des vollkommen unkontrollierten Beilegens von Produkten und ungleicher Einstellung der Preßkraft, können nun klare Vorgaben gemacht und die Ergebnisse daraufhin bezogen und ausgewertet werden. Eine Qualtiätskontrolle des Falzergebnisses ist somit weit besser möglich. Neben reinen maßlichen Prüfungen für Länge und Breite, Rechtwinkligkeit sowie andere die Falztechnik betreffenden Merkmale lassen sich nun erstmals pressenbezogene Parameter vergleichen. Bei wiederkehrender Produktion ähnlicher Produkte, z.B. Packungsbeilagen für die Pharmazie, ist dies ein unschätzbarer Vorteil zur Verbesserung der Falzbogen im Preßvorgang, deren Ziel die bestmögliche Planlage der Falzbogen sowie eine störungsfreie Verarbeitung in den Endverpackungslinien darstellt.
Verfügbar ist diese Neuerung in den Auslagen PU 600/800 – Bogenpresse als Solopresse mit Eigensteuerung , in den Falzmaschinenauslagen wie PSS 600/800 - Bogenpresse mit Schuppenauslage, PSH 600/800 – Bogenpresse mit Flachstapelauslage, PSV 600/800 – Bogenpresse mit Stehendbogenauslage , den automatischen Päckchenauslagen PAHB 600/800 mit und ohne Banderolierung, der neuen automatischen Päckchenauslage zero 600/800 sowie den Pharmaauslagen pharmaline A und pharmaline S. Lediglich Kleinformatauslagen, die mit einer besonders für kurze Produkte, in der Regel sind dies Beipackzettel, optimierten Presse ausgestattet sind, werden erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein.









