(openPR) Ausgehend von den Zeichnungen und druckgrafischen Blättern der aktuellen Ausstellung "Baustelle: Kupferstich" diskutieren Prof. Katrin von Maltzahn (Professorin für künstlerische Lehre in den künstlerischen Druckwerkstätten der HGB Leipzig), Dr. Andreas Schalhorn (Referent für moderne und zeitgenössische Kunst am Kupferstichkabinett Berlin) und Heribert Bücking. Moderation: Dr. Claudia Beelitz.
Fasziniert von den Möglichkeiten des Kupferstichs hat sich der Berliner Zeichner und Grafiker Heribert Bücking (*1940) seit über 30 Jahren dieser druckgrafischen Technik verschrieben. In thematisch orientierten Serien entfaltet sich Bückings nahezu obsessives Interesse an häufig unspektakulären Alltagsgegenständen oder technischen Geräten. Dabei begreift er die Kupferplatte in ihrer Dinghaftigkeit und lotet die Möglichkeiten und Grenzen des Kupferstichs im Umgang mit Platte und Gravur aus. Zugleich jedoch kombiniert er den Kupferstich in Collageverfahren mit zeitgenössischen Printmedien oder eigenen Zeichnungen, die er zuvor kopiertechnisch manipuliert. Bücking umschreibt auf diese Weise thematische Felder, die, wie beispielsweise das Fliegen, technische Entwicklungen voraussetzen, zugleich jedoch alte Menschheitsträume berühren.
Welche Rolle aber kann der weithin als obsolet geltende Kupferstich heute spielen? Wie setzt Heribert Bücking den Kupferstich ein, welche Bedeutung haben dabei Fragmentierung und Collage? Inwiefern reflektiert Bücking die Möglichkeiten des Mediums?
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 1. Juli 2010 um 19 Uhr im Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord statt.






