(openPR) Der Frühling ist schon seit Tagen nicht mehr zu übersehen. Und trotzdem, noch immer sind auf deutschen Straßen hunderttausende Autofahrer mit ihren Winterreifen unterwegs. Doch auch die offensichtlichen Liebhaber der kalten Jahreszeit werden schon bald ihren Autoreifen das Sommerkleid überstülpen. Dabei ist Sommerreifen nicht gleich Sommerreifen. Von Billig-Angeboten sollte hier schleunigst Abstand genommen werden. Das sagt zumindest Bernd Volkens von der Auto-Bild. Hallo nach Hamburg!
Hallo!
Frage:
Wenn ich in ein Fachgeschäft für Reifen komme, habe ich häufig beim Anblick der zahlreich unterschiedlichen Reifenprofile den Eindruck, dass ich in einem Schuhgeschäft bin. Wodurch unterscheiden sich eigentlich diese ganzen Profile?
Antwort:
Also, klassisch gibt es natürlich einmal den Sommerreifen, das ist ein Reifen, der von der Gummimischung und vom Profil her optimal auf nasse oder auf trockene Straßen abgestimmt ist. Dann natürlich den Winterreifen, der jetzt gewechselt werden sollte. Der hat feine Lamellen. Damit greift der vorzüglich im Schnee oder kann auch noch ein bisschen etwas bei Eis bewirken. Aber über diese Lamellen wird das Profil ein bisschen instabil, sprich, bei trockenen warmen oder auch bei warmen nassen Straßen verliert der Winterreifen doch deutlich an Grip und der Bremsweg ist deutlich länger. Daher sollte jetzt auf jeden Fall umgerüstet werden. Da gibt es noch die sportlichen Breitreifen oder auch Semi-Flex sogar. Gerade beim Semi-Flex muss man sagen, ist der Profilanteil wirklich sehr gering, die Profil-Tiefe ist sehr gering. Das ist wirklich etwas für den reinen Sportbereich und eher etwas für den, der auch immer zwischendurch auf die Rennstrecke fährt.
Frage:
Was ist von den vielen Billig-Angeboten zu halten? Ich habe neulich in einer Anzeige gelesen, dass es bei uns im Einkaufsmarkt schon für 49 Euro Sommerreifen geben soll.
Antwort:
Also, der Sommerreifen sollte nicht unbedingt aus dem Supermarkt kommen. Man sollte schon ein bisschen Wert auf Qualität legen. Vom wirklichen Billigprodukt bis zum Markenreifen, das ist schon eine große Bandbreite, was Bremswege, Kurvenverhalten, gerade auch Nässeverhalten angeht. Von daher sollte man schon ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Zum Beispiel haben wir den Hankook Ventus Prime bei uns in der Auto-Bild getestet mit einem Auto-Bild „vorbildlich“ und der kostet 110 Euro.
Frage:
Wer auf sich und sein Fahrzeug etwas hält, der hat natürlich auch schön glänzende Alu-Felgen, aber auch die gibt es schon für 50 Euro und weniger das Stück. Raten Sie davon ebenso ab?
Antwort:
Also zu Felgen, richtig bezeichnet man die ja als Räder, muss man sagen, die preiswerten Angebote aus dem Zubehör kann man durchaus kaufen. Wichtig ist dabei, dass man eine gültige ABE oder ein Teilgutachten für das Fahrzeug hat. Es bringt nichts, sich irgendein Rad zu kaufen, das man später nicht auf seinem Fahrzeug fahren darf. Und das selbst eintragen zu wollen ohne diese Gutachten, das ist geradezu unmöglich. Von daher ist die erste und wichtigste Empfehlung letztendlich: darauf achten ein gültiges Teilegutachten bzw. eine ABE für das Fahrzeug. Und dann kann man durchaus auch auf ein preiswertes Rad aus dem Zubehör zurückgreifen.
Das war Bernd Volkens von der Auto-Bild, vielen Dank!
Ja, vielen Dank und tschüß!
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