(openPR) Im Jahr des 8o. Geburtstags des international renommierten Zero Künstlers Günther Uecker ist eine Prägegrafik erschienen, die in ihrer Art und im Ausmaß einmalig ist. Als Titel trägt die Arbeit "Spirale 2010". Zwar beschäftigt sich der am 13.3.1930 geborene Uecker bereits zuvor bereits häufiger mit dem Thema Spirale. Der Verlauf des Nagelreliefs in Kombination mit den größten Maßen, die Uecker je in einem grafischen Werk umsetzte, machen diese Arbeit aber zu einem einmaligen künstlerischen Ereignis. Die Spirale, die häufig auch in der Geometrie mit der Schraube verwechselt wird (diese aber im Gegensatz zur Spirale zwingend ein räumliches Gebilde ist) interessiert Uecker nicht zuletzt in der Tradition des Zen, dem der Künstler nahesteht. Dabei handelt es sich um eine japanischen Strömung des Buddhismus. Ausgehend von der Theorie, dass man anderen nur dann helfen kann, wenn man sich selber befreit hat, trägt Zen auch einen wesentlichen Anteil in der Konzentration in die Mitte, oftmals mit Hilfe der Meditation. Die Spirale, in ihrer gleichmäßigen, ruhigen Kraft, die sowohl nach innen, wie aussen leitet, trägt in diesem Sinn eine starke Symbolkraft, die Uecker fasziniert und gleichermaßen aufgreift. Sowohl in der Kunstgeschichte (siehe das Land Art Kunstwerk von Robert Smithson "spiral jetty", das 1970 in der Wüste von Utah entstand, als auch in der Natur (Schnecke) sind Spiralen bekannte Erscheinungsformen. Auch in der Umsetzung ist die "Spirale 2010", sowohl im Sinne von Zen, als auch unter künstlerischen Gesichtspunkten nur mehr als gelungen. In der gleichmässigen Umrandung der Spirale vom dicken Bütten, als auch der konsequenten Nutzung des quadratischen Formates, sind alle formalästhetischen Gesichtspunkte erreicht. Das dicke, fast starre, schwere Papier ist durch die Qualität in Kombination mit der Feuchtigkeit beim Prägevorgang extrem gewellt. Ein Phänomen, welches der Fachmann mit "das Blatt tanzt" bezeichnet. Die großen, voluminösen zum Teil in der Länge variierenden Nägel tragen in ihrer Präsenz zur immensen Ausstrahlung der Arbeit bei. Mit welcher Wucht, Kraft und dennoch unglaublichen Präzision der 80 jährige Künstler das Metall ins Holz getrieben haben muß, um es dann umzuschlagen, um die Druckvorlage für die Blindprägung erstellen zu können, die dann den seriellen Abzug von neunzig gleichen Prints möglich macht, ist sich in der Phatasie des Vorstellenden kaum auszumalen. Kein Wunder also, daß die 90 Exemplare beim Verleger vor Erscheinen der Grafik bereits vergriffen waren.











