(openPR) Rub' Al Khali-Wüste und Khuff-Jilh-Minjur-Aquifer
Friedrichshafen, 14.06.2010 - Das Königreich Saudi-Arabien ist eines der wasserärmsten Länder unserer Erde. Die Wasserversorgung des Landes ist deshalb von größter Bedeutung. Voraussetzung hierzu ist eine Erkundung und Bewertung der bestehenden Wasserressourcen. Seit 2002 führt das Ministerium für Wasser und Elektrizität in Saudi-Arabien dazu zahlreiche Studien durch. In diesem Zusammenhang wurde die Dornier Consulting GmbH aus Friedrichshafen gemeinsam mit der GTZ International Services (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) beauftragt, die Grundwasserverhältnisse in der Rub' Al Khali-Wüste und im zentralen Bereich Saudi-Arabiens zu erkunden. Beide Projekte begannen vor kurzem und werden bis Mitte 2013 andauern.
Die Rub' Al Khali, auf deutsch "das leere Viertel", ist im Südosten Saudi-Arabiens gelegen und stellt die größte Sandwüste der Erde dar. Das Gebiet erstreckt sich über ca. 600.000 km2; dies entspricht ungefähr der 1,7-fachen Größe Deutschlands. Ziel dieser Studien ist die Erkundung der Grundwasserverhältnisse in verschiedenen grundwasserführenden Gesteinsschichten (Umm Er Radhuma- und Wasia-Biyadh-Aquifer). Diese bestehen aus mehreren hundert Meter dicken Kalksteinfolgen oder sind aus mächtigen Sandsteinen zusammengesetzt.
Die Grundwasserleiter in Zentral-Saudi-Arabien werden von den Schichten des Khuff, Jilh und Minjur gebildet. Sie bestehen aus mächtigen Kalkstein- und Sandsteinschichten, die als Grundwasserspeicher und -leiter dienen.
Hauptziel der beiden Studien ist die Beantwortung der folgenden Fragen:
- Wie groß sind die Zu-und Abflüsse in und aus den Grundwasserleitern?
- Wie viel Grundwasser ist im Untergrund gespeichert bzw. noch vorhanden?
- Wie kann man die Grundwasseressourcen optimal nutzen und ist eine nachhaltige Bewirtschaftung des Grundwassers möglich?
Um diese Fragen zu beantworten sind umfangreiche Untersuchungen erforderlich. Sie umfassen unter anderem die Aufnahme aller Brunnen, die Analyse der Grundwasserqualität und die Ermittlung des Wasserverbrauchs. Unterstützt werden diese Arbeiten durch einen internationalen Forschungsverbund zwischen dem saudischen Ministerium für Wasser und Elektrizität, der GTZ, der Technischen Universität Darmstadt und dem Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ).










