(openPR) Staatliche Förderung zunächst bis Jahresende
Frankfurt am Main, 11. Juni 2010 - Die Kosten von Materialverlusten oder ineffizientem Materialeinsatz bilden in vielen Unternehmen eine entscheidende Optimierungsquelle. In der Industrie sind die Materialkosten mit 44,8 Prozent der führende Kostenblock. „Der effiziente Einsatz von Material, Hilfs- oder Betriebsstoffen bietet zahlreichen Unternehmen die Chance, Verschwendungen zu vermeiden“, sagt Stefan Kloos, Geschäftsführer der DGQ Beratung GmbH.
Der Materialkostensenkung attestiert er eine enorme Hebelwirkung. „Bei einer durchschnittlichen Umsatzrendite von drei Prozent und einem Materialkostenanteil von 45 Prozent des Umsatzes haben zwei Prozent Reduzierung der Materialkosten den gleichen Effekt wie eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent“, errechnet Kloos. Nach einer Studie der Deutschen Materialeffizienzagentur (demea) von 2009 liegen die Einsparpotenziale mit 20 Prozent nachhaltiger Materialkostensenkung in den meisten Unternehmen noch um ein Vielfaches höher.
Der internationale Wettbewerb um begrenzte Rohstoffquellen werde in den nächsten Jahren zu einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise führen und damit zur Verschärfung der Kostensituation beitragen, warnt Kloos: „Daher müssen Unternehmen Ihren Materialeinsatz noch effizienter gestalten, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben“. Eine gezielte Materialkostenreduzierung bezeichnet er als ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Instrument zur Ergebnisverbesserung. Als Praxisbeispiel erzielter Verbesserungen durch Materialeffizienz nennt der DGQ-Beratungs-Chef ein Unternehmen mit 400 Mitarbeitern aus der Kunststoffindustrie. Dort habe die Prozessoptimierung in Form einer Wertstromanalyse den hohen Ausschuss in der Dichtstoff-Herstellung deutlich herunter gefahren. Dem Unternehmen war es gelungen, eine Reduzierung der Ausschussquote mit etwa 140.000 Euro Einsparung pro Jahr zu realisieren.
Generell verbindet der Lösungsansatz den Erfolgsfaktor Qualität mit der Reduzierung der Materialkosten. Durch kurzfristige Analysen identifiziert das Beratungsunternehmen der Deutschen Gesellschaft für Qualität die Einsparungspotenziale sowie die wichtigen Stellhebel in den Unternehmen und begleitet die wirksame Umsetzung der Maßnahmen. Hinzu kommt die Unterstützung zum Senken von Materialkosten durch eine staatliche Förderung, die einen Zuschuss zwischen 50 und 67 Prozent der Kosten für eine Potenzialanalyse vorsieht. Möglich sei das, weil die DGQ Beratung über Berater verfügt, die bei der demea als Materialeffizienzberater zugelassen sind. Sie unterstützten auch bei der Antragstellung entsprechender Fördermittel. Die Förderung von Unternehmen bis zu 1.000 Mitarbeitern ist zunächst bis Ende 2010 befristet.










