(openPR) Meppen/Herzlake. „Das Emsland wird überregional noch nicht als wirtschaftliche Wachstumsregion mit seinen enormen Potentialen wahrgenommen“, so der Leiter des neu gegründeten Arbeitskreises beim Wirtschaftsverband Emsland, Wilfried Große-Berg. Der geschäftsführende Gesellschafter des Kölner Medienunternehmens infokontor und gebürtige Lingener ist stolz auf seine Heimat. Rund 20 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Kommunikationsbranchen sowie Marketingverantwortliche der Unternehmen trafen sich zu einem ersten Gedankenaustausch im Hotel Aselager Mühle.
„Das Emsland hat sich als Tourismusregion bundesweit etablieren können, wird allerdings auch als strukturschwache Region wahrgenommen“, leitete der Arbeitskreisleiter die Diskussion anhand einer von seiner Agentur erstellten nicht repräsentativen Umfrage ein. Der Arbeitskreis Image/Kommunikation will mit geeigneten Maßnahmen das Image des Emslandes überregional aufwerten. Hierzu sollen durch den Arbeitskreis zielgruppenorientierte Konzepte erstellt werden. Wichtige Zielgruppen, die angesprochen werden sollen, sind die Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte. „Hier wird es immer schwerer für die Unternehmen, qualifizierte Mitarbeiter in das Emsland zu holen“, beschreibt auch Olaf Wollny, Leiter Öffentlichkeitsarbeit beim Kernkraftwerk Lingen, die Situation des Fachkräftemangels, welche bereits jetzt bei den Unternehmen spürbar sei. Selbst lukrative Stellenangebote im Emsland würden Fach- und Führungskräfte ablehnen, da sie für einen Umzug in das Emsland nicht die Zustimmung in der Familie hätten. Hinzukomme, dass 81 Prozent der Befragten das Emsland für eine Struktur- und Wirtschaftsschwache Region halten. „Wir haben hier ganz klar eine Imageproblem, denn das Emsland ist besser als sein Ruf“, resümiert Große-Berg. Auch in kultureller Sicht habe das Emsland im Vergleich mit dem Angebot in Großstädten aufgeholt. Weitere Vorzüge der Region seien die geringe Arbeitslosenquote, die hohe Lebensqualität, Familienfreundlichkeit, günstige Grundstückskosten, welche allerdings noch stärker kommuniziert werden müssten.













