(openPR) Stuttgart (ACE) 08. Juni 2010 – Staus aufgrund von Behinderungen durch Autobahnbaustellen bleiben vorerst an der Tagesordnung. Obwohl die Zahl der Autobahnbaustellen in den vergangenen drei Wochen (Stichtag: 18. Mai) von 498 um 52 auf 446 gesunken ist, kann von einer Entspannung keine Rede sein. Wie der ACE Auto Club Europa am Dienstag in Stuttgart weiter berichtete, werden derzeit auf einer Gesamtstrecke von mehr als 1704 Kilometern die Fahrbahnen erneuert und ausgebaut. Das sind nur 17 Streckenkilometer weniger als Mitte des vergangenen Monats. Der Anteil von Baustellen am gesamten Autobahnnetz beträgt laut ACE 7,03 Prozent (Mitte Mai: 7, 10 Prozent). Im rechnerischen Schnitt ist eine Baustelle derzeit rund 3,5 km lang.
Der ACE beobachtet die Entwicklung von Autobahn-Baustellen unter Einbeziehung beider Richtungsfahrbahnen, die länger als 8 Tage dauern.
Baustellen-Highlight:
Die von Baustellentätigkeit am stärksten betroffene Autobahn ist derzeit die A40 in Fahrtrichtung Dortmund-West.
Die 94 km lange Autobahn ist zu 75,0 % mit Baustellen belastet. Kraftfahrern bleibt nur ein Stück von rund 23 km ohne Baustellen.
Baustellen-Hitliste:
1. A40 mit 66,4 Kilometer Baustellenteilstück zwischen der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Süd und der Anschlussstelle Bochum/Wattenscheid-West. Im gesamten Abschnitt findet ein Anbau von Fahrstreifen statt.
2. A5 mit 19,80 Kilometer Baustellenteilstück zwischen der Anschlussstelle Zeppelinheim und dem Autobahnkreuz Darmstädter Kreuz. Im gesamten Abschnitt findet eine Verbreiterung der Fahrbahn statt.
3. A4 mit 15,20 Kilometer Baustellenteilstück zwischen der Anschlussstelle Ronneberg und der Anschlussstelle Meerane. Im gesamten Abschnitt findet ein 6-spuriger Ausbau statt.
4. A5 mit 13,8 Kilometer Baustellenteilstück zwischen der Anschlussstelle Friedberg und dem Autobahnkreuz Gambacher Kreuz. Im gesamten Abschnitt werden Fundamente für Streckenbeeinflussungsanlagen gelegt.
Die Vielzahl von Baustellen ist nach Darstellung des Clubs noch ein Ergebnis des von der schwarz-roten Bundesregierung beschlossenen Konjunkturprogramms II; es läuft Ende des Jahres (2010) aus.
Der ACE hat unterdessen weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Sanierung und zum bedarfsgerechten Ausbau der Strecken und der Verkehrsleittechnik gefordert. Gerade mit dem Ausbau elektronischer Strecken- und Netzbeeinflussungsanlagen könnten Unfälle vermieden und Reisezeiten verkürzt werden. Außerdem sorge modernes Verkehrsmanagement für eine bessere Auslastung alternativer Routen. Baustellen sind auch gefürchtete Staufallen. 30 Prozent aller Staus gehen laut ACE auf das Konto von Baustellen.
ACE: Geschwindigkeitsbegrenzung im Baustellenbereich befolgen
Der ACE befürwortet zugleich ein besseres Baustellenmanagement etwa durch die Einrichtung von Nachtbaustellen. Hierdurch könnten Behinderungen minimiert und volkswirtschaftliche Kosten reduziert werden.
Autobahnbaustellen stellen gefährliche Unfallschwerpunkte dar.
Der ACE rät daher Verkehrsteilnehmern zu besonderer Vorsicht und zur Befolgung der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote.
Alle Baustellen hat der Club unter
www.ace-online.de/grafiken zusammengestellt.











