(openPR) Die Sonne lacht am frühen Samstagmorgen – ein perfekter Start ins Wochenende. Raus aus der Stadt und am liebsten aufs Wasser. Nördlich der Metropole Berlin lädt das Ruppiner SeenLand zum Wochenendtrip mit dem Kanu ein.
Egal ob Großfamilie oder Einzelkämpfer, Ruhesuchende oder Kulturentdecker die schier unendliche Seenlandschaft bietet für Jedermann die geeignete Tour. Und bitte nicht vergessen – die Badehose.
Ideal! Ausgangsorte einer solchen Tour, wie Neuruppin, Rheinsberg und Lindow, sind in einer Stunde mit dem Auto oder der Bahn erreichbar.
Stadtbesichtigung vom Wasser aus inklusive
Rheinsberg ist Start unserer Eintagestour, die nach gut 17 km in Flecken Zechlin en-det. Das Kanu vorab beim ortsansässigen Kanuvermieter reserviert, geht es nach einer kurzen Einweisung aufs Wasser. Nicht mitgebucht, aber inklusive – eine Stadt-besichtigung vom Wasser aus. Das im alten Glanz erstrahlende Schloss, das Schlosstheater und die herrliche Parkanlage liegen direkt am Ufer des Grienerick-sees. Ans nasse Element und Paddeln gewöhnt, werden nun mit Muskelkraft die wie an einer Perlenkette gereihten Seen durchfahren. Sie sind hier und da durch Kanäle miteinander verbunden, die Zeugen sind aus der Zeit als Berlin auf dem Wasserwege mit Holz und Ziegel aus der Region beliefert wurde. Heute sind sie ein Segen für Wassersportler und Naturliebhaber, denn so entstand hier im Norden Brandenburgs bis weit ins Mecklenburgische hinein das größte zusammenhängende Seengebiet Europas. Beim Durchfahren des Rheinsberger Sees weist am Ufer der knallig rote Leuchtturm den Weg zum IFA Hafendorf und in der Seemitte liegt die sagenumwo-bene Remusinsel. Nach ca. 7 km ist der Schlabornsee bei Zechlinerhütte erreicht. Ein- und Ausstiegstellen ermöglichen einen Landgang im ehemaligen Glashüttendorf. Ein mitgebrachtes Picknick am Badestrand oder die Einkehr in einem der Restau-rants am Seeufer stärken die Kräfte für die Weiterfahrt. Das Paddel durchgezogen, ist alsbald der Tietzowsee erreicht. Am linken Seeufer bieten sich Rast- und Bademög-lichkeiten bevor ganz scharf links abgebogen wird, um über einen kleinen Kanal auf den Zootzensee zu gelangen. Von nun an ist man für einige Zeit ganz für sich mit der Natur. Der Repenter Kanal, auch Landwehrkanal genannt, führt schnurstracks gera-deaus durch eine Wiesen- und Waldlandschaft und mündet im Großen Zechliner See. Hier kann man am Ufer weilen oder weiter paddeln und den Schlussspurt einle-gen, denn nun ist das Ziel Flecken Zechlin nahe. Der Urlaubsort schlängelt sich male-risch an den steilen Ufern des Schwarzen Sees entlang. Noch etwas wacklig auf den Beinen wird wieder Land betreten. Ein vorab vereinbarter Shuttleservice der Kanu-vermieter ermöglicht den problemlosen Rücktransport von Boot und Paddler nach Rheinsberg.
Der besondere Tipp:
Für Aktive und Naturnimmersatte ist die Tagestour auch als Paddel & Pedale- Tour kombinierbar. In Flecken Zechlin vom Kanu aufs Fahrrad umgestiegen, kann Rheins-berg auf einem reizvollen Abschnitt des Tour Brandenburg Radeweges erreicht wer-den.
Der Amazonas liegt in der Ruppiner Schweiz
Fontane umschreibt die Ruppiner Schweiz in seinen schönsten Worten. Und auch heute kommt man nicht aus dem Schwärmen, wenn mit dem Kanu die glasklaren Gewässer eingebettet in eine hüglige Endmoränenlandschaft erkundet werden.
Doch ein Schritt zurück. Diese Zweitagestour startet in Fontanes Geburtstadt Neu-ruppin und endet in Lindow. Eine Übernachtung ist auf einem der Biwak- oder Cam-pingplätze entlang der Strecke einzuplanen.
Am Ufer des Ruppiner Sees ins Kanu gesetzt, bietet sich eine einmalige Sichtweise auf die Stadt: Klosterkirche, Fachwerkhäuser und Seepromenade aus Postkartenper-spektive.
Der Ruppiner See – mit seinen 14 km der längste See Brandenburgs - wird in nördli-che Richtung befahren. Dann sind die Dächer Alt Ruppins zu sehen. Durch das Städtchen schlängelt sich das Flüsschen Rhin, dessen Lauf die Fahrrichtung be-stimmt. Wer die einzige Schleuse der Tour in Neumühle umgehen möchte, kann eine Bootsschleppe ausprobieren. Nun wird eingetaucht in die Ruppiner Schweiz. Viel Ruhe und Naturerlebnis bieten die waldumsäumten Rinnenseen. Der kleine Ort Stendenitz am Zermützelsee lädt mit Gaststätte, Camping- und Wasserwanderrast-platz zum Übernachten ein. Die Hälfte der Strecke ist geschafft.
Ein kleiner Abstecher:
In das am westlichen Seeufer mündende Rottstielfließ eingefahren, wird alsbald der Tornowsee erreicht. Hier sind Motorboote tabu. Die einmalige Naturkulisse und die landschaftsbegleitende Stille laden zum Verweilen ein. Ein Biwak- und Campingplatz am südlichen oder das Hotel Boltenmühle am nördlichen Seeufer bieten Übernach-tungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel.
Den Zermützelsee rechter Hand verlassend paddelt man auf dem wohl urigsten Ab-schnitt der Strecke. Der Rhin durchfließt nun eine Auen- und Sumpflandschaft, die mit Bruchwäldern, schwimmenden vom Ufer gelösten Inseln und Felder aus Schwimmblattpflanzen an das Amazonasgebiet erinnert und schon als Kulisse für den Film „Osceola“ diente. Der Lindower Rhin wird bis zum Gudelacksee durchpad-delt. Beim Befahren des Sees fällt der erste Blick auf die Insel Werder. Das Kleinod, welches heute in privater Hand bewirtschaftet wird, bietet neben ökologischer Land-wirtschaft die Möglichkeit am alten Inselhafen für eine Nacht zu biwakieren. Für ganz Sportliche ist hier nach gut 25 km Zeltaufbauen angesagt.
Egal wo übernachtet wurde – Lindow erreicht nach 26 km Jeder. In der „Stadt der drei Seen“ kann am Bootshafen angelandet werden. Sehenswert ist die Klosterruine am Wummsee, die Fontanes Lieblingsort im früheren Lindow war. Dann nimmt der bestellte Shuttleservice Kanu und Paddler in Empfang. Wer mit dem Zug nach Neu-ruppin reiste, hat hier die Möglichkeit den Bahnanschluss nach Berlin zu nutzen.
In diesem Sinne immer eine handbreit Wasser unterm Kiel und gute Fahrt.
Weitere Informationen und andere Tourentipps erhalten Sie beim Tourismusverband Ruppiner Land unter 03391/65 96 30 und www.ruppiner-reiseland.de











