(openPR) MFG Stiftung startet 11. Ausschreibungsrunde des Karl-Steinbuch-Stipendiums
Noch bis zum 19. Juli 2010 können sich Studierende aus dem Südwesten wieder um ein Karl-Steinbuch-Stipendium der MFG Stiftung Baden-Württemberg bewerben. Gefragt sind Projekte, die die Querschnittsbereiche Informationstechnologie und Medien mit anderen Fachwissenschaften verbinden.
Stuttgart, 20.05.2010 – Das Karl-Steinbuch-Stipendium der MFG Stiftung Baden-Württemberg geht in eine neue Runde: Bis zum 19. Juli 2010 können sich baden-württembergische Studierende mit innovativen IT- und Medienprojekten bewerben. Wichtige Voraussetzung: Die Arbeiten müssen ein konkretes Forschungsziel haben oder einen künstlerischen Wert aufweisen. Besonders gefragt sind interdisziplinäre Projekte, die die beiden Querschnittsbereiche Informatik und Medienwissenschaften mit anderen Fachdisziplinen verbinden.
„In Baden-Württemberg gibt es viele junge Spitzentalente, die neben ihren zahlreichen studentischen Verpflichtungen herausragende Ideen entwickeln. Mit dem Karl-Steinbuch-Stipendium unterstützt die MFG Stiftung Baden-Württemberg gerade diese hoch qualifizierten und überdurchschnittlich engagierten Studierenden dabei, ihre Ideen in konkrete Projekte umzusetzen. Für Baden-Württemberg, das innerhalb der EU mit die höchste Innovationskraft aufweist, ist diese Form der Talentförderung von großer Bedeutung. Daher unterstützt das Land dieses Stipendien-Projekt bereits von Beginn an und hat hierfür bislang rund 1,7 Millionen Euro bereitgestellt“, sagte Medienminister Helmut Rau.
Bewerben können sich sowohl einzelne Studierende als auch Teams mit einer gemeinsamen Arbeit. Weiterhin sollte das Projekt von einem Professor oder einer Professorin fachlich begleitet werden.
Erfolgsbilanz: 165 Studierende mit 115 interdisziplinären Projekten gefördert
Bereits seit 2004 fördert die MFG Stiftung mit dem Stipendium talentierte Nachwuchskräfte und setzt wichtige Impulse für die Forschung in Baden-Württemberg. In den vergangenen 10 Ausschreibungsrunden wurden insgesamt 165 Studierende mit 115 Projekten unterstützt. „Das Karl-Steinbuch-Stipendium hat sich in den letzten Jahren als eine Art ‚Trendbarometer’ erwiesen“, erklärt Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Stiftung Baden-Württemberg. „Indem unsere Stipendiaten verschiedene Disziplinen miteinander kombinieren, stoßen sie oft auf interessante Anwendungsmöglichkeiten oder viel versprechende Forschungsfelder. So geben wir der IT- und Medienbranche immer wieder innovative Impulse.“
Pixeldemo.de – Plattform für friedliche Demonstrationen im Internet
So überzeugte in der letzten Ausschreibungsrunde beispielsweise Bernadette Boebel mit ihrem Projekt pixeldemo.de die fünfköpfige Jury. Pixeldemo ist eine Plattform für friedliche Demonstrationen im Internet, auf der jeder mit geringem Aufwand seine Meinung vertreten kann. Jeder Internetnutzer hat die Möglichkeit, mit wenigen Klicks sein eigenes „Demo-Pixel“ zu personalisieren und in Form dieses winzigen „Avatars“ an Pixeldemonstrationen teilzunehmen. Die Idee zu dieser Meinungsbildungsplattform kam der Stipendiatin während eines Seminars zum Thema Weblogs an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung. Mit Unterstützung des Karl-Steinbuch-Stipendiums will sie ihr Projekt nun weiterentwickeln und konkrete Anwendungsbeispiele finden.
Software zur automatisierten Qualitätskontrolle von Mikroskopie-Bildern
Die Idee von Christian Scheelen und Christoph Sommer von der Universität Heidelberg ist dagegen für die Medizintechnik relevant: Ein bisher ungelöstes Problem bei der Analyse von Mikroskopie-Bildern sind beispielsweise durch Haare oder Staub verursachte Verunreinigungen. Diese Fehlerregionen verfälschen die Analyse und müssen deshalb im Voraus aussortiert werden. Die beiden Stipendiaten entwickeln nun eine Software zur automatisierten Qualitätskontrolle von Mikroskopie-Bildern. Dadurch soll der Computer darauf trainiert werden, Abweichungen vom Normalbild zu erkennen.
Mit Softwarelösung Fehler in Logikprogrammen aufspüren
Rund ein Viertel der Projektideen, die bisher durch das Karl-Steinbuch-Stipendium gefördert werden, kommen aus dem Bereich der Computerlinguistik. So auch die Arbeit von Kilian Evang und Johannes Dellert. Die einfallsreichen Studenten aus Tübingen haben die Softwarelösung Kahina entwickelt – ein grafisches Diagnose-Werkzeug, das Fehler in der Grammatikentwicklung und Logikprogrammierung aufspürt und visualisiert. Verwerten lassen sich die Ergebnisse sowohl für die Informatik als auch für die Linguistik, was noch einmal den interdisziplinären Charakter des Stipendiums unterstreicht.
Weitere Projektbeschreibung und Bewerbungsunterlagen sind zu finden unter www.karl-steinbuch-stipendium.de
Bewerbungsschluss: 19. Juli 2010
Weiterführende Links:
www.karl-steinbuch-stipendium.de
www.mfg.de/stiftung
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