(openPR) Biogas-Tour durch NRW erreicht Steinfurt +++ Hochkarätige Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Fachverbandes Biogas e.V. an der Fachhochschule Münster in Steinfurt
Steinfurt, 29.4.2010 Am Donnerstag abend luden der Fachverband Biogas e.V. zusammen mit der Firma PlanET Biogastechnik GmbH und der Fachhochschule Münster in Steinfurt zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Biogas in Veredelungsregionen sinnvoll integrieren“ ein.
Im Vorfeld der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen setzt sich der größte europäische Biogas-Verband verstärkt für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Biogasbranche ein. Ziel der Biogas-Tour ist, das Bewusstsein für Biogas als umweltfreundliche, erneuerbare und einheimische Energiequelle zu stärken.
Der Ausgang der Landtagswahlen am 09. Mai in Düsseldorf wird entscheiden, welche Rolle die Erneuerbaren Energien in NRW zukünftig spielen werden. Denn nach wie vor liegt die energiepolitische Aufmerksamkeit im bevölkerungsreichsten Bundesland auf Kohlekraft. Auf der Fachveranstaltung „Biogas in Veredelungsregionen sinnvoll integrieren“ diskutierten die Verbandsvertreter Dr. Claudius da Costa Gomez und Bastian Olzem mit MdB Johannes Röring (CDU, selbst Biogasanlagenbetreiber), Prof. Dr. Christof Wetter (Dekan des Fachbereichs Energie, Gebäude, Umwelt der FH Münster) sowie Hendrik Becker (Geschäftsführer PlanET).
Prof. Wetter zeigte anhand einer Studie, dass es im Kreis Steinfurt noch Möglichkeiten gebe, neue Biogasanlagen zu errichten. Allerdings müssen beim weiteren Ausbau besonders die vorhandenen Nährstoffmengen aus der Tierhaltung berücksichtigt werden, um Fehlentwicklungen zu vermeiden. Hierfür eignen sich laut Anlagenhersteller Hendrik Becker insbesondere kleinere Hof-Biogasanlagen (50 kW), die ausschließlich mit der anfallenden Gülle betrieben werden, d.h. fast ohne den Einsatz von Energiepflanzen. Hauptvorteil der Güllevergärung ist die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen, die sonst bei der Ausbringung von Gülle entstehen. „Würden wir 80 Prozent der Güllemenge in Deutschland in Biogasanlagen vergären, könnten rund 6,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden“, betonte Bastian Olzem.
Landwirtschaftsexperte Röring sieht den Güllebonus im Erneuerbaren-Energien-Gesetz positiv. Für ihn ist er ein echter Emissionsminderungsbonus. Röring würde den Mindestanteil der zu vergärenden Güllemenge von heute 30 auf mindestens 50 Prozent erhöhen. Um die Debatte über die Konkurrenz zwischen klassischer Agrarproduktion und Biogaserzeugung zu verhindern, empfahl er die Effizienzsteigerung der Biogasproduktion: „Wir müssen vor allem beim Anbau der Energiepflanzen auf dem Acker effizienter werden“, sagte MdB Röring. „In Veredlungsregionen wie bei uns muss Biogas Probleme lösen und nicht neue schaffen.“
Verbands-Geschäftsführer da Costa Gomez forderte den Politiker zu einem eindeutigen Bekenntnis pro Biogas auf: „Als einer der wenigen Biogasanlagenbetreiber im Bundestag müssen Sie sich dafür einsetzen, dass unsere Landwirte Geld mit Biogas verdienen können und die Wertschöpfung hier nicht verloren geht.“ Schon heute ist Biogas ein wichtiges Standbein für die Landwirtschaft. Zudem stärkt es die regionale Wirtschaft und schafft jährlich fast 2.000 neue Arbeitsplätze.
Unter www.biogas-tour.de finden Sie aktuelle Informationen und zahlreiche Bilder zur Biogas-Tour durch NRW.
Kontakt:
Fachverband Biogas e.V.
Geschäftsstelle
Andrea Horbelt
Pressesprecherin
Tel.: 0 81 61 / 98 46 63
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Hauptstadtbüro
Bastian Olzem
Referatsleiter Politik
Tel.: 0 30 / 27 58 179 0
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