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Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten des Tennisellenbogens

29.04.201009:04 UhrSport
Bild: Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten des Tennisellenbogens
Prof. Dr. Jürgen Ahlers, Orthopäde Frankfurt
Prof. Dr. Jürgen Ahlers, Orthopäde Frankfurt

(openPR) Von Prof. Dr. Jürgen Ahlers, Orthopäde Frankfurt

An einem Tennisellenbogen, einer der häufigsten Erkrankungen im orthopädischen Fachgebiet, erkranken Schätzungen zufolge 45% aller Tennisspieler, die täglich spielen, und 20%, die zumindest zweimal wöchentlich spielen. Dabei liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter zwischen dem 35. und dem 50. Lebensjahr. Männer erkranken statistisch gesehen häufiger als Frauen. Bei einem Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) treten Schmerzen am lateralen distalen Humerus auf, die infolge einer mechanischen Überbeanspruchung am Ellenbogen des Schlagarmes als typischer Sportschaden bei der Sportart Tennis entstehen. Kleine Einrisse in den Sehnen, die die Muskeln mit dem Knochen verbinden, im Sinne einer Enthesiopathie, sind die Ursache dieser Schmerzen.



URSACHEN
Ein Tennisellenbogen entsteht durch eine Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur, das heißt durch extreme oder dauernd wiederkehrende Bewegungen. Die vom äußeren Ellenbogen ausgehenden und oft bis in den Unterarm strahlenden Schmerzen werden durch mikroskopisch kleine Risse im Sehnenansatz am Radius verursacht.

DIAGNOSE
Anamnese und körperliche Untersuchung stehen bei der Diagnose im Vordergrund. Schmerz-Bewegungstests können das Ausmaß der Beschwerden einordnen ebenso wie die typische lokale Druck- und Berührungsempfindlichkeit. Eine Abklärung von zahlreichen anderen Schmerzsyndromen im Ellenbogenbereich muß durch eine exakte Diagnose möglichst ausgeschlossen werden.

BEHANDLUNG
Ein Tennisellenbogen sollte zunächst konservativ vorab mit einem kortisonfreien Schmerzmitteln und der Durchführung physikalischer Maßnahmen behandelt werden. Darüber hinaus stehen zahlreiche weitere konservative Behandlungsverfahren zur Verfügung wie z.B. die, Physikalische Therapie:
Ellenbogenbandage, Ruhigstellung in einer Schiene, Epicondylitisspange, Krankengymnastik, Akupunktur, Extrakorporale Stoßwellentherapie , Tennisspezifische Maßnahmen, Medikamentöse Therapie oder Salbenverbände.

Sollte die konsequente konservative Therapie nach ca. fünf bis sechs Monaten keine Besserungen bringen, sollte eine operative Therapie in Erwägung gezogen werden. Hierzu stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung:

1. Operation nach Hohmann: Im Hinblick auf die Ursache Epicondylitis bedingt die Operation eine Ablösung der ansetzenden Muskulatur. Dies führt zu einer Entlastung des Sehnenansatzes und zu einer Ausheilung infolge einer narbigen Verlängerung der Muskelansätze. Schmerzleitende Fasern werden durchtrennt.
2. Operation nach Wilhelm: Bei dieser Operation werden jene Nerven, die den Ellenbogenbereich im Bereich des Epicondylus radialis versorgen, durchtrennt. Diese Operation trägt daher die Definition der „Denervierungsoperation“. Um den Sehnenansatz zu entlasten, kommt es zusätzlich – wie bei der Operation nach Hohmann – zu einer Abtrennung der Muskelansätze.

Die Rehabilitation nach einer operativen Therapie nimmt im Allgemeinen zwei bis drei Monate in Anspruch mit schrittweise aufgebauten Übungsprogrammen, bestehend aus Dehnungs- und Kräftigungsübungen. Mit dem Tennis sollte erst nach etwa drei Monaten wieder begonnen werden.

ZUSAMMENFASSUNG
Die Epicondylitis humeri radialis ist ein häufige Erkrankung bei Tennisspielern. Ursächlich liegt eine mechanischen Überbeanspruchung als typischer Sportschaden mit kleinen Einrissen in den Sehnen im Sinne einer Enthesiopathie. Die Bezeichnung Epicondylitis impliziert eine entzündliche oder degenerative Veränderung des Sehnenansatzes am Knochen. Es gilt zunächst andere Ursachen, die ähnliche oder gleiche Symptome verursachen, auszuschließen. Die konservativen Behandlungsverfahren sind vielfältig und sollten konsequent eingesetzt werden. Sind die konservativen Verfahren nach etwa einem halben Jahr erfolglos, ist eine operative Behandlung zu erwägen. Bei der Denervierungsoperation ist die Erfolgsquote mit etwa 90 % sehr hoch. Zudem sind Sportgerät und Spieltechnik des Tennisspielers zu überprüfen. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine konservative Therapie erfolgreich angeschlossen werden konnte.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.unfallchirurgie.com

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