(openPR) Einen Tag lang tauschten die Schülerinnen Pauline Beyer (11) und Lisa Biertümpel (12) ihren Platz auf der Schulbank gegen einen Blick unter die Hebebühne. Im Rahmen des Projektes „Girls‘ Day- Mädchen Zukunftstag“ gewannen sie in der Autowerkstatt ASM Autoservice Mitte einen Eindruck von der Arbeit eines Kfz- Mechatronikers bzw. einer Kfz- Mechatronikerin.
Seit 2001 findet jedes Jahr am vierten Donnerstag im April bundesweit der Girl’s Day statt. An diesem Tag können junge Mädchen der Altersklassen 9 bis 15 in technische, naturwissenschaftliche, handwerkliche und IT- Berufe reinschnuppern, in denen die Zahl der männlichen Auszubildenden überdurchschnittlich hoch ist. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ); sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Es zielt darauf ab, qualifizierten Nachwuchs auszubilden und junge Frauen für männerdominierte Berufsfelder zu begeistern.
Zusammen mit der Gesellschaft für Bildung, Forschung, Strategie und Entwicklung mbH (GBFSE mbH) organisierte Mike Hilliges, Inhaber des Auto-Service-Mitte ASM, den diesjährigen Girls‘ Day in seinem Unternehmen zum ersten Mal. Der Tag begann mit einem Rundgang durch die Werkstatt. Hier lernten die Schülerinnen nicht nur die Kollegen des Kfz - Meisters kennen, sondern erfuhren auch, welche Aufgaben rund um die Reparatur und Wartung von Fahrzeugen zu erledigen sind. Ein kurzer Film informierte im Anschluss über die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bzw. zur Kfz-Mechatronikerin. In einem Quiz konnten Lisa und Pauline dann zeigen, wie viel sie bereits gelernt hatten.
Mit Schutzanzug und Handschuhen ausgestattet durften die Mädchen am Nachmittag auch selbst Hand anlegen. Geduldig erklärte Mike Hilliges die unterschiedlichen Aufgabenbereiche seiner Werkstatt und ließ sich jede Menge einfallen, um seinen Besuch bei Laune zu halten. Interessiert und wenig berührungsscheu demontierten sie Autoreifen oder wechselten Zündkerzen aus.
Natürlich wurde soviel Engagement mit einem Eis belohnt. Die Schülerinnen genossen den Tag sichtlich und waren sich am Ende einig, dass sie auch im nächsten Jahr gern wieder am Girls‘ Day teilnehmen. Welche Richtung sie beruflich einschlagen möchten, ist hingegen noch unklar, aber dafür bleibt ja noch genügend Zeit.
Auch die GBFSE mbH und Werkstattinhaber Mike Hilliges glauben, dass sich die Mühe gelohnt hat. „Der Girls‘ Day ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Region. Wir brauchen junge, qualifizierte Leute. Dazu gilt es, historisch entwickelte geschlechterspezifische Berufsbilder zu überwinden“, meint Antje Trieloff, Innovationsassistentin der GBFSE mbH. Mike Hilliges bestätigt, dass „die Arbeit in einer Autowerkstatt heute weit weniger handwerklich geprägt ist als früher. Viele Aufgaben lassen sich über computergestützte Programme erledigen. Warum also sollten sich zukünftig nicht mehr Frauen für eine Ausbildung im Bereich der Kfz-Reparatur und -Wartung entscheiden.“
Weitere Information zum Girls Day finden Sie unter www.girls-day.de.













